Suunto Vertical 2 im Test: Wenn ihr 2026 eine hervorragende Smartwatch sucht, ist hier eine klare Empfehlung

Suunto hat eine große Schwäche des Vorgängers in den Griff bekommen.

Die Suunto Vertical 2 gehört zurecht zu den besten Outdoor-Smartwatches derzeit. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Die Suunto Vertical 2 gehört zurecht zu den besten Outdoor-Smartwatches derzeit. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Was war ich auf die Suunto Vertical 2 gespannt. Schon der Vorgänger überzeugte am Handgelenk. Bis auf wenige Schwächen hatte ich an der ersten Vertical wenig auszusetzen.

Und die zweite Generation hat mich nicht enttäuscht! Denn meine kleinen Sorgen bleiben unbegründet: Der Hersteller hat das Problem mit der Herzfrequenzmessung in den Griff bekommen.

Zwar muss man auf das schicke Solar-Display verzichten, aber das gelungene Gesamtpaket macht diesen kleinen Abstrich wieder wett.

Transparenzhinweis: Suunto hat mir die Vertical 2 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht

Akku-Tipp
Suunto Vertical 2
Suunto Vertical 2
Die zweite Generation der Suunto Vertical ist gelungen. Wie ihr Vorgängermodell überzeugt die Smartwatch mit beeindruckender Akkulaufzeit, hohem Tragekomfort, vielen Funktionen und einer tollen Routen-Navigation. Leider patzt der Hersteller bei der Steuerung und der Schrittmessung. Wenn ihr zudem auf einen vielfältigen App Store sowie das Bezahlen per Uhr verzichten könnt, erhaltet ihr eine hervorragende Sportuhr.
  • Großartige Akkulaufzeit
  • Genaue Herzfrequenzmessung
  • Tolle Routennavigation
  • Großer Funktionsumfang
  • Äußerst hoher Tragekomfort
  • Misst zu viele Schritte
  • Teils hakelige Steuerung
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Wissenswertes zum Test
Inhaltsverzeichnis
Spezifikationen

KategorieSpezifikation
Display1,5 Zoll, AMOLED LTPO, 466 × 466 Pixel, bis 2.000 nits Helligkeit​
BedienungTouchscreen + 3 Tasten​
GehäusevariantenEdelstahl (etwa 87 Gramm) oder Titan (etwa 74 Gramm), Lünette aus Stahl/Titan​
GlasSaphirglas​
Armbandbreite22 Millimeter
Wasser­schutz100 Meter Wasserdichtigkeit​
GPS/GNSSDual‑Band GNSS (L1 + L5), Multi‑GNSS
NavigationVollfarb‑Offline‑Karten, Climb Guidance, Snap‑to‑Route, POIs, Heatmaps​
SensorenOptische Herzfrequenz, Barometer, Kompass, SpO2, HRV, Temperatur​
Sportprofile115+ Sportmodi
Besondere FeaturesIntegrierte LED‑Taschenlampe (weiß & rot), Always‑On‑Display, AI‑Coach
Speicher32 GByte
Akku GPSBis zu 65 h im Performance‑Modus (Dualband‑GNSS)​
Akku Tour/UltraBis zu 200–250 Stunden im Tour‑/Economy‑Modus​
Akku AlltagCa. 20 Tage Smartwatch‑Nutzung, bis 30–45 Tage im sparsamen Modus​
KonnektivitätBluetooth, Kopplung mit Suunto App, Partner‑Apps (zum Beispiel Strava, Komoot)​
Aktivität 24/7Schritte, Kalorien, HF im Alltag, HRV, Stress/Recovery, Ressourcen​
SchlaftrackingDauer, Schlafphasen, HF/HRV, Qualität, Wachzeiten​
TemperaturbereichBetrieb −20 °C bis +55 °C​

So habe ich getestet

Herzfrequenz: Alle getesteten Wearables trage ich beim Sport zusammen mit dem Polar H10-Brustgurt, um einen möglichst genauen Referenzwert zu erhalten.

