Das Steam Deck war für einen Tüftler noch nicht klein genug – also entfernte er Controller und Display

Der »Steam Brick«: Ein Modder hat aus dem Steam Deck eine tragbare Mini-Konsole gebaut. Als Bildschirm kommt eine AR-Videobrille zum Einsatz.

Der »Steam Brick« ist ein Steam Deck ohne eingebauten Bildschirm oder Controller. (Bildquelle: Crastinator-Pro über Github) Der »Steam Brick« ist ein Steam Deck ohne eingebauten Bildschirm oder Controller. (Bildquelle: Crastinator-Pro über Github)

Warum? Die kurze Antwort ist eigentlich ganz simpel. Für den Github-Nutzer »Crastinator-Pro« war das Steam Deck einfach immer zu groß für seinen Rucksack. Und weil er ohnehin immer mit einer Augmented-Reality-Videobrille (AR) oder gedockt am Fernseher spielt, hat er sich dazu entschieden, alles aus dem Steam Deck zu entfernen, was er selbst nicht benötigt. 

Darum ist das wichtig: Crastinator-Pro teilt auf GitHub seine Vorgehensweise. Er selbst hält es allerdings für keine schlaue Idee und rät vom Nachmachen ab. Aber seine Anleitung ist detailliert genug, solltet ihr auch euer eigenes Steam Deck verkleinern wollen. Beachtet jedoch, dass ihr das auf eigenes Risiko macht. 

Im Detail: Um das Steam Deck in eine Mini-Konsole zu verwandeln, entfernt er den Bildschirm und den eingebauten Controller. Dabei befolgt er folgende Schritte:

  • Zuerst muss er testen, ob das Steam Deck ohne Bildschirm und Controller überhaupt hochfährt. Mit Erfolg! Die Bildausgabe über USB-C funktioniert auch ohne den intern verbauten Bildschirm. 
  • Das Steam Deck muss anschließend in alle Einzelteile zerlegt werden. Praktischerweise sitzt das Mainboard und der Akku auf einem Metall-Rahmen, den der Modder weiterverwenden konnte. Er muss ihn nur etwas trimmen.
  • Das neue Case für seinen »Steam Brick« hat er selbst entworfen und dann mit einem 3D-Drucker hergestellt. 
  • Danach muss die Hardware nur wieder zusammengesetzt werden und fertig!

Das Ergebnis: Weil seine neue Steam-Konsole keinen eingebauten Bildschirm besitzt, verwendet er für die Bildausgabe eine AR-Videobrille, die per USB-C verbunden ist – die Xreal Air 2 Pro. Als Controller hat er kabellos den 8bitdo Pro 2-Controller verbunden. 

Das fertige Produkt mit einigen Teilen, die entfernt wurden. (Bildquelle: Crastinator-Pro über Github) Das fertige Produkt mit einigen Teilen, die entfernt wurden. (Bildquelle: Crastinator-Pro über Github)

  • Der Steam Brick ist nur etwa ein Drittel so groß wie das Steam Deck und 24 Prozent leichter.
  • Die Akkulaufzeit mit der AR-Videobrille ist fast unverändert. 
  • Den Bildschirm wollte er nicht verbauen, weil das deutlich komplizierter gewesen wäre und er den Steam Brick gerne ohne Hülle oder Displayschutz in seinen Rucksack werfen möchte. 
  • Die genauen Maße vom Steam Brick sind 193,5 x 126,5 x 21 mm. 

Mehr zum Thema Steam Deck-Modding: Ich habe meinem Steam Deck einen Full-HD-Bildschirm spendiert – und das war noch längst nicht alles


Und jetzt seid ihr gefragt: Würdet ihr selbst so einen Mod durchführen oder es euch zutrauen? Welche Steam Deck-Mods habt ihr schon selbst ausprobiert?

Oder wärt ihr interessiert an einer offiziellen Steam-Konsole mit SteamOS? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! 

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