Vor 13 Jahren verließ uns Steve Jobs: Er erweckte nicht nur das iPhone zum Leben, sondern auch einen der wichtigsten Animationsfilme aller Zeiten

Wusstet ihr, dass Steve Jobs der Executive Producer von Toy Story war?

Ohne den iPhone-Pionier hätte es »Toy Story« nicht gegeben. (Bild: Disney, Albert Watson) Ohne den iPhone-Pionier hätte es »Toy Story« nicht gegeben. (Bild: Disney, Albert Watson)

Vor 13 Jahren verließ uns Steve Jobs, doch sein Einfluss bleibt allgegenwärtig. Klar, ihr kennt ihn als den Visionär hinter dem iPhone, aber wusstet ihr, dass er auch eine entscheidende Rolle in der Welt der Animationsfilme spielte? Ja, ohne Steve Jobs wäre »Toy Story«, einer der wichtigsten Animationsfilme in der Geschichte, vielleicht nie zum Leben erweckt worden. Wie kam es dazu? 

Jobs verlässt Apple und kauft Pixar

Es begann alles mit einer mutigen Entscheidung. Im Jahr 1986, ein Jahr nachdem er Apple Inc. verlassen und NeXT Computer gegründet hatte, kaufte Jobs die Computergraphics-Abteilung von Lucasfilm für zehn Millionen US-Dollar und benannte sie um: Pixar Animation Studios. 

Das war ein riskanter Schritt, aber Jobs sah das Potenzial in der kleinen Gruppe von kreativen Köpfen, die einst unter George Lucas tätig waren. 

Pixar war damals, wie heute, ein Mix aus Technikern und Künstlern, die davon träumten, computeranimierte Filme zu schaffen. Doch da die Technologie noch nicht so weit war, konzentrierte sich Jobs zunächst auf marktfähige Produkte.

Pixar als Hardware-Hersteller

Eines der ersten Produkte war der Pixar Image Computer, der beeindruckende hochauflösende Bilder zu einem ebenso beeindruckenden Preis von 135.000 US-Dollar erzeugte. Zwar zeigten Krankenhäuser und Geheimdienste Interesse, doch es wurden nur etwa 100 Einheiten verkauft. 

Der Pixar Image Computer sah aus wie ein Safe. Der Pixar Image Computer sah aus wie ein Safe.

Pixar erzielte größeren Erfolg zusammen mit Disney, als sie das »Computer Animation Production System« (CAPS) entwickelten. Dieses System machte es möglich, Animationen ohne handgezeichnete Bilder zu erstellen und ermöglichte somit beeindruckende visuelle Effekte.

Als »Bernard und Bianca im Känguruland« 1990 in die Kinos kam, hatte Disney vollständig auf digital umgestellt. Ein weiterer Durchbruch war das Pixar-System »RenderMan«, das für bahnbrechende visuelle Effekte in Filmen wie »The Abyss« (1989) und »Terminator 2« (1991) verantwortlich war.

Jobs erkannte, dass die Zukunft von Pixar in der Software und in den Geschichten lag, die das Unternehmen erzählen konnte. Er beschloss, die Hardware-Abteilung aufzugeben und sich ganz auf die Produktion von Animationsfilmen zu konzentrieren. 

Eine Entscheidung, die sich spätestens 1991 als goldrichtig erweisen sollte. 

Die Veröffentlichung von Toy Story

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1995 kam der große Durchbruch: »Toy Story« wurde der erste vollständig computeranimierte Spielfilm und ein riesiger Erfolg. Plötzlich war Pixar in aller Munde, und die Welt der Animation hatte sich für immer verändert. 

  • Pionierarbeit in Animation: Toy Story war der erste vollständig computeranimierte Spielfilm und setzte neue Maßstäbe in der Filmindustrie.
  • Pixars Durchbruch: Der Film markierte den Beginn von Pixars Aufstieg als führendes Animationsstudio und etablierte seine Partnerschaft mit Disney.
  • Kultige Charaktere: Figuren wie Woody und Buzz Lightyear wurden ikonische Charaktere, die in zahlreichen Fortsetzungen und Merchandise-Produkten weiterleben.
  • Kritischer und kommerzieller Erfolg: »Toy Story« erhielt weltweite Anerkennung von Kritikern und war ein Kassenschlager, was den Weg für weitere CGI-Filme ebnete.
  • Innovatives Storytelling: Der Film wurde für seinen kreativen Ansatz gelobt, indem er Spielzeug als lebendige Charaktere darstellte und eine emotionale, nachvollziehbare Geschichte erzählte.

Bei Toy Story wurde Steve Jobs als Executive Producer in den Credits aufgelistet. Obwohl er später kaum bis gar nicht an Pixar-Produktionen beteiligt war, wird er oft unter »Besonderer Dank« im Abspann von Pixars Filmen genannt.

Der Verkauf von Pixar

2006 verkaufte Jobs Pixar an Disney für satte 7,4 Milliarden US-Dollar in Aktien. Damit wurde er der größte Einzelaktionär von Disney. 

Nur ein Jahr später sollte Jobs wieder Geschichte schreiben: die Veröffentlichung des ersten iPhones. 


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Das Vermächtnis von Steve Jobs

Steve Jobs hat die Welt nicht nur mit seinen technologischen Innovationen wie dem iPhone und dem iPad verändert, sondern auch die Welt der Animationsfilme. Der Einfluss von Toy Story ist heute unbestreitbar und auch das Smartphone ist heute nicht mehr wegzudenken. 

Obwohl der größte Dank an die kreativen Köpfe bei Pixar geht, hätte es den ersten vollständig computeranimierten Spielfilm ohne Steve Jobs nicht gegeben. Somit hauchte er nicht nur Smartphones, sondern auch Buzz Lightyear und Woody Leben ein.

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