Sonys PlayStation ist über die verschiedenen Generationen hinweg nicht nur immer schneller geworden, sondern hat auch mehr und mehr Speicher bekommen.
Genug RAM ist wichtig, um hochaufgelöste Daten von Spielen schnell genug laden zu können und Flaschenhälse zu vermeiden. Insofern überrascht das jüngste Gerücht nicht, laut dem die PS6 über 30 GB RAM für die GPU und die CPU verfügen soll.
Doch vor dem Hintergrund der aktuellen Speicherkrise stellt das die PS6 vor ein großes Problem in Bezug auf die Speichermenge.
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3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
Es droht das Schicksal der PlayStation 5
- Erste Berichte über eine mögliche Verschiebung der Veröffentlichung der PlayStation 6 haben bereits die Runde gemacht. Der Grund: RAM ist derzeit durch den hohen Bedarf der KI-Branche so teuer wie nie, und das dürfte noch eine ganze Weile so bleiben.
- Je mehr RAM benötigt wird, desto gravierender ist das Problem, sowohl in Bezug auf den Preis als auch mit Blick auf die Verfügbarkeit.
- Der PlayStation 6 könnte damit ein ähnliches Schicksal drohen wie der PS5, die lange Zeit kaum zu haben war und die oftmals von Scalpern überteuert verkauft wurde. Damals war das vor dem Hintergrund der Chip-Krise und der Corona-Pandemie der Fall, nun stellt RAM das Hauptproblem dar.
- Erschwerend hinzu kommt, dass viele für die PS6 ganz unabhängig von Krisen mit einem klar höheren Preis rechnen als im Falle der PS5. Einerseits, weil Gaming-Hardware generell zu höheren Preisen verkauft werden kann. Andererseits, weil die PS5 Pro den Preisanstieg bereits vorgemacht hat.
Damit kommt es wohl gleich in doppelter Hinsicht so, wie es kommen musste: Die PlayStation 6 erhält sehr wahrscheinlich erwartungsgemäß deutlich mehr RAM als ihr Vorgänger, aber sie wird vermutlich auch viel teurer sein.
Speichermengen der PlayStation im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt, wie viel System-RAM die verschiedenen Playstation-Versionen jeweils hatten.
Die Angaben beziehen sich zur Vereinfachung auf die Gesamtmenge für die CPU und die GPU, auch wenn sie nicht immer auf denselben Speicher zugegriffen haben.
| PlayStation 1 | 3 MB |
| PlayStation 2 | 36 MB |
| PlayStation 3 | 512 MB |
| PlayStation 4 (Pro) | 8.192 MB |
| PlayStation 5 | 16.384 MB |
| PlayStation 5 Pro | 18.432 MB |
| PlayStation 6 | 30.720 MB (Gerücht) |
Sowohl die genaue Anbindung als auch die Geschwindigkeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle mit Blick auf die Performance. Im Falle der aktuellen Speicherkrise ist die Menge aber der Hauptfaktor, der die PS6 vor Probleme stellt (was für die neue Xbox von Microsoft gleichermaßen gelten wird).
Es ist zwar theoretisch möglich, die anvisierte Speichermenge im Entwicklungsprozess doch noch zu reduzieren. So eine Entscheidung trifft man aber nicht leichtfertig, auch vor dem Hintergrund, dass die PS6 viele Jahre im Einsatz sein wird und die Entwicklung der Speicherkrise schwer vorhersehbar ist.
Im PC-Bereich gibt es aktuell sogar Sorgen darum, ob manche Hardware-Hersteller im Zuge der Krise vor existenzielle Probleme gestellt werden. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Nvidia am stärksten betroffen: Ein Markt steht vor dem Kollaps
Will Sony dann noch zusätzlich ein Handheld auf den Markt bringen, das laut Videocardz ebenfalls über viel RAM verfügen soll (24 GB), verschärft sich die Lage nur noch weiter.
Eines dürfte aber sicher sein: Wir müssen uns nicht nur noch lange gedulden, bis die Preise wieder sinken, sondern auch, bis Sony offizielle Aussagen zur genauen Hardware in der PlayStation 6 trifft.

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