Ich nutze Instagram und Co. seit 16 Jahren, doch dank KI macht es mir keinen Spaß mehr – 4 Dinge, die ich tue, um mir KI-Grütze vom Leib zu halten

Die sozialen Medien ertrinken in sogenanntem AI Slop. Ich zeige euch, wie ich Videos, Bilder und Posts mit KI von mir fernhalte und wie ihr das auch könnt.

Es gibt viele Gründe, die sozialen Medien nicht zu mögen. Bei mir ist es die KI, die hinter jeder Eche lauert. (Bildquellen: Microsoft, Meta, Maxe S.GameStar Tech) Es gibt viele Gründe, die sozialen Medien nicht zu mögen. Bei mir ist es die KI, die hinter jeder Eche lauert. (Bildquellen: Microsoft, Meta, Maxe S./GameStar Tech)

Ich war noch nie ein exzessiver Nutzer von Social Media. Klar, angefangen habe ich irgendwann 2009 mit Facebook, als alles frisch und neu war. Aktiv wurde ich auf Instagram und Threads erst richtig durch meine Autorentätigkeit, um meine Bücher und meinen Podcast zu bewerben.

Vor vielen Jahren war meine Timeline mein Blick in die Welt, aber das kann ich dank forcierter Werbung und Engagement Bait (also Posts, die zum Interagieren provozieren) schon lange vergessen.

Und dann ist da ja noch KI. Ich dachte lange Zeit, ich würde KI-generierte Videos und Bilder erkennen – bis mich Tiere auf Trampolinen eines Besseren belehrt haben.

Mittlerweile bin ich in den sozialen Medien allem und jedem gegenüber misstrauisch – und das macht keinen Spaß. Nahezu alles könnte nämlich KI-generiert sein, und das will ich persönlich nicht sehen. 

Wenn es euch ähnlich wie mir ergeht, zeige ich euch vier Tipps, wie ich KI möglichst von mir fernhalte.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Als Tech-Redakteur gehört es zu Maxes Jobbeschreibung, am Puls der Zeit zu sein. Dazu zählt auch, sich mit KI zu beschäftigen, im positiven wie im negativen. Besonders generative KI ist für ihn ein Graus, weswegen er einen großen Bogen darum macht – auch, oder besonders, in den sozialen Medien.

Tipp 1: Ich halte mich nicht lange auf

Threads, Instagram und Co. quillen vor Posts, Bildern und Videos über. Was vor einigen Jahren teilweise hoch kreativ war (und immer noch ist, man muss die Inhalte nur finden), ist heute zugepflastert mit Rage Bait und KI.

Alles, was ich in den sozialen Medien sehe, steht bei mir unter Generalverdacht, KI zu sein

Und das nervt.

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Deshalb halte ich mich mit einzelnen Posts gar nicht lange auf. 

Das tue ich stattdessen: In meiner Buch- und Autorenbubble weiß ich mittlerweile, von wem ich gute Beiträge zu erwarten habe. Mit diesen interagiere ich. Das ist ein Zeichen für den Algorithmus.

Tipp 2: Bei Zweifeln schaue ich in die Kommentare

Natürlich spült mir Threads trotzdem »fremde« Posts in die Timeline – und da sind auch richtig gute dabei! Bei den auf Trampolinen springenden Tieren bin ich ja auch hängen geblieben.

Hätte ich da mal besser in die Kommentare geschaut. Ich habe das Video nicht als KI identifiziert, andere aber schon. So eine Schwarmintelligenz kann nämlich sehr praktisch sein.

Wenn ich mir also unsicher bin, ob ich hier Künstliche Intelligenz sehe oder nicht, checke ich, was andere dazu sagen. Nicht immer ist es so offensichtlich wie bei Shrimp Jesus.

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Tipp 3: Ausblenden und/oder blockieren

Egal, in welchem sozialen Medium ich mich bewege, alles wird über einen Algorithmus geregelt. Der weiß, womit ich interagiere, also, wo ich einen Like da lasse, wie lange ich ein Video schaue oder wann ich kommentiere.

Das Gute an Algorithmen: man kann sie trainieren.

Auf nahezu allen Plattformen habe ich die Möglichkeit, Posts auszublenden oder User zu blockieren. Je öfter ich das mit KI-generierten Inhalten mache, desto weniger werden sie mir ausgespielt.

Auf Instagram, Threads und auch YouTube funktioniert das bei mir erstaunlich gut (ich bin aber auch ein Freund des YouTube-Algorithmus). Sofern nicht jemand aus meinen gefolgten Profilen KI direkt teilt, spielen mir die Plattformen nur wenig KI-Grütze aus.

Es sei allerdings angemerkt, dass es Disziplin braucht, um den Algorithmus zu trainieren. Zwei, drei ausgeblendete Posts reichen da nicht. Es geht auch nicht von heute auf morgen, habt also etwas Geduld.

Tipp 4: Sobald ich auf offensichtliche KI stoße, mache ich die App zu

Damit schütze ich mich vor Doomscrolling. Meint der Algorithmus mir irgendwann ganz offensichtlichen KI-Unsinn ausspielen zu müssen, dann blende ich den Beitrag aus (Disziplin!) und schließe die App. Das ist übrigens auch ein Hinweis an den Algorithmus.

KI ist mittlerweile teilweise extrem schwer zu erkennen, sei es als Text, Bild, Video, Stimme oder Musik. 

Ich persönlich will nur Posts – und auch Bücher, Filme und Spiele – von echten Menschen sehen. Dann machen mir die sozialen Medien auch wieder Spaß.

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