Als größter Flop des Star-Wars-Universums gilt immer noch der Solo-Film für - nun ja - Han Solo. Bei Kritikern und Fans löste das Spin-off nicht gerade Jubelstürme aus und das machte sich auch an den Kinokassen bemerkbar.
Bei einem aufgeblähten Budget von stolzen 275 Millionen US-Dollar konnte Solo: A Star Wars: Story weltweit gerade einmal 393 Millionen einspielen (via Box Office Mojo). Ein herbes Verlustgeschäft, das (in Kombination mit Episode 9) Disney die Kino-Strategie für den Krieg der Sterne radikal überdenken ließ.
Jetzt - sieben Jahre nach dem Kinostart von Solo - spricht mit Ron Howard dessen Regisseur über die turbulente Entstehungsgeschichte des Films. Tatsächlich war Howard nicht der erste Regisseur dieses Projekts, er ersetzte sogar während den Dreharbeiten Phil Lord und Chris Miller.
Wie Ron Howard überraschend zu Solo: A Star Wars Story kam
Wie genau es dazu gekommen ist, bei Solo die Zügel an sich zu nehmen, erklärt Howard nun in einem neuen Interview mit Vulture:
Ich war schon immer neugierig über Star Wars und Solo ist geradezu in meinem Schoß gelandet, als ich gerade an keinem anderen Film dran war. Meine Frau Cheryl und ich machten gerade Urlaub in Paris. Dann bin ich nach London, um [ein Konzert] von Hans Zimmer [...] zu sehen. Dabei hatte ich [Lucasfilm-Chefin] Kathleen Kennedy kontaktiert, einfach nur um Hi zu sagen. Und sie meinte zu mir: Wollen wir uns zum Frühstück treffen?
[...]
Dabei wurde mir im Grunde mitgeteilt: Wir haben mit Lord und Miller eine kreative Sackgasse erreicht. Würde es für dich infrage kommen, einzuspringen?
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Solo: A Star Wars Story - Der neue Trailer vereint Han Solo mit Chewie und dem Millennium Falken - Der neue Trailer vereint Han Solo mit Chewie und dem Millennium Falken
Ein gut gemeinter Rat von George Lucas
Dabei handelte es sich letztendlich auch gar nicht mehr um ein simples Frühstück, neben Kenney waren dann auch noch Produzent Alli Shearmur (Rogue One) und Drehbuchautor Jon Kasdan (Solo) anwesend.
Ron Howard gab nicht sofort eine Zusage und beschäftigte sich erstmal mit dem Material, das Lord und Miller bereits abgedreht haben. Außerdem holte er sich Rat von George Lucas persönlich ein, der zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht mehr direkt bei Star Wars involviert war. Howard zufolge bekam er von Lucas den Tipp: Vergiss einfach nicht: Das hier ist für 12-jährige Jungs.
Howard konnte den Film letztendlich nicht zu einem finanziellen Erfolg führen. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. So startete Disney erst sehr spät eine Marketing-Kampagne, während sich Fans noch wegen Episode 8 - Die letzten Jedi im metaphorischen Sinne gegenseitig die Köpfe einschlugen.
Howard selbst gibt zu, dass er es sehr bedauerlich findet, dass Lord, Miller und Lucasfilm nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen konnten. Ihm zufolge hatte das Duo schlichtweg einen anderen Sinn, als es von Disney erwünscht und eingeplant wurde. Howard schätzt weiterhin Lord und Miller als Filmemacher und freut sich nach seiner Aussage auf ihr nächstes Projekt.
Wie es jetzt mit Star Wars auf der großen Leinwand weitergeht? Nach Episode 9 legte Lucasfilm beim Krieg der Sterne eine Kinopause ein und konzentrierte sich zwischenzeitlich auf TV-Serien für Disney Plus. Das scheint sich aber ebenfalls nicht ausgezahlt zu haben, jetzt kehrt man wieder zu Kinofilmen zurück.
Dabei macht The Mandalorian & Grogu 2026 den Anfang, 2027 folgt dann Star Wars: Starfighter. Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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