Steam - SteamSpy: 2017 war das bisher erfolgreichste Jahr für Valve

Eine ausführliche Studie zerlegt Steam in interessante Zahlen. Hier die wichtigsten Erkenntnisse über das vergangene Steam-Jahr.

von Dimitry Halley,
05.04.2018 16:52 Uhr

Steam ist auf dem PC der absolute Vertriebsgigant. Die Zahlen von 2017 unterstreichen das.Steam ist auf dem PC der absolute Vertriebsgigant. Die Zahlen von 2017 unterstreichen das.

Zahlen, Zahlen, jede Menge Zahlen. Im Rahmen der GDC 2018 im Februar zerlegte der Analyst Sergey Galyonkin Steam Spy, um die interessantesten Erkenntnisse zu Valves Plattform im Hinblick aufs vergangene Jahr zu gewinnen. Und da kamen einige spannende Fakten zum Vorschein. Beispielsweise generieren 0,5 Prozent der Steam-Spiele die Hälfte des gesamten Plattformumsatzes.

Aber bevor wir zu den schillernden Erkenntnissen kommen, müssen wir erst ein paar Rahmenbedingungen zu Steam Spy erklären. Denn Statistiken sind ja immer eine komplexe Sache (außer man hat sie selbst gefälscht). Wer sich für diese Dinge nicht interessiert, scrollt einfach runter zur nächsten Zwischenüberschrift.

Die Besonderheiten von Steam Spy

Steam Spy (oder SteamSpy je nach Schreibweise) ist kein perfektes Vermessungstool. Viele Zahlen dort sind zwar äußerst akkurat, an anderer Stelle darf man die Angaben aber nicht zu ernst nehmen. Für die Studie von Sergey Galyonkin müssen deshalb folgende Einschränkungen festgehalten werden:

  • Steam Spy spuckt bei kleinen Spielen unterhalb von 30.000 Besitzern keine zu 100 Prozent exakten Benutzerdaten aus.
  • Steam Spy trackt keine tatsächlichen Verkaufszahlen. DLC-Umsätze und Mikrotransaktionen finden bei den Berechnungen nicht statt.
  • Die demographischen Daten des Tools stammen von den Benutzern selbst. Wer also ein falsches Herkunftsland angibt, verfälscht die Angaben. Viel häufiger geben Spieler allerdings überhaupt keine Heimat an. Dort wird dann auch nicht getrackt.
  • Steam Spy verfolgt nur öffentliche Profile. Laut Galyonkin sind 99,9 Prozent der Steam-Profile öffentlich.
  • Das Tool ist bei Rückerstattungen ebenfalls nicht sonderlich präzise. Das betrifft Steams Refund-Politik.
  • Man kann nicht zwischen Käufen unterscheiden, die direkt bei Steam getätigt, und solchen, die beispielsweise über Keyseller abgewickelt wurden. Auch verschenkte Spiele landen im selben Topf wie alle anderen.

So, damit hätten wir die Präambel aus dem Weg, jetzt geht's an die heißen Zahlen.

Steam im Jahr 2017

Galyonkin vergleicht die Umsätze von Steam im Jahr 2017 mit den Vorjahren, analysiert gleichzeitig den Zuwachs an Spielen und Spielenden. Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse für euch zusammen:

  • 2017 war das beste Jahr für Steam überhaupt. Mit einem Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar schlägt es 2016 (3,5 Milliarden) um eine gehörige Summe. Und da sind noch keine Mikrotransaktionen für Free2Play-Spiele, DLC-Käufe und Co. eingerechnet.
  • Man kann also schätzen, dass die Gesamtumsätze auf jeden Fall 5 Milliarden US-Dollar übersteigen.
  • 22 Prozent der aktuellen Steam-Nutzer (291 Millionen) kamen 2017 hinzu. Das ist eine erstaunlich hohe Quote, die zeigt, dass die PC-Community rapide wächst.
  • 64 Prozent der Steam-Nutzer sprechen chinesisch - oder geben zumindest Chinesisch als Standardsprache an. Nur 18 Prozent wählen Englisch.
  • Kurioserweise sind nur 20 Prozent der chinesischen Steam-Nutzer auch aktive Spieler. Die 64 Prozent der Chinesisch-Sprechenden besitzen auch lediglich 5,4 Prozent aller Steam-Spiele. Die Erklärung für diese Diskrepanzen liegt laut Galyonkin in PUBG: Viele Internetcafes installieren den Steam-Client, kaufen sich aber kein Spiel, weil das logischerweise ihre Kunden besitzen. Und abseits von PUBG sind Steam-Spiele auf dem chinesischen Markt kaum relevant.
  • Ein Steam-Nutzer aus den USA besitzt im Schnitt sechsmal so viele Spiele wie ein chinesischer Nutzer.
  • Die Top 100 der meistgekauften Steam-Spiele decken 50 Prozent aller Umsätze ab.
  • Es werden mehr Spiele als je zuvor veröffentlicht: Von den 21.406 Titeln wurden 7.696 im vergangenen Jahr released. Das sind 39 Prozent.

In der Auswertung finden sich noch weitere interessante Details, die sich für neugierige Naturen lohnen. Wir haben hier aus Übersichtsgründen nur die wichtigsten Daten aufgeführt - aber ihr könnt euch natürlich selbst ans Stöbern begeben. Wichtig nur: Es handelt sich hier nicht um offizielle Zahlen, sondern um Schätzungen. Die exakten Zahlen können abweichen.

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