Ein junger Student war so ratlos, dass er dem Mitbegründer von Google einen verzweifelten Brief schrieb und um Rat fragte. Heute leitet er Android

Es geht um Sameer Samat, der damals ein eigenes Unternehmen gegründet hat. Inzwischen nimmt er eine hohe Führungsposition bei Google ein.

Samat ist mittlerweile 47 Jahre alt. Als er die Mail an Sergey Brin geschrieben hat, war er noch 21 Jahre jung. Samat ist mittlerweile 47 Jahre alt. Als er die Mail an Sergey Brin geschrieben hat, war er noch 21 Jahre jung.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die unser Leben nachhaltig beeinflussen. Beispielsweise eine um 3 Uhr nachts geschriebene E-Mail.

Was heute ganz normal klingt (mal abgesehen von der Uhrzeit), war im Jahr 1999 noch deutlich weniger selbstverständlich. Und dann sprechen wir in diesem Fall auch noch von einer Nachricht an niemand Geringeren als Sergey Brin, einen der Gründer von Google.

Geschrieben hat sie damals Sameer Samat, der heute Googles Android-Abteilung leitet. Von den Geschehnissen berichtete unlängst der Business Insider.

Doch was genau hatte es mit der Mail auf sich?


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Von Gründer zu Gründer

  • Samat war 1999 selbst Mitbegründer eines Unternehmens, genauer gesagt der Firma Mohomine. Sie beschäftigte sich schon damals mit KI beziehungsweise mit dem maschinellen Lernen.
  • Sein Problem: Die anderen Gründer wollten lieber ihre Uni-Bildung fortführen, als sich voll und ganz dem neuen Unternehmen zu widmen. Deshalb wendete sich Samat an Sergey Brin, der 1997 zu den Gründern von Google zählte.
  • Er kannte Brin zwar nicht persönlich, aber seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen, und er schätzte ihn und sein Unternehmen sehr.

Damals hatte der Name Google längst noch nicht die Tragweite von heute. Im Gegensatz zu Samats Unternehmen lag die besonders kritische Zeit frisch nach der Gründung aber bereits ein gutes Stück hinter der Firma, die noch dazu in einem ähnlichen Bereich tätig war wie Mohomine.

Samats Frage an Brin lautete: Was würdest du in dieser Situation tun? Ich bin mir sicher, dass du auch mit dieser Entscheidung bezüglich der Graduiertenschule zu kämpfen hattest.

Die Antwort folgte auf dem Fuße

Brin antwortete laut Samat innerhalb kürzester Zeit. Neben der Bestätigung, dass er sein Problem kennt, lud er Samat außerdem in die Büros von Google ein.

Daraus wurden letztlich ein Bewerbungsgespräch und ein Jobangebot für Samat – das er abgelehnt hat. Er wollte sich weiter auf seine eigene Firma konzentrieren und seine Mitbegründer nicht im Stich lassen.

  • Durch Brin hergestellte Kontakte ermöglichten die Finanzierung seines Unternehmens, das Samat im Jahr 2003 an Kofax verkaufte.
  • Fünf Jahre später folgte seine erste Anstellung bei Google. Er verließ das Unternehmen 2015 kurzzeitig wieder, doch der neue CEO Sundar Pichai rief ihn nach seiner Ernennung im selben Jahr an, um Samat davon zu überzeugen, zurückzukehren.
  • Samat nahm das Angebot an. Heute leitet er die Android-Abteilung von Google. Rückblickend sagt er dazu im Business Insider:

Als er mich fragte, ob ich zurückkommen und mit ihm an Android und Google Play arbeiten wolle, war die Entscheidung leicht. Das war ein Anruf, den man im Leben nicht oft bekommt.

Das erste Handy mit Android erschien im Jahr 2008. Der weltweite Marktanteil des mobilen Betriebssystems liegt aktuell im Bereich von 70 bis 75 Prozent.

Google hat sich ungefähr im Jahr 2000 als beliebteste Suchmaschine durchgesetzt. Der Börsengang des Unternehmens erfolgte 2004 zu einem Wert von knapp 2,5 Dollar. Inzwischen liegt der Kurs ungefähr 100 Mal höher.

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