Willkommen zu einer neuen Runde GameStar nach Feierabend! Für unsere heutige Wochenendunterhaltung haben wir ein wildes Programm für euch geschnürt. Den Anfang macht ein kurioser Steam-Tipp aus Deutschland, der Roguelike mit Escape-Room und ekligen Pilzinfektionen mischt. Wer danach lieber passiv auf der Couch mitfiebert, bekommt auf WOW einen brillanten Auftragskiller-Thriller serviert und darf den Abend auf Netflix mit snackbarem, japanischem Grusel ausklingen lassen.
Teilt eure Geheimtipps wie immer sehr gerne mit uns in den Kommentaren!
Steam-Tipp: Moldrise
Für Fans von: Horror, Escape Rooms, Indie-Devs aus Deutschland
0:45
Moldrise: In diesem Horrorspiel aus Deutschland treibt euch ein hartnäckiger Fußpilz in den Wahnsinn
Genre: Horror/Roguelike/Rätsel | Entwickler: Raffaele Picca | Publisher: Raffaele Picca | Release: 20. Juli 2026 | Preis: 12 Euro | Deutsche Sprachausgabe: Nein
Natalie: Moldrise wurde beim Showcase »Games Composed in Germany« vorgestellt und hat mich direkt mit seiner düsteren Atmosphäre und dem trübseligen Grafikstil in seinen Bann gezogen. Die Prämisse des etwa 2-3 Stunden langen Spielchens ist simpel und ein bisschen ulkig: Ich habe mir einen fiesen Fußpilz eingefangen, der in mir den unstillbaren Drang hervorruft, aufs Dach meines Wohnhauses zu klettern. Ich kann aber natürlich nicht einfach nur die Treppen hochlaufen, weil zerstörte Treppenstufen, verschlossene Türen und ein kaputter Aufzug sich mir in den Weg stellen.
Also muss ich mit meinen Nachbarn sprechen – allein das ist ein Alptraum!! Meine Nachbarn geben mir kleine Quests, für die ich dann nützliche Informationen oder Items bekomme. Denn ich muss auch auf meinen Hunger, Durst und die Infektion achten. Steigt eins der Bedürfnisse auf Maximum, sterbe ich und der Run ist vorbei.
Moldrise ist im Kern ein kleiner Escape Room mit Roguelike-Elementen. Ich muss zwar nach meinem Tod wieder komplett von vorne anfangen, kann aber durch das gesammelte Wissen große Teile überspringen und so schneller zur Lösung gelangen. Beispielsweise verkaufe ich an einer Stelle ein wichtiges Item, das ich dann 20 Stockwerke höher unbedingt brauche. In einem neuen Anlauf würde ich dieses Item also nicht nochmal aufgeben.
Moldrise war ein schöner Knobel-Horror für den Feierabend und ich hoffe, dass wir noch mehr solcher kreativer Horror- und Indie-Titel aus Deutschland sehen!
Serien-Tipp: The Day of the Jackal
Für Fans von: Auftragskillern, Action, Intrigen
2:09
The Day of the Jackal: Im ersten Trailer enthüllt die neue Thriller-Serie prominente Gesichter
Genre: Thriller | Serienstart: 2024 | Staffeln: 1 | Wo streamen? WOW
Mary: Ich bin ja normalerweise nicht so der Serien-Fan, aber mit einer guten Geschichte über Auftragskiller, Geheimdienste und Intrigen kriegt man mich dann doch an den Fernseher gefesselt.
In The Day of the Jackal folgen wir dem Leben zweier Gegenspieler: Dem Auftragskiller The Jackal (Eddie Redmayne) und der MI6-Agentin und Schusswaffenexpertin Bianca Pullman (Lashana Lynch), welche zum ersten Mal auf den Schakal aufmerksam wird, als dieser einen deutschen Politiker in München aus 3.800 Metern Entfernung erschießt und damit den Weltrekord des längsten Scharfschützen-Schusses bricht.
Auf Druck des deutschen Geheimdienstes hin, übernimmt das britische Pendant MI6 die Ermittlungen und stößt schnell auf die Möglichkeit, dass der Todesschütze ein Landsmann sein könnte. Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel, das immer wieder von Rückschlägen und Wendungen auf beiden Seiten aufgerüttelt wird.
Das Spannende an The Day of the Jackal ist aber nicht nur die wirklich Wendungsreiche Story, sondern auch die Ausschnitte des Privatlebens beider Partein. Während Bianca immer wieder ihre Familie für ihre Geheimdienstarbeit zurückgestellt, kennt die Ehefrau des Schakals nicht mal seinen richtigen Namen. Dass all das im Laufe der Serie so seine Problemchen mit sich bringt, muss ich euch vermutlich nicht sagen.
Im Gegensatz zu John Wick und James Bond kommt The Day of the Jackal übrigens größtenteils ohne übertriebene Actionszenen aus und orientiert sich eher an cleverer Spionagearbeit und minutiöser Vorbereitung. Gerade das macht die Serie so unglaublich spannend.
Serien-Tipp: Junji Ito Maniac: Japanese Tales of the Macabre
Für Fans von: Horror, Animes, Mystery, Unabhängigen Folgen
Genre: Horror | Serienstart: 2023 | Staffeln: 1 | Wo streamen? Netflix
Magdalena: Ich bin schon lange Fan der Horrorfiguren des Mangakünstlers Junji Ito. Seine Figur Tomie ziert schon seit mehreren Monaten meinen Handyhintergrund. Weil ich mich endlich intensiver mit seinem Werk beschäftigen wollte, habe ich mir die Serie Junji Ito Maniac: Japanese Tales of the Macabre auf Netflix angeschaut.
In jeder Folge erzählt die Serie ein bis zwei Geschichten rund um seine Monster, jeweils in etwa 25 Minuten. Das macht sie zum perfekten Feierabend-Entertainment. Da sich jede Folge einem anderen Monster widmet, kann man auch ganz entspannt zur nächsten Episode springen, wenn einen eine Geschichte mal nicht so packt. Kurz gesagt: schöner, snackbarer Content ohne große Verpflichtung.
Obwohl ich vorher weder einen Anime gesehen noch einen Manga gelesen hatte, hat mich die Serie komplett abgeholt. Die skurrilen Geschichten, das Design der Monster und der angenehm dosierte Einsatz von Horrorelementen haben dafür gesorgt, dass ich abends richtig gut abschalten konnte. Die Serie hat definitiv Lust auf mehr gemacht und ich spiele inzwischen ernsthaft mit dem Gedanken, auch einem Junji-Ito-Manga eine Chance zu geben.
Falls ihr euch die Serie ebenfalls auf Netflix anschaut, solltet ihr die Folgen 3, 8 und 9 auf keinen Fall skippen. Vor allem die Kurzgeschichte »Schichten des Schreckens« aus Folge 8 hat mich nachhaltig beeindruckt. Sogar so sehr, dass ich selbst Wochen nach dem Schauen der Folge immer noch daran denke.
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