6 Tipps, wie ihr eure Soundbar für optimalen Klang einrichtet

Alles, was ihr wissen müsst: Von der Positionierung bis zu den Features.

Ich zeige euch, wie ihr mehr aus eurer Klangstange herausholt. (Bild: TeufelNubertSony) Ich zeige euch, wie ihr mehr aus eurer Klangstange herausholt. (Bild: Teufel/Nubert/Sony)

Die einfachste und meist günstigste Möglichkeit, euren Klang am Fernseher zu verbessern, sind Soundbars. Kein Lautsprecheraufstellen, kein AV-Receiver, wenig Platzverbrauch. Einfach über HDMI anschließen und los geht’s. 

Doch wie stellt man sie am besten auf? Wo liegt, steht oder hängt sie am besten? Und auf welche Features solltet ihr achten? Das erkläre ich euch in diesem Artikel.

Einige Fotos in diesem Artikel zeigen die Nubert nuPro AS-2500. Diese Soundbar befindet sich derzeit im Test bei mir und hat daher Modell für Bilder gestanden. Nubert steht in keiner Verbindung mit diesem Artikel.

Vor dem Kauf: Achtet auf diese Features

Selbst günstige Modelle besitzen mittlerweile viele Funktionen, von denen ihr womöglich gar nicht alle nutzt. Behaltet daher im Auge, was eure Soundbar für eure Bedürfnisse können muss. So spart ihr womöglich den einen oder anderen Euro.

Kabellose Verbindungen 

Wollt ihr eure Soundbar auch nutzen, um Musik via Spotify, Tidal, Deezer, Amazon Music oder Internetradio abzuspielen? Dann achtet auf Bluetooth-Konnektivität, Multiroom-Features, Apple AirPlay oder herstellerspezifische Funktionen wie HEOS bei Denon-Geräten.

Kabelverbindungen

Art und Umfang der kabelgebundenen Anschlüsse sind ebenfalls entscheidend. Die meisten sind mit mindestens einem HDMI-Anschluss ausgestattet. Achtet ARC- und eARC-Unterstützung für ein optimales Audioerlebnis (mehr dazu später). 

Bedenkt: Wollt ihr die Soundbar als eine Art Hub für mehrere Geräte verwenden, braucht ihr vielleicht mehr als einen HDMI-Slot.

Euer Fernseher hat mehr als einen HDMI-Zugang, achtet auf die Anzahl auch beim Kauf der Soundbar. (Bild: OLEKSANDR - adobe.stock.com) Euer Fernseher hat mehr als einen HDMI-Zugang, achtet auf die Anzahl auch beim Kauf der Soundbar. (Bild: OLEKSANDR - adobe.stock.com)

3D-Codecs

Ihr möchtet Dolby Atmos oder DTS:X? Dann spitzt aufs Datenblatt und checkt, ob die Soundbar, die ihr kaufen möchtet, diese Formate unterstützt. 

Das allein reicht allerdings nicht aus. Klangstangen mit diesen Features sollten auch Lautsprecher an der Unter- oder Oberseite oder an den Seiten haben, um den Sound besser im Raum verteilen zu können.

Die Positionierung

Soundbars kann man oft auch aufhängen. (Bild: Amazon) Soundbars kann man oft auch aufhängen. (Bild: Amazon)

Ihr habt euch eine Soundbar ausgesucht, jetzt geht es darum, wie ihr sie am besten positioniert. Unterm Fernseher natürlich! höre ich euch rufen, aber das ist manchmal gar nicht so leicht, vor allem, wenn ihr beim Aufstellen eures TVs diesen Fehler begeht.

Lasst eurer Klangstange Platz zum Atmen. Sprich: Klemmt sie nicht direkt unter ein Regal oder in eine Nische des Phonoschranks, sonst kann sich der Schall im Raum nicht ordentlich verteilen.

Das ist ganz besonders wichtig, wenn eure Soundbar Up- oder Side-Firing-Speaker hat, also Lautsprecher an den Seiten oder oben drauf.

Die Teufel Cinebar 11 zum Beispiel besitzt Lautsprecher an den Seiten. (Bild: Teufel) Die Teufel Cinebar 11 zum Beispiel besitzt Lautsprecher an den Seiten. (Bild: Teufel)

Manche Geräte besitzen auch Boxen an der Rückseite, sodass der Schall von der Wand abspringt. Schaut am besten in die Bedienungsanleitung, dort stehen meist Tipps zur Positionierung der Soundbar.

Generell gilt: Kauft keine Soundbar, die zu klein für euer Wohnzimmer ist. Sonst verliert sich der Schall im Raum.

Der Untergrund

Lautsprecher brauchen einen festen Stand, damit sie gut klingen. Wenn sie auf einem wackeligen Untergrund stehen, kann es passieren, dass sich die Lautsprecher hin- und herbewegen, was den Klang stört.

Mit einem Sideboard, Regal oder Phonoschrank aus Holz seid ihr sicher. So aber bitte nicht:

Das Testgerät der Nubert nuPro AS-2500 steht auf dem Boden. Das schadet dem Klang. Das Testgerät der Nubert nuPro AS-2500 steht auf dem Boden. Das schadet dem Klang.

Am Boden strahlt die Soundbar den nach vorne abgehenden Klang nicht nur an euch vorbei, der Schall der Down-Firing-Subwoofer an der Unterseite wird vom Fußboden verschluckt.

