So habe ich meine Streaming-Abos drastisch reduziert und spare fast 50 Euro im Monat

Vom Sammelcharme zum Kostenposten: Meine Streaming-Abos waren viel zu teuer. So habe ich sie auf das reduziert, was ich wirklich brauche.

Streaming-Abos sind gekommen, um zu bleiben. Doch die Preise können sich ganz schön läppern. (Quelle: Adobe Stock - Celt Studio) Streaming-Abos sind gekommen, um zu bleiben. Doch die Preise können sich ganz schön läppern. (Quelle: Adobe Stock - Celt Studio)

Es hat schleichend angefangen ... mit der Serie Tiger King auf Netflix. Die absurde Doku überzeugte mich, Netflix fest in meine monatlichen Ausgaben einzuplanen. Amazon Prime hatte ich da schon, hauptsächlich wegen der schnellen Lieferungen. Disney Plus kam irgendwann als dritter Anbieter hinzu, später dann auch noch AppleTV, CrunchyRoll, Mubi und Paramount Plus.

Insgesamt haben sich so etwas mehr als 55 Euro im Monat eingeschlichen, was sich auf ein Jahresbudget von rund 670 Euro nur für Streaming-Dienste summierte.

Vor einiger Zeit war deshalb für mich klar: Es muss sich etwas ändern. Inzwischen habe ich meine Abos drastisch reduziert und zahle nur noch knapp 16 Euro im Monat.

Reduziert habe ich die Abos dabei in drei Schritten. Keiner davon ist ein Hexenwerk. Gerade, wenn man den Wald vor Abo-Bäumen nicht mehr sieht und gar nicht weiß, wo man anfangen soll, können sie aber weiterhelfen.

Schritt 1: Wie viel zahle ich für meine Streaming-Dienste?

Macht eine Kostenübersicht, in der ihr alle aktiven Abos findet und kündigt, was ihr nicht nutzt

Mehrere Preisanpassungen, neue Anbieter auf dem Markt und plötzlich geht das Password-Sharing nicht mehr. Dadurch läppern sich nicht nur die Kosten für Streaming-Dienste, man verliert auch schnell den Überblick. Dem setzt die Krone auf, dass gestiegene Preise oft unauffällig per E-Mail angekündigt werden oder nur ein schnelles Einverständnis in der App erfordern, was leicht übersehen werden kann.

Macht euch daher am besten einen Überblick über eure laufenden Kosten. Ja, das klingt spießig. Es führt euch aber auch knallhart vor Augen, wie viel ihr für etwas ausgebt, das ihr gar nicht so oft nutzt. Das könnt ihr entweder analog auf einem Zettel oder digital per Excel-Tabelle machen – oder ihr greift auf eine App-Lösung zurück, wie etwa Finanzguru

Abo-Preise bei Streaming-Diensten

Streaming-DienstKosten pro Monat
NetflixBasic mit Werbung: 5 Euro
Premium: 14 Euro
Max: 20 Euro
Disney+ Standard mit Werbung: 6 Euro
Standard: 9 Euro
Premium: 12 Euro
Amazon PrimePrime Student: 4,50 Euro
Prime Abo (Prime Video mit Werbung): 9 Euro
Prime ohne Werbung: zzgl. 3 Euro
CrunchyRollFan: 8 Euro
Mega Fan: 10 Euro
Apple TV10 Euro
Sky min. 27,50 Euro (je nach Paket mehr)
Mubi19 Euro
Paramount+8 Euro
RTL+Basic: 6 Euro
Premium: 9 Euro
Max: 13 Euro
Preise zum Stand der Veröffentlichung (30. September 2024)

Schritt 2: Muss es immer das teuerste Abo sein?

Reduziert, was euch momentan nicht genug Mehrwert bietet. 

Manchmal müsst ihr nicht komplett kündigen. Prüft, ob ihr nicht doch auf einen günstigeren Tarif umstellen könnt. Der Wechsel von Netflix Premium auf Netflix Standard mit Werbung beispielsweise spart euch rund 13 Euro im Monat.

  • Nutzt ihr die Download-Funktion vieler Premium-Abos wirklich, um Inhalte flexibel herunterzuladen und von unterwegs zu schauen?
  • Nutzt ihr Synergien bei Diensten? Ein Prime-Abo bietet euch aktuell etwa nicht nur Zugang zu Prime Video, sondern auch zur Bibliothek von Amazon Music, unbegrenztem Fotospeicherplatz, und mehr.

