Eigentlich sollte Forza Horizon 6 erst am Freitag an den Start gehen: Wer die Premium Edition für 120 Euro gekauft hat, darf nämlich schon ab dem 15. Mai losfahren. Doch einige Spieler wollten offenbar nicht einmal diese paar Tage warten: Eine geleakte Version des Open-World-Rennspiels ist bereits vor Release im Netz gelandet.
Für Playground Games ist das natürlich eine Katastrophe: Das Studio hat den Leak inzwischen bestätigt und direkt eine klare Warnung hinterhergeschoben: Wer auf diese Version zugreift, muss mit franchiseweiten Bans und sogar Hardware-Bans rechnen.
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Ein YouTuber hat direkt die Höchststrafe kassiert
Besonders hart soll es bereits einen YouTuber namens DVS Squad getroffen haben, der rund 45 Minuten Gameplay aus der geleakten Version hochgeladen hatte. Demnach wurde sein Account bis zum 31. Dezember 9999 gesperrt. Das sind, grob überschlagen, knapp 8.000 Jahre.
Der entscheidende Fehler: Der Spieler soll das Video mit sichtbarem Gamertag hochgeladen haben. Damit musste Playground Games beziehungsweise Microsoft auch nicht lange Detektiv spielen.
Auch wer nichts hochlädt, soll nicht sicher sein
In der Forza-Community wird gerade heftig diskutiert, wen diese Maßnahmen überhaupt treffen können. Moderatoren im Forza-Subreddit erklärten, sie hätten von Playground Games die Bestätigung erhalten, dass nicht nur Video-Uploader betroffen sein können. Auch alle, die die geleakte oder gecrackte Version lediglich gestartet haben, sollen demnach permanente Sperren riskieren.
In den Kommentaren wird allerdings gestritten, wie gut sich das technisch überhaupt durchsetzen lässt:
- Offenbar kursieren unterschiedliche Crack-Versionen: Einige Nutzer sprechen davon, dass frühe Versionen noch eine Verbindung mit einem Microsoft-Konto voraussetzten, während spätere Varianten mit einem »Offline-Fix« arbeiten sollen.
- Bei Forza Horizon 5 soll es ebenfalls illegale Versionen gegeben haben. Laut mehreren Community-Kommentaren konnten Spieler damals sogar mit gecrackten Versionen online fahren, ohne massenhaft gebannt zu werden.
- Der große Unterschied: Diese Versionen kamen erst nach Release, und dann sind ohnehin Millionen legitime Spieler online. Vor Release sieht die Lage anders aus. Wer sich jetzt schon mit Forza Horizon 6 verbindet und dabei sein Microsoft-Konto nutzt, fällt viel stärker auf. Die Daten könnten also längst auf den Servern liegen.
- Denkbar wäre auch eine verzögerte Bannwelle: Wenn Microsoft clever vorgeht, sperren sie betroffene Accounts nicht sofort, sondern erst nach dem Launch – also genau dann, wenn sich einige Spieler, die den Leak als »Demo« nutzen wollten, vielleicht schon in Sicherheit wiegen.
Die sichere Variante ist also ziemlich simpel: Lasst die Finger vom Leak! Nicht nur, weil es illegal ist, sondern auch, weil ihr im schlimmsten Fall mehr verliert, als nur ein paar Tage ungeduldig warten zu müssen.
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Woher kam der Leak angeblich?
Zunächst machte die Vermutung die Runde, Forza Horizon 6 sei durch einen fehlerhaften Steam-Preload zu früh zugänglich geworden. Genau das bestreitet Playground Games aber ausdrücklich: Der Leak sei nicht das Ergebnis eines Preload-Problems.
Eine andere Erklärung kommt von SteamDB: Demnach sei Forza Horizon 6 sehr wahrscheinlich durch jemanden geleakt worden, der bereits frühen Zugriff auf den Build hatte – also etwa einen Gaming-Journalisten oder Content Creator.
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Gleichzeitig sei die Dateiliste bei SteamDB aufgetaucht, weil jemand den sogenannten Token Dumper der Seite genutzt habe. Ein Token Dumper ist ein Tool, mit dem SteamDB sehen kann, welche Steam-Daten für einen bestimmten Account bereits freigeschaltet sind.
Wenn also jemand mit Vorabzugang Forza Horizon 6 schon in seiner Bibliothek hatte und dieses Tool nutzte, konnten dadurch bestimmte Metadaten sichtbar werden – etwa App-IDs, Depots oder Dateilisten.
Die eigentlichen Spieldateien werden dadurch aber nicht automatisch veröffentlicht. Heißt: SteamDB wäre nach dieser Darstellung nicht die Quelle des Downloads, sondern höchstens der Ort, an dem bestimmte technische Infos sichtbar wurden. Wer den Build anschließend tatsächlich verbreitet hat, ist bislang nicht offiziell bestätigt.
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