Ja, Steam ist schon ganz cool, aber da ist immer noch Luft nach oben – zumindest, wenn es nach der GameStar-Community geht.
Wir haben euch vor ein paar Tagen gedanklich in die Lage von Valve-Gründer Gabe Newell versetzt, um herauszufinden, was der beliebten Spieleplattform eigentlich noch fehlt. Ihr habt in den Kommentaren fleißig gebrainstormt und wir tragen eure beliebtesten Antworten jetzt einfach mal zusammen!
Bis auf die Top-Antwort ist die Reihenfolge der vorgestellten Feature-Ideen übrigens völlig zufällig.
Eure Top-Antwort: Altersverifikation
Die mit Abstand am meisten genannte Funktion betrifft nicht etwa Komfort oder Personalisierung des Launchers, sondern eine Lösung für ein bürokratisches Problem. Viele von euch fordern eine offizielle Möglichkeit zur Altersverifikation, wahlweise durch eID oder einfach das Account-Alter.
So schreibt GameStar-User schwarz: »Altersverifikation. Es ist einfach ein Riesen-Mist, dass ich selbst mit einem Steam Account der älter ist als 18, in meiner Lebensmitte de-facto Zensur unterliege.«
Hintergrund ist, dass wir in Deutschland vergleichsweise strengen Regelungen zum Jugendschutz unterliegen. Seit 2023 müssen Spiele, die auf Steam angeboten werden, per Gesetz eine Alterskennzeichnung aufweisen. Das gilt nicht nur für Neuerscheinungen, sondern den gesamten Katalog.
Rabiat umgesetzt wurde diese Regelung zum 15. November 2024, mit der Folge, dass Titel ohne Alterskennzeichnung in Deutschland auf Steam nicht angezeigt werden. Ein Beispiel dafür ist das Kult-Rollenspiel Vampire: Bloodlines.
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Gegen pauschale Verbote! - So prüft die USK
Aber wie soll eine Altersverifikation das ändern? Böte Steam eine Funktion zur Feststellung des Alters seiner User an, könnte die Plattform auf eine Alterskennzeichnung verzichten. Denn ausschlaggebend ist, dass Steam aktuell als öffentlicher Raum gilt, der für Menschen aller Altersgruppen zugänglich ist – wie auch ein Laden in der Innenstadt. Die Kennzeichnung ist laut Jugendmedienstaatsvertrag in solchen Räumen Pflicht.
Mit einer rechtlich anerkannten Altersprüfung entsteht hingegen eine sogenannte »geschlossene Benutzergruppe« aus Erwachsenen. Dieser dürfen auch Spiele angeboten werden, die keine Altersfreigabe haben, indiziert sind oder Inhalte rein für Erwachsene enthalten. Dementsprechend dürften Spiele ohne Kennzeichnung auf Steam auch wieder angezeigt werden, nur eben nicht allen.
Mit eurem Wunsch nach einer Altersverifikation habt ihr zum Ausdruck gebracht, wie wichtig es euch ist, frei entscheiden zu können, welche Spiele ihr kauft. Ein solches Feature würde datenschutztechnisch nicht unkritisiert bleiben, wie das Beispiel aus Großbritannien zeigt:
Weitere Features, die ihr euch wünscht
Digitales Erbe
Laut den AGB von Steam, sind eure Accounts streng personengebunden. Selbst im Todesfall dürften sie also nicht an Angehörige vererbt werden. Das wünschen sich viele von euch anders, wie etwa DrWolfsherz.
Beim Start direkt ins Spiel
GameStar-User Flynn hat eine Idee zur Effizienz: »Ein Startparameter "-load savegame": skippt das Intro, Splash Screens und besonders ›Press x to Continue‹ und lädt automatisch den letzten Spielstart. Hab ich in Cyberpunk so gemoddet, gibt nix Besseres! Ich feiere bereits jedes Spiel, in dem man ansatzlos im Hauptmenü ist.«
Opt-Out für automatische Updates
Mehrere von euch nannten den Wunsch, selbst auswählen zu können, auf welcher Spielversion ihr eure Titel zockt. Der Benutzername schreibt etwa: »Generell freie Patch-Auswahl ohne externe Umwege und Workarounds, damit unerwünschte, aber prinzipiell optionale Updates verhindert werden können, z. B. wegen Mods.«
Automatische Updates auf Steam haben den Nachteil, dass sie regelmäßig die Funktionalität von Mods zerschießen. Aktuell könnt ihr solche Patches nur über Workarounds unterbinden, indem ihr beispielsweise an den Spieldateien auf eurem Computer rumfummelt.
»Gebrauchte« Spiellizenzen weiterverkaufen
The M-Man schlägt »Game Trading« vor, also eine Möglichkeit Lizenzen auf einer Art Marktplatz weiterzuverkaufen. Tidaltree fügt hinzu: »So ein Second Hand Ladenbereich wäre es. Es reicht, wenn man dafür Steamguthaben einfährt und so nicht wirklich sein Geld wieder rauskriegt. [...] Das wäre dann vielleicht auch eine Möglichkeit, noch an ältere Spiele zu gelangen, welche Steam nicht mehr Offiziell anbietet.«
Weitere eurer Ideen betreffen zum Beispiel Steams UI, das Reviewsystem, Spiele im Early Access und – wie konnten wir das vergessen – Half-Life 3. Wir können nur empfehlen, einfach mal selbst ein wenig in den Kommentaren herumzustöbern. Den Artikel mit der Umfrage haben wir euch ganz oben verlinkt.
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