TV-Lautsprecher klingen oft nicht gut; ein Upgrade muss her. Doch was eignet sich denn nun besser: Soundbar oder Surround-System? Heimkino-Fans schwören auf ein großes Set-up. Doch nicht jeder hat das Geld oder den Platz. Dann ist eine Soundbar das Mittel der Wahl, aber auch ein Surround-System könnte etwas für euch sein.
Was ist der Unterschied?
- Eine Soundbar ist eine schmale All-in-One-Klangstange, die vor oder unter eurem TV sitzt (oder an der Wand hängt). Sie dienen in erster Linie dazu, den Klang des Fernsehers zu verbessern. Manchmal kommen sie sogar mit einem zusätzlichen Subwoofer für mehr Bass.
- Surround-Systeme bestehen aus mehreren Lautsprechern, die strategisch im Raum angeordnet sind, um möglichst immersiven Klang zu bieten. Sie sind beliebig erweiterbar, von herkömmlichen 5.1-Systemen bis zu ausladenden 9.1-Set-ups.
Dieser Artikel erklärt die dedizierten Unterschiede beider Systeme, sodass ihr für euch entscheiden könnt, was sich besser in eurem Wohnzimmer anbietet.
Soundbar vs. Surround-System: Klang und Leistung
Eine gute Soundbar allein macht im Vergleich zu den eingebauten TV-Lautsprechern einen himmelweiten Unterschied.
- Dialoge klingen klarer
- Explosionen knallen lauter
- Hintergrunddetails sind auf einmal hörbar
Soundbars sind dazu gedacht, unter den Fernseher zu passen. Das bedeutet, dass ihr im Vergleich zu einem mehrkanaligen Set-up stets Kompromisse eingehen müsst. Sie haben nicht das Volumen, um dieselbe Klangtiefe wie mehrere Boxen zu erreichen und Surround-Sound ist höchstens simuliert.
Surround-Systeme sind eine ganz andere Hausnummer. Mit mehreren Lautsprechern im Raum verteilt, habt ihr das Gefühl, mitten im Geschehen zu sitzen. Beim Spielen kommen die Schritte eurer Feinde von der Seite; der T-Rex im Film stampft wirklich von vorne auf euch zu. Der Klang ist detailreicher und kommt aus unterschiedlichen Richtungen, anstatt nur von vorne.
Soundbar vs. Surround-System: Installation und Wartung
Eine Soundbar zu installieren, ist kinderleicht. Auspacken, per HDMI (oder optischem Kabel) an den TV anschließen, fertig. Die Klangstangen sind dafür gedacht, möglichst benutzerfreundlich zu sein, weswegen sie praktisch auch nicht gewartet werden müssen. Sechs Tipps zur Einrichtung für optimalen Klang haben wir bereits für euch zusammengefasst.
Surround-Systeme sind genau das Gegenteil davon.
Ein ganzes System aufzustellen, zu installieren und einzurichten, ist Arbeit. Allein die Platzierung kann für Kopfschmerzen sorgen.
- Ihr müsst möglicherweise Möbel verrücken.
- Boxen müssen unter Umständen an der Wand montiert werden.
- Kabel wollen quer durch den Raum verlegt werden.
- Alles muss am Audio-Receiver zusammenlaufen.
Ja, es gibt drahtlose Surround-Systeme, aber die sorgen für ganz andere Kopfnüsse. Jeder Lautsprecher braucht seine eigene Stromversorgung, alle Audioquellen müssen synchron arbeiten und den Klang auszubalancieren braucht viel Trial-and-Error.
In Sachen Wartung müsst ihr euch gegebenenfalls um viele einzelne Komponenten kümmern. Mal spielt ein Lautsprecher nicht mit oder eventuell habt ihr Möbel im Raum verrückt, sodass der Klang nicht mehr passt.
Soundbar vs. Surround-System: Raum und Ästhetik
Logisch, eine Soundbar ist dazu konzipiert, möglichst wenig Platz wegzunehmen; in fast jedem Wohnzimmer findet sich dafür Platz. Darüber hinaus stören sie die Ästhetik kaum. Viele Modelle gibt es in Schwarz, sodass sie auf dem Sideboard oder unter dem TV nicht auffallen.
Aus dem vorherigen Part des Artikels geht bereits hervor, dass Surround-System mal nicht eben schnell aufgebaut ist – und genau so wenig subtil ist das Endprodukt.
Ein vergleichsweise handliches 5.1-System besteht bereits aus fünf Lautsprechern – vorne rechts, vorne links, Center und zwei Rear-Speaker – plus einem Subwoofer, und die brauchen Platz. Bei 7.1-Aufstellungen kommen nochmal zwei weitere Boxen dazu.
Ihr braucht von vornherein viel Platz. Kleine Räume wirken schnell überfüllt und selbst in großen Zimmer werden die Lautsprecher stets prominent zu sehen sein. Es gibt Klangmöbeln, in denen sich Boxen verstecken lassen, doch die sind teuer (HiFi Klubben).
Bedenkt bei Surround-Systemen auch eure Mitmenschen. Wenn ihr Top Gun: Maverick mit hoher Lautstärke schaut, rumpelt’s auch bei den Nachbarn, wenn ihr beispielsweise in einer Wohnung wohnt.
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Soundbar vs. Surround-System: Gibt es Hybridlösungen?
Ja und nein. Kurz gesagt: Es gibt Soundbars mit dem gewissen Extra, aber die qualitative Lücke zwischen Klangstange und Surround-System ist immer noch groß.
Soundbars besitzen mittlerweile Dolby Atmos. Der 3D-Klang ist zwar nur simuliert, verschafft aber zumindest ein wenig mehr Räumlichkeit.
Wer den Platz hat, kann auch zu einer größeren Soundbar greifen, wie der Nubert nuPro AS-2500 oder der Teufel Cinebar Ultima. Die besitzen nicht nur mehr Körper und Volumen, sondern schlichtweg mehr Kanäle. Das schlägt sich in der Qualität nieder.
Es gibt auch ein paar Paradiesvögel wie die JBL Bar 1300X. Bei diesem Modell lassen sich die Seitenteile abnehmen und im Raum platzieren. Per drahtloser Verbindung bieten die dann ein 3.1-Surround-Erlebnis.
Eine gute Alternative für euch könnten auch Sounddecks sein. Salopp gesagt sind das Soundbars, nur größer – und man kann den TV darauf stellen.
- Sounddecks sind voluminöser und damit volltönend.
- Sounddecks sparen Platz.
- Sounddecks sind genauso einfach zu installieren wie Soundbars.
Allerdings bieten sie natürlich keinen Surround-Sound wie ganze Systeme und sie sind in der Regel etwas teurer als Soundbars.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Soundbars und Surround-Systeme haben unterschiedliche Einsatzzwecke und Zielgruppen. Klangstangen brezeln den Ton eures TVs ordentlich auf, haben aber keine Schnitte gegen Surround-Systeme. Die fordern jedoch ein hohes Investment und genügend Platz.
Was habt ihr zu Hause an euren Fernseher angeschlossen? Schreibt es in die Kommentare.
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