Große Unterschiede bei Netflix: Es lohnt sich der Blick auf die Preisübersicht der Anbieter, ob ihr ein günstigeres Angebot verwenden könnt. Große Unterschiede bei Netflix: Es lohnt sich der Blick auf die Preisübersicht der Anbieter, ob ihr ein günstigeres Angebot verwenden könnt.

Schritt 3: Planen und Bündeln

Sammelt Inhalte von einer Plattform über einige Zeit, um sie dann in einem Monats- oder Probeabo auf einmal zu schauen.

Welcher Anbieter sich für euch als dauerhaftes Abo lohnt, hängt natürlich von eurer Präferenz ab: Sucht ihr regelmäßig neue Netflix-Serien zum Durchbingen, Kritikerlieblinge bei AppleTV oder interessieren euch vor allem Disney-Franchises von Marvel und Star Wars?

Geld sparen könnt ihr vor allem dann, wenn euch nur ausgewählte Serien oder Filme eines Anbieters interessieren. Dann könnt ihr erst einmal spannende Titel sammeln und die innerhalb eines Monats- oder sogar Probeabos weggucken.

Um den Überblick über die Angebote verschiedener Plattformen zu behalten, lohnen sich häufig Plattformen wie Wer streamt es? Die zeigen euch, wer welche Inhalte anbietet.

Wer streamed es? Gibt euch einen guten Überblick darüber, welche Plattform welche Serie anbietet. Hier am Beispiel des Films The Kings Speech. Wer streamed es? Gibt euch einen guten Überblick darüber, welche Plattform welche Serie anbietet. Hier am Beispiel des Films "The King's Speech".

Schritt 4, 5, 6 ...: Die vielen kleinen Dinge

Neben den drei großen Tipps kann es je nach Person noch mehrere kleine Stellschrauben geben, wie ihr die Kosten für eure Abos reduzieren könnt:

Eure Abos bündeln: Einige Anbieter bieten Kombi-Pakete an, die mehrere Dienste in einem günstigeren Paket vereinen. Zum Beispiel bietet Sky in Kombination mit Netflix einen vergünstigten Preis an. Prüft, ob solche Bundles für euch sinnvoll sein können – aber lasst euch keine neuen Abos aufschwatzen, die ihr dann gar nicht nutzt.

Familien- und Gemeinschafts-Abos nutzen: Viele Streaming-Dienste bieten Familienpläne an, die es ermöglichen, Kosten innerhalb eines Haushalts zu teilen. Dabei müsst ihr darauf achten, dass alle Nutzer im selben Haushalt sind, da viele Anbieter eine gemeinsame Nutzung nur über dieselbe IP-Adresse zulassen.

Abonnement anpassen: Einige Dienste bieten ein günstigeres Jahresabo an, statt eines Monatskontos. Wenn ihr den Dienst also wirklich mögt, kann euch das über das Jahr hinweg oft einen signifikanten Betrag sparen.

Auf kostenlose Alternativen setzen: Plattformen wie YouTube, Amazon Freevee und Joyn erlauben euch einen Gratis-Zugang zu Inhalten. Ihr müsst euch dafür allerdings an die Werbung gewöhnen, die euch oft und viel gezeigt wird. 

Nutzt Studi-Angebote, wenn ihr könnt: Amazon, Maxdome oder auch die Telekom bieten euch günstigere Konditionen, wenn ihr studiert. Prüft also, ob ihr einen Anspruch auf diese Modelle habt. 

Oder ihr macht es wie Mathias und verwendet Netflix, um nebenbei noch eine Sprache zu lernen. Das spart euch keinen Cent – aber dafür könnt ihr eurem Gewissen das Abo als Weiterbildung verkaufen:

Jetzt seid ihr an der Reihe! Ist euch selbst irgendwann klargeworden, dass ihr zu viel Geld für Streamingdienste ausgebt? Konntet ihr eure Ausgaben reduzieren – oder habt es bisher vor euch hergeschoben? Habt ihr dabei noch andere Schritte oder Tipps gefunden, die weiterhelfen? Teilt sie gerne in den Kommentaren mit der Community!

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