Vor 10 Jahren begann die letzte Star Wars-Trilogie – Obwohl ein Charakter wie aus dem Computer aussieht, ist er tatsächlich echt

Star Wars: Episode VII sorgte 2015 für viele Diskussionen. An einer Figur, die aufwändig gebaut wurde, liegt das nicht.

Auch die derzeit aktuellste Filmtrilogie aus dem Star Wars-Universum setzt auf handgemachte Effekte, wo es sich anbietet. (Bildquelle: Disney) Auch die derzeit aktuellste Filmtrilogie aus dem Star Wars-Universum setzt auf handgemachte Effekte, wo es sich anbietet. (Bildquelle: Disney)

Als 2012 die Rechte von Star Wars an Disney übergingen, schlugen viele Fans die Hände über dem Kopf zusammen. Sie sahen ihre Lieblingsfilme in den falschen Händen.

Über den Inhalt lässt sich auch heute noch vortrefflich streiten. Monetär hat sich allein schon der erste Film »Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht« ausgezahlt. Der Film feierte am 14. Dezember 2015 Premiere und spielte seither über 2 Milliarden US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein, so Box Office Mojo.

In einer Sache sind sich viele Fans aber einig: BB-8 als quasi neuer R2D2 ist so putzig wie spektakulär – und er ist echt.

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Wie funktioniert BB-8?

Die Frage haben sich sicher schon viele gestellt – deshalb gibt es eine Webseite, die genau so heißt: howbb8works.com.

Regisseur J.J. Abrams wollte den Droiden von Anfang an in echt nachbauen und hat sogar das erste Konzept geliefert, heißt es auf starwars.com. So sagt er:

Es gab viele Diskussionen darüber, dass es mit einem BB-8 aus dem Computer viel einfacher wäre, aber wir wussten auch, dass es für den Film, für die Schauspieler, für die Sets und für das Aussehen besser wäre, wenn er echt wäre.

Die Idee hinter der Technologie kam von Sphero, einer Firma, die programmierbare Sphären herstellt. BB-8 und die Sphären teilen einige Gemeinsamkeiten:

  • Der ferngesteuerte Roboterball verwendet ein Gyroskop, um zu bestimmen, welche Richtung unten ist, und zwei Räder, um die Kugel von innen zu bewegen.
  • Die Grundplatte dient als Gegengewicht, damit die Räder gegen die untere Hälfte der Kugel wirken.
  • Ein vertikales Lager sorgt dafür, dass besagte Räder in Kontakt mit den Wänden bleiben.

In diesem Video seht ihr das Innenleben von BB-8, zumindest in seiner Spielzeugform:

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Später haben sich die Macher von der eigentlichen Sphero-Idee wieder ein wenig entfernt und stattdessen ein eigenes Patent eingereicht (zu sehen auf der Patent-Seite von Google).

BB-8 funktioniert mit holonomer Bewegung. Bodengebundene holonomische Roboter können sich augenblicklich in jede Richtung auf der horizontalen Ebene bewegen. Das macht sie unglaublich reaktionsschnell. Das liegt auch an BB-8s magnetisch befestigtem Kopf, der über seinem Körper zu schweben scheint.

BB-8 Körper enthält ein Antriebssystem, das stets die relative Position zur Sphäre beibehält. Das System verwendet Omni-Räder, um die Kugel in jede Richtung rollen zu lassen. Der Roboter verwendet Sensoren (Gyroskope und Beschleunigungsmesser), um seine Position und Dynamik zu bestimmen.

In diesem Schnappschuss von hinter Kamera seht ihr, wie ein Mensch BB-8 steuert. (Bildquelle: Disney) In diesem Schnappschuss von hinter Kamera seht ihr, wie ein Mensch BB-8 steuert. (Bildquelle: Disney)

Im Grunde verhält sich BB-8 wie ein Miniatur-Segway.

Star Wars ist für seine handgemachten Effekte bekannt. In der Original-Trilogie setzte man beispielsweise viel auf handgemalte Bilder. Wenn CGI zum Einsatz kam, sorgte das immer mal wieder für Kontroversen: Hat Han Solo zuerst geschossen oder nicht?

Am Ende sehen wir in Star Wars übrigens mehrere Versionen von BB-8.

  • Eine ferngesteuerte Variante, die vor allem in Szenen verwendet wurde, in welchen der kleine Droide nur rollen musste.
  • Eine Stunt-Version, die man herumschleudern konnte, ohne dass sie kaputtgeht.
  • Eine Puppen-Version mit Stäben.
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