»Starfield ist tot«: Darum reagieren Spieler so emotional auf enttäuschte Erwartungen

Wenn langerwartete Spiele enttäuschen, folgen heute schnell Shitstorms und Review-Bombing. Ist das wirklich sinnloses »Gehate« und »Getrolle«, wie manche »Fanboys« glauben?

Am Beispiel von Starfield lässt sich sehr gut beobachten, wie Enttäuschung über Spiele in Hass umschlägt - und was wir daraus lernen können. Am Beispiel von Starfield lässt sich sehr gut beobachten, wie Enttäuschung über Spiele in Hass umschlägt - und was wir daraus lernen können.

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Das Spielejahr 2023 war großartig, grausam und enttäuschend mittelmäßig – setzt selbst konkrete Titel ein, um diese abstrakte Behauptung auszufüllen. Für die Großartigkeit böte sich Baldur's Gate 3 an. Am anderen Ende der Skala liegt für viele Spieler Starfield.

Auf Steam hat das Science-Fiction-Rollenspiel von Bethesda Game Studios nur noch 61 Prozent positiver Reviews von insgesamt circa 97.000 Wertungen. In vielen der zugehörigen Texte wird über Starfield so gesprochen, als wäre es das schlechteste Spiel seit Battlecruiser Millennium (die überambitionierte Weltraumsimulation kam 2001 raus, GameStar-Wertung: 11 Punkte).

Für Entwickler Todd Howard hat das mit zu hohen Erwartungen zu tun. Klar ist: Starfield hat viele Menschen enttäuscht. Die Enttäuschung bricht sich Bahn in unzähligen Postings mit Hassbotschaften und Beleidigungen. Die Steam- und Reddit-Foren zu Starfield waren deswegen zeitweise nicht mehr für sachlichen Austausch benutzbar.

Mario Donick
Mario Donick

Mario schreibt seit 2019 für GameStar, besonders gern zu Flugsimulationen und Weltraumspielen, aber eigentlich ist er Kommunikationswissenschaftler. In seinem früheren Leben hat er Online-Kommunikation in MUDs und Foren untersucht. In seiner Doktorarbeit schaute er sich an, was Menschen tun, wenn Computer nicht wie erwartet funktionieren. Was er bei all dem lange Zeit nicht bedachte: Wie Enttäuschung über nicht funktionierende Technik eigentlich ›am eigenen Leib‹ spürbar wird. Darum hat er sich für diesen Bericht Unterstützung geholt.

Was steckt hinter solchen anstrengenden emotionalen Ausbrüchen? Sind Massen frustrierter Postings ein geeignetes Mittel, den Entwicklerstudios mal so richtig die Meinung zu sagen, oder dienen sie vor allem der eigenen Entlastung oder gar der eigenen Unterhaltung? Wie kann man damit umgehen, wenn es zwischen »Hater«, »Fanboy« und »Troll« scheinbar keine normale Position mehr gibt?

Spiele als enttäuschende Technik

Nüchtern gesehen: Computerspiele sind Software und damit Technik. Im weitesten Sinne dient Technik der Problemlösung: Wir nutzen sie, um einen unerwünschten Ausgangszustand in einen erwünschten Endzustand umzuwandeln und überwinden dabei eine Barriere. Technik reduziert die Komplexität dieses Vorgangs – macht es also einfacher.

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