Oftmals besitzen die Geräte kleine Gummifüße für besseren Stand. Das hilft auch bei den nach unten gerichteten Lautsprechern: Durch den Schlitz kann der Sound entweichen. 

Sollte eure Soundbar keine Füße besitzen, nutzt Knete oder Gummimasse wie Blu Tack. Einfach an die vier Ecken und ungefähr gleich hoch geklebt, erzeugen dieselbe Wirkung wie Gummifüße.

Sind die Tieftöne eurer Klangstange zu dominant, entfernt sie weiter von der Wand und positioniert sie weiter im Raum.

Viele Soundbars kommen auch mit einer Wandhalterung am Chassis. Probiert aber unbedingt aus, wie sie klingt, bevor ihr die Löcher in die Wand bohrt. 

Die Soundbar von Nubert hat eine zweite Öse an der Rückseite; Schrauben und Dübel sind im Lieferumfang enthalten. Die Soundbar von Nubert hat eine zweite Öse an der Rückseite; Schrauben und Dübel sind im Lieferumfang enthalten.

Die Verbindung

Habt ihr kein dediziertes Soundsystem zuhause, dann funktionieren die meisten Soundbars nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Wie auch bei Gaming-TVs, ist HDMI bei Klangstangen König.

Schaut euch eure HDMI-Eingänge genau an, denn dahinter verstecken sich mögliche Spezifikationen, die euch zugutekommen.

HDMI ARC (Audio Return Channel) macht ein optisches Kabel überflüssig, denn jede andere Quelle, die am Fernseher angeschlossen ist - egal ob Blu-ray-Player oder Spielekonsole - schleift ihr Tonsignal somit an die Soundbar durch.

In der Regel funktioniert HDMI ARC automatisch, bei manchen Fernsehern müsst ihr allerdings zur Fernbedienung greifen und die TV-Lautsprecher manuell ausschalten. Welcher der Slots an eurem Gerät ARC-fähig ist, steht unter dem Anschluss am Gehäuse.

Die HDMI-Buchse der nuPro AS-2500 ist eARC-fähig. Die HDMI-Buchse der nuPro AS-2500 ist eARC-fähig.

HDMI CEC (Consumer Electronics Control) ist auch eine Überlegung wert. So könnt ihr die Lautstärke des Audiozuspielers mit der TV-Fernbedienung steuern.

Besser als HDMI ARC ist eARC, wenn von Soundbar und Fernseher unterstützt. Enhanced Audio Return Channel (eARC) ist meist in einem HDMI 2.1-Anschluss enthalten und sorgt für höhere Audioqualität. Somit werden hochwertige Codecs wie Dolby Atmos oder DTS-HD Master Audio per Bitstream vom Zuspieler übertragen.

Keine Sorge: Gestreamte Inhalte von Netflix und Co., die mit Dolby Atmos gemastert wurden, werden verlustfrei auch über HDMI ARC übertragen.

Wie immer gilt: Achtet darauf, die richtigen HDMI-Kabel zu verwenden. Ob teurer gleich besser ist, lest ihr in diesem Artikel.

Die Kalibrierung

Schall prallt von Möbeln und Wänden ab, bedenkt das bei der Positionierung. (Bild: LG) Schall prallt von Möbeln und Wänden ab, bedenkt das bei der Positionierung. (Bild: LG)

Die wichtigsten Punkte zur Platzierung der Soundbar haben wir bereits abgedeckt. Viele Geräte kommen allerdings mit dedizierten Presets für Musik oder Stimme.

Hier hilft nur ausprobieren. Das, was für euch am besten klingt, nehmt ihr.

In manchen Fällen kann auch Surround-Sound simuliert werden, wie bei der Nubert nuPro AS-2500. Dabei wird der Bass zurückgekämmt und die höheren Mitten und Höhen in den Vordergrund gerückt. Da gilt dasselbe: gefällt es euch, dann nutzt es.

Erweiterbarkeit

Ihr plant womöglich, mehr aus der Soundbar herauszuholen? Dann achtet darauf, dass sich der Riegel mit weiteren Geräten (meist derselben Marke) kombinieren lässt.

Teurere Klangstangen kommen oftmals mit Multiroom-Features oder lassen sich anderweitig drahtlos in einer größeres System einbinden. Ihr wollt mehr Bass? Dann holt euch einen Subwoofer. Der Raumklang soll besser sein? Rear-Speaker finden sich in vielen Sortimenten.

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Das setzt natürlich etwas Planung voraus, doch es zahlt sich aus, wenn ihr das vor dem Kauf mitbedenkt.

Euch ist eine Soundbar zu schwach auf der Brust? Dann probiert es doch mal mit einem Sounddeck. Wenn ihr noch Gründe braucht, eure TV-Lautsprecher in Rente zu schicken: Ich habe in diesem Artikel drei Alternativen mit allen Vor- und Nachteilen zusammengefasst.

Soundbars sind eine günstige und leicht zu installierende Alternative zu den Boxen an eurem Fernseher. Dank Plug and Play sind die Geräte sofort einsatzbereit. Mit ein paar kleinen Feinjustierungen holt ihr aber noch mehr Qualität aus dem Riegel. Welche Soundbar nutzt ihr zuhause? Schreibt es doch gerne in die Kommentare.

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