Da haben sich die Entwickler offenbar ein wenig zu viel vorgenommen. In einem neuen Gameplay-Video zu Dawn of War 4 wollten Jan Theysen und Elliott Verbiest von King Art Games erstmals nicht gegeneinander antreten, sondern stattdessen eine Partie gegen KI-Gegner im Koop bestreiten.
Da sie als Entwickler des Spiels aber natürlich davon ausgehen, sich damit hervorragend auszukennen, wurde nicht einfach nur eine normale Schwierigkeit gewählt. Stattdessen wollten sie sich direkt mit einer schweren KI anlegen. Immerhin sei der Schwierigkeitsgrad für Leute, die etwas »mehr investiert sind in das Spiel«. Was Creative Director und Game Director für das Spiel selbst höchstwahrscheinlich sind.
Das … hat aber nicht funktioniert. In nur 17 Minuten wurden die beiden Entwickler von den KI-gesteuerten Orks direkt zweimal lang gemacht.
So liefen die Partien
Bei den Gefechten handelte es sich um keine normalen Multiplayer-Scharmützel. Hier ging es nicht zwangsweise nur um Siegpunkte oder darum, den Feind von der Karte zu fegen. Gespielt wurde eine sogenannte Maelstrom-Partie. In dem Modus ploppen in einem festen Rhythmus auf der Map verteilt Ziele auf, die von den Kontrahenten entweder zerstört oder eingesammelt werden müssen.
Für jedes erfüllte Ziel gibt es Siegpunkte, bis eine der beiden Seiten gewinnt. Tatsächlich merken die Entwickler dabei auch an, dass die Orks für diese Art Spiel durchaus etwas besser geeignet sind als die Space Marines, mit denen die Entwickler antraten. Denn Orks sind eine Horde-Fraktion und pumpen viel schneller viel mehr Einheiten raus als die etwas behäbigen Space Marines.
Trotzdem waren die beiden dann doch überrascht, wie massiv die Orks ihnen überlegen waren. Die allererste Runde endete bereits nach gerade einmal 4 Minuten. Die Orks hatten hier einfach viel mehr Ziele erfüllt als die Space Marines.
In der zweiten Runde konnten sich die Entwickler etwas länger halten. Allerdings mussten sie auch hier irgendwann das Handtuch werfen. In diesem Fall weniger aufgrund der Ziele, sondern da die Orks ihnen militärisch so massiv überlegen waren, dass Widerstand nur noch sinnlos erschien.
Was bedeutet das fürs Spiel?
Das Video zeigt natürlich, dass mit der KI in Dawn of War 4 nicht zu spaßen ist! Wenn selbst die Entwickler schon massiv zu kämpfen haben, bietet sie wohl eine richtig knackige Herausforderung. Allerdings sollte auch klar sein, dass das lange nicht die finale Version ist. Das Spiel wurde erst kürzlich von September auf den 3. Dezember verschoben – so lange schraubt das Team also noch daran und offensichtlich auch an der Spielbalance.
Studio-Chef Jan Theysen merkt im Verlauf des Videos auch an: »Ich muss ein ernstes Wort mit den Codern wechseln«. Das ist natürlich eher scherzhaft gemeint, aber trotzdem kann es natürlich sein, dass an dem Härtegrad ein wenig gefeilt wird.
Allerdings waren die beiden in dem Video natürlich auch nebenbei mit Erklärungen beschäftigt. Und man sollte nicht unterschätzen, wie schwer es sich manchmal spielt, wenn man dabei durchgehend Zuschauer unterhalten muss.
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