Wenn es in negativen Bewertungen von Steam-Spielen um eine schlechte Performance geht, steht unweigerlich eine Frage im Raum: Mit welcher Hardware genau wurde der Titel gespielt?
Um die Antwort darauf zu erleichtern, findet sich in der neuen Beta-Version des Steam-Clients die Option, einer Bewertung automatisch die passenden Angaben hinzuzufügen, wie PCGH berichtet.
Eine grundsätzlich gute Idee, die uns allen wichtigen Kontext beim Blick auf Rezensionen liefern könnte – sofern man bereit ist, seine Hardware-Informationen auf diese Art mit Steam und der Community zu teilen.
Doch ich sehe nicht nur bei der Freiwilligkeit eine wichtige Einschränkung für diesen Ansatz.
Es kommt nicht nur auf die Hardware an
- Mit welcher Hardware man spielt, ist das eine. In was für einer Auflösung und mit welcher Detailstufe das andere. Außerdem kommen weitere Faktoren hinzu, die es schwer machen, die genauen Gründe für eine schlechte Performance im Einzelfall herauszufinden.
- So ist es möglich, dass ein gut optimiertes Spiel trotz potenter Hardware schlecht läuft, wenn der PC an sich Probleme macht. Etwa durch zu viele Anwendungen, die im Hintergrund laufen, überhitzende Komponenten oder stark veraltete Treiber.
- Anders herum kann ein Spiel selbst auf einem völlig aufgeräumten Rechner in bestem Zustand mit zu ihm passenden Settings schlecht laufen, wenn es bei der Optimierung hakt, der Kopierschutz Ärger verursacht oder andere Probleme vorhanden sind, die mit der eigenen Hard- und Software nichts zu tun haben.
Valve geht noch einen Schritt weiter
Gibt es viele negative Reviews aufgrund von Performance-Problemen, kann das trotz all der oben genannten Einschränkungen ein zuverlässiges Indiz dafür sein, dass es bei der Optimierung eines Spiels hakt.
Möglichkeiten für einen objektiveren Ansatz der Beurteilung liefert Valve mit einer weiteren neuen Funktion im Steam-Client: Optional können Performance-Daten von Spielen zur Analyse bereitgestellt werden. Das geschieht anonymisiert, aber im Kontext der jeweiligen Hardware.
Damit ist praktisch eine Art umfangreicher Community-Benchmark möglich, der wertvolle Daten zur Einschätzung der generellen Performance eines Spiels bereitstellen könnte.
1:00:20
Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
Allerdings sind auch dabei Einschränkungen vorhanden:
- Vorerst nutzt Valve die Funktion mit
Fokus auf Geräte mit Steam OS
, vermutlich vor dem Hintergrund von Optimierungen für die eigene Hardware wie das Steam Deck (und später die Steam Machine). - Die Performance in Spielen kann je nach Szene stark schwanken. Fließen etwa auch Daten aus kürzeren Spielesessions und in den möglicherweise technisch weniger fordernden Anfangsszenen eines Spiels mit ein, könnte das den Gesamteindruck etwas verfälschen.
Auch das mögliche Spielen mit einem FPS-Limiter müsste im besten Fall berücksichtigt werden. Warum ich euch so einen Begrenzung generell sehr empfehle, erfahrt ihr hier:
Schont eure Hardware und euren Geldbeutel! Wie und warum jeder die FPS limitieren sollte
Doch selbst, wenn abzuwarten bleibt, wie viel die neuen Funktionen am Ende wirklich ändern (und ob sie es in die offizielle Version des Steam-Clients schaffen), halte ich es für gut, dass Valve sie in der jüngsten Beta testet. Zumal sie jeweils optional sind.
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, was ihr über die neuen Funktionen des Beta-Clients von Steam denkt!

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.