Die Workouts werden im Test mindestens dreimal, meistens aber häufiger durchgeführt, um Abweichungen besser dokumentieren zu können.

Schlaftracking: Jedes Wearable wird während des Schlafs zusammen mit anderen Geräten getragen, die in der Regel eine zuverlässige Schlafmessung bieten und im besten Fall klinisch validiert sind (wie etwa die Apple Watch oder der Oura Ring 4).

Ein Schlaflabor kann nicht als Referenz herangezogen werden. Ich kann aber feststellen, ob ein Wearable beim Tracking in der Schlaflänge und den Schlafphasen von den Referenzmustern abweicht und so einen Trend erkennen.

Schritte: Mit dem Omron Walking Style IV wird eine Gesamtstrecke von 2000 Metern gemessen. Diese Strecke wird mit jedem Wearable zurückgelegt und die Abweichung des Wearables von den tatsächlichen Schritten überprüft. Da einige Smartwatches mittlerweile eine minimale Abweichung von den tatsächlichen Schritten aufweisen, wird dies nur bei großen Abweichungen erwähnt.

Suunto Vertical 2: Design und Verarbeitung

Optisch und verarbeitungstechnisch hat sich nicht viel getan, das heißt: Die Suunto Vertical 2 besticht wie ihr Vorgänger mit einer enorm hochwertigen Verarbeitung.

Das Armband schmiegt sich wunderbar an die Haut an und gehört für mich zu den bequemsten Silikonarmbändern auf dem Smartwatch-Markt. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts nehme ich die Uhr am Handgelenk kaum wahr.

Hier hat Suunto ganze Arbeit geleistet.

Wie eingangs erwähnt, verabschiedet sich der Hersteller vom Solar-Display und setzt stattdessen auf ein herkömmliches OLED-Display mit einer Größe von 1,5 Zoll.

Der runde Bildschirm ist mit einer Spitzenhelligkeit von 2000 Nits sehr hell. Bei direktem Sonnenlicht muss man keinen Schattenplatz aufsuchen, um Informationen abzulesen.

Die Seitentasten drücken sich angenehm satt und haben genug Widerstand, um nicht versehentlich gedrückt zu werden. Leider ist die Steuerung der Smartwatch unglücklich gestaltet – zumindest in meinen Augen.

  • Mit den beiden Seitentasten navigiere ich durch das Menü nach oben und unten. Keine dieser Tasten führt beim Gedrückthalten zum Zifferblatt zurück.
  • Wenn ihr zum Start zurück möchtet, müsst ihr euch einmal durch das ganze Menü wischen. Oder ihr haltet die mittlere Taste gedrückt, um einen einzigen Schritt zurückzugehen. Nervig.

Die Seitenasten helfen mir beim Navigieren nicht wirklich. Ich habe mich auf die Touchsteuerung umgewöhnt. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Die Seitenasten helfen mir beim Navigieren nicht wirklich. Ich habe mich auf die Touchsteuerung umgewöhnt. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Anderes Beispiel für die seltsame Bedienung: Die integrierte LED-Taschenlampe ist als Shortcut auf die obere Taste gesetzt. Halte ich diese gedrückt, öffnet sich das Menü und die Lampe schaltet sich ein

Dieser Shortcut funktioniert leider nur im »Uhrenmodus«. Während einer Aktivität muss ich mich durch das Menü quälen.

Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr über die Integration einer LED-Taschenlampe. Meiner Meinung nach findet dieses oft unterschätzte Feature bei Smartwatches noch wenig Anklang.

Dabei ist diese Funktion im Alltag überaus praktisch und beim Laufen kann man damit besser auf sich aufmerksam machen.

Suunto Vertical 2: Im Praxistest glänzt die Smartwatch

Die Steuerung mag ihre Eigenheiten haben, aber auf der Laufstrecke glänzt die Suunto Vertical 2 – was habe ich mich gefreut!

Die erste Generation patzte sporadisch, und die Unterschiede zum Brustgurt waren oftmals deutlich. Davon fehlt beim zweiten Wurf des Herstellers jede Spur.

Die Suunto Vertical 2 liefert oft die gleichen Ergebnisse wie der Polar-Brustgurt. Nur sehr selten liegt die Uhr einen oder zwei Herzschläge daneben. Damit hat der Hersteller einen Kritikpunkt des Vorgängermodells ausgeräumt.

Herzfrequenzmessung
Messung #1

SmartwatchSchnittMax
Suunto167186
H10166186

Messung #2

SmartwatchSchnittMax
Suunto167184
H10169185

Messung #3 (mit Grafik)

SmartwatchSchnittMax
Suunto165181
H10165181
Polar H10 Suunto Vertical Polar H10 Suunto Vertical

Warum ein Brustgurt als Referenz?

Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz gilt als Goldstandard und bietet gegenüber anderen Methoden wie der optischen Pulsmessung am Handgelenk entscheidende Vorteile.

Brustgurte messen die elektrischen Signale des Herzens direkt, was potenziell zu wesentlich genaueren Herzfrequenzmessungen führt. Externe Faktoren wie Hautfarbe, Haarbewuchs oder Passform des Geräts beeinflussen zudem die Messung mit einem Brustgurt weniger.

Die Auswertung der Daten in der App selbst kann sich mehr als sehen lassen. Wo soll ich anfangen?

  • Die App zeigt mir an, welchen Nutzen das Training hatte und wie lange mein Körper sich davon erholen muss. Für einen Laien sind das keine unwichtigen Informationen. Natürlich sollte dies nur als weiterer Indikator angesehen werden. Es geht nichts über das eigene Körpergefühl.
  • Dank Dual-Frequenz-GPS wird die exakte Laufstrecke aufgezeichnet. Diese kann sogar in der Software abgespielt und »nachgelaufen« werden. Dabei werden das Tempo, die Herzfrequenz und die Herzfrequenzzone in Echtzeit eingeblendet. Sehr praktisch!
  • Selbstverständlich enthält die Auswertung alle weiteren wichtigen Informationen wie Pace, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Leistung und vieles mehr.

Sport #1 Nach dem Workout erwartet euch in der App eine detaillierte Analyse. Hier bleiben kaum Wünsche offen.

Sport #2 Eine der coolsten Funktionen der Smartwatch ist, dass ihr die Strecke in der App abspielen lassen könnt. Das kenne ich von keiner anderen Smartwatch.

Ein Beinchen stellt euch die Uhr aber weiterhin bei den Schritten. Zwar wurde auch das in der zweiten Generation verbessert, es bleibt aber weiterhin hinter der Konkurrenz zurück.

Omron Walking Style IVSuunto Vertical 2
Schritte20032211

Selbst ohne objektiven Vergleich kommt mir die Anzahl der Schritte auf dem Zähler fast immer zu hoch vor. Seit dreieinhalb Jahren arbeite ich im Home Office für GameStar und trage dabei eine Smartwatch.

Ich weiß, wie viele Schritte ich pro Tag ungefähr laufe, wenn ich keine Aktivitäten ausübe. Spoiler: nicht viele. Die Suunto Vertical 2 überschätzt die Schrittzahl dabei fast immer. Hier besteht weiterhin Nachholbedarf.

Outdoor: Der Garmin Fenix 8 auf den Fersen

Die Navigation auf der Uhr ist hervorragend und wunderbar abzulesen. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Die Navigation auf der Uhr ist hervorragend und wunderbar abzulesen. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Die Vertical 2 ist eine Outdoor-Smartwatch und verfügt über eine Offline-Karten-Funktion. Vor euren Abenteuern müsst ihr die Karten in jedem Fall herunterladen. Die Uhr braucht dafür nämlich Strom und es dauert seine Zeit (knapp über 30 Minuten für ein Bundesland).

Wenn ihr eine bestimmte Route gehen möchtet, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Ihr zeichnet die Route selbst in der App. Das funktioniert sehr einfach und schnell. Punkte setzen, speichern und losgehen!
  • Durch das Hochladen einer GPX-Datei wird eine Route in die App geladen und mit der Smartwatch synchronisiert.
  • Das Einbinden von Komoot oder Strava ist ebenfalls möglich.

Eine eigene Route ist schnell erstellt und das Ganze funktioniert ziemlich intuitiv. Eine eigene Route ist schnell erstellt und das Ganze funktioniert ziemlich intuitiv.

Die Navigation auf der Uhr ist dank detaillierter Offline-Karten und der exakten und schnellen Positionsbestimmung hervorragend. Hinweise zum Abbiegen werden punktgenau eingeblendet und dank des Höhenprofils teilt die Uhr mit, wie lange es bergauf oder bergab geht.

Das sind Details, die Spaß machen!

Die Uhr teilt euch mit einer kurzen Vibration und Anzeige mit, ob es bergauf oder bergab geht. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Die Uhr teilt euch mit einer kurzen Vibration und Anzeige mit, ob es bergauf oder bergab geht. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es eine Funktion wie das »Roundtrip-Routing« der Garmin Fenix 8: Basierend auf meiner Position und der gewünschten Kilometerlänge generiert sie drei Routen, die ich zum Wandern auswählen kann.

Dennoch bietet Suunto im Outdoor-Bereich ein sehr zufriedenstellendes Paket zu einem wesentlich günstigeren Preis.

Die Schlafdaten der Suunto Vertical 2 passen

Wer sich viel bewegt, braucht aber natürlich auch entsprechende Ruhepausen. Die Smartwatch zeichnet neben der Schlafdauer auch die Schlafphasen, den Blutsauerstoff (SpO2), die Herzfrequenz im Schlaf und die Herzfrequenzvariabilität auf.

Die Suunto Vertical 2 trackt während des Schlafs viele Gesundheitsmetriken. Die Suunto Vertical 2 trackt während des Schlafs viele Gesundheitsmetriken.

Ich habe die Daten mit denen des Oura Rings 4 verglichen, der für seine möglichst akkuraten Schlafwerte bekannt ist. Es gibt keine großen Ausreißer, abgesehen von den Wachzeiten. Diese scheint die Smartwatch falsch zu interpretieren.

Schlaftracking
Messung #1

GerätGesamtREMLeichtTiefWach
Suunto07:2401:3103:3802:1500:04
Oura07:3901:3703:4801:2300:52

Messung #2

GesamtREMLeichtTiefWach
Suunto06:5601:0403:5801:5200:04
Oura07:0701:3703:4501:0400:42

Messung #3

GesamtREMLeichtTiefWach
Suunto06:3701:3103:2201:4400:00
Oura07:1701:1603:5900:5501:08

Hinweis zum Schlaftracking

Kein Wearable kann so präzise Daten liefern wie ein Schlaflabor. Die Daten sind daher immer mit einem gewissen Abstand zu genießen.

Ich vergleiche die Testprodukte überwiegend mit anderen Geräten, die für ihre Genauigkeit im Schlafbereich bekannt sind. Der Vergleich soll vor allem zeigen, dass die Werte des Testprodukts nicht aus der Luft gegriffen sind und sich nicht zu stark vom Testfeld unterscheiden.

Dazu führe ich mindestens sieben Messungen durch, um einen Gesamteindruck zu gewinnen.

Die Daten aus der Erholung beziehungsweise dem Schlaf verbessern den in der App angezeigten Erholungszustand und haben gleichzeitig Einfluss auf die »täglichen Ressourcen«. Diese nehmen je nach Trainingsintensität und Erholung zu oder ab.

Kurzum: Je intensiver das Training, desto mehr Erholung ist nötig. Je weniger Erholung ihr nach einem intensiven Training genießt, desto weniger tägliche Ressourcen gesteht euch die Smartwatch zu, die ihr aufbrauchen könnt.

Um die Trainingsbelastung und Regeneration präzise zu steuern, analysiert das System Schlaf- und Aktivitätsdaten auf Basis bewährter Metriken wie TSS (Training Stress Score), TSB (Training Stress Balance) und CTL (Chronic Training Load). Diese Kennzahlen ermöglichen eine fundierte Einschätzung des aktuellen Fitnesslevels sowie des Ermüdungszustands. Um die Trainingsbelastung und Regeneration präzise zu steuern, analysiert das System Schlaf- und Aktivitätsdaten auf Basis bewährter Metriken wie TSS (Training Stress Score), TSB (Training Stress Balance) und CTL (Chronic Training Load). Diese Kennzahlen ermöglichen eine fundierte Einschätzung des aktuellen Fitnesslevels sowie des Ermüdungszustands.

Seht die Smartwatch als optionale Stütze neben dem eigenen Körpergefühl, um zu entscheiden, ob heute wirklich der richtige Tag für ein weiteres intensives Training ist.

Suunto's Software erfordert etwas Eingewöhnung

Mir gefällt die Software von Suunto, aber ich musste mich erst an sie gewöhnen. Das liegt nicht zwingend an der Gestaltung der App. Der Hersteller arbeitet mit Symbolen, die aus meiner Sicht nicht eindeutig genug aufzeigen, welche Informationen sich dahinter verbergen.

  • Das Dashboard ist euer Freund, wenn es um die Übersicht über Aktivität, Schlaf und einzelne Gesundheitsparameter geht.
  • Über das Kalender-Symbol unten gelangt ihr zum Tagebuch. Dieses fasst die Tage in einer Kalenderansicht zusammen.
  • Rechts daneben befindet sich der Fitness-Bereich. Hier sammelt die App alle Informationen zu euren Trainingswochen. Außerdem könnt ihr hier eure Fortschritte verfolgen und weitere Statistiken einsehen.
  • Über das Kartensymbol können neue Routen erstellt oder GPX- und KML-Dateien importiert werden.

Anfangs fand ich mich in der App nicht zurecht, was vor allem an den Symbolen lag. Anfangs fand ich mich in der App nicht zurecht, was vor allem an den Symbolen lag.

Über die App können außerdem weitere Zifferblätter für die Smartwatch heruntergeladen und anschließend über die Uhr eingestellt werden. Auch die Auswahl einer neuen Akzentfarbe ist möglich.

Die Installation von Apps von Drittanbietern ist nur sehr begrenzt möglich und konzentriert sich hauptsächlich auf Sport-Apps. Musikdienste wie Spotify werden von der Smartwatch leider gar nicht unterstützt. Über die Uhr kann lediglich die Musik auf dem Smartphone gesteuert werden.

Zahlungen via Uhr sind mit der Suunto Vertical 2 ebenfalls nicht möglich. Erwartet also keinen großen App-Umfang wie bei Wear OS von Google oder watchOS von Apple.

Immerhin: Die Vertical 2 empfängt Mitteilungen sowie eingehende Anrufe vom Smartphone.

Die Suunto Vertical 2 ist ein Dauerläufer

Wie schon die erste Generation überzeugt die Vertical 2 mit einer beeindruckenden Akkulaufzeit. Meine Nutzung innerhalb von 18 Tagen sah wie folgt aus:

  • Fünf Lauftrainings mit Multiband-GPS (zwischen 35 und 50 Minuten)
  • Zweimal Outdoor-Gehen mit Multiband-GPS (jeweils rund 90 Minuten)
  • Kontinuierliches Schlaftracking mit Blutsauerstoffmessung
  • Keine Always-On-Funktion, das Display schaltete sich erst nach Anheben des Arms an.

Anschließend zeigte der Zähler eine Restkapazität von 29 Prozent an. Das Wiederaufladen auf 100 Prozent dauerte knapp 90 Minuten.

Der Hersteller gibt selbst eine Akkulaufzeit von 65 Stunden im dauerhaften Leistungsmodus an. Dieser wird etwa für die Kartennavigation vorausgesetzt und schließt Multiband-GPS mit ein.

Bei moderater Nutzung wird der Smartwatch eine Laufzeit von etwa 20 Tagen bescheinigt, was mir sehr realistisch erscheint.

In entsprechenden Stromsparmodi wird die Laufzeit natürlich weiter verlängert, wobei Abstriche beim Tracken von Gesundheitsdