Lange bevor das MCU überhaupt gestartet ist, träumten Data-Darsteller Brent Spiner und Nemesis-Drehbuchautor John Logan davon, alle Captains, Crews und Schurken aus Star Trek in einen gigantischen Film zu packen.
Selbst 24 Jahre später denkt Spiner immer noch an das Projekt zurück, das Paramount trotz eines fertigen Drehbuchs ablehnte. Die Gründe des Unternehmens sind jedoch ziemlich gut nachvollziehbar. Denn für das Sequel von Star Trek: Nemesis waren die Voraussetzungen nicht wirklich ideal.
Woran die »Justice League of Star Trek« scheiterte
Aber alles auf Anfang: Kurz nach der Zusammenarbeit an Star Trek: Nemesis entwarfen Brent Spiner und John Logan ein Konzept für einen Film, den sie mittlerweile als »Justice League of Star Trek« bezeichnen. Wenn man sich die Handlung des gescheiterten Großprojekts so anhört, klingt es aber tatsächlich eher nach Avengers: Endgame als DCs Justice League. So gab Spiner in einem Interview mit Dreamwatch vor Jahren preis (via ScreenRant):
Eine der Ideen, die John Logan und ich hatten, wie der nächste Film hätte aussehen können, war eine Justice League für Star Trek. Etwas würde alle großen Star-Trek-Bösewichte zusammenbringen, von Khan bis Shinzon. Picard wäre der Einzige, der sie aufhalten könnte – und dafür müsste er tatsächlich durch die Zeit reisen und genau die Leute aufsuchen, die ihm helfen könnten. Er reist zurück zu dem Moment, bevor Data explodiert, und holt ihn zurück, um Kirk und Spock zu holen, und reist noch weiter zurück, um Scott Bakulas Figur Archer zu holen. Das größte Problem dabei sind vor allem die Kosten – wie soll man das bezahlen?
Die Kosten waren für Paramount wohl auch eines der Hauptprobleme, an dem es letztendlich scheiterte. So ein Sci-Fi-Streifen mit etlichen Helden drin schluckt nun einmal einen Haufen Geld. Für Endgame hat Marvel 2019 vergleichsweise etwa 356 US-Dollar ausgegeben (via Box Office Mojo) – und hier sind nicht einmal die Marketingkosten inbegriffen.
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7 Jahre nach Nemesis hat Regisseur J.J. Abrams das Film-Universum von Star Trek dann komplett rebootet
Trotz Meetings und einem fertigen Skript entschied sich das Unternehmen letztendlich gegen die Idee von Spiner und Logan (via TrekMovie): »Sie [Paramount – Anm. d. Red.] sagten: Nee, das wollen wir nicht machen. Und so läuft das eben.«
Ein weiterer Grund dafür war aber sicherlich auch der große finanzielle Misserfolg von Star Trek: Nemesis. Bei einem geschätzten Budget von 60 Millionen Dollar nahm der Film lediglich 67 Millionen Dollar ein. Aus rein finanzieller Sicht ist der Film bis heute der größte Kino-Flop des Universums.
Dass Paramount da erst einmal vor einem riesigen Projekt wie der Justice League of Star Trek und einem Sequel zu Nemesis zurückschreckt, ist nur allzu verständlich. Für Spiner und seinen Kollegen Logan bleibt das Projekt wohl weiterhin ein »Wunschtraum.«
Hättet ihr euch den Film angeschaut? Oder wärt ihr so kurz nach dem Flop von Nemesis gar nicht erst ins Kino gestiefelt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Auch wenn das Justice-League-Endgame-Level-Projekt wohl niemals passieren wird, arbeitet Paramount aktuell immerhin an einem neuen Film. Der soll das Universum mit frischen Ideen und unabhängig von den bisherigen Figuren und Geschichten neu definieren. Mehr dazu könnt ihr in den Artikeln in der obigen Linkbox nachlesen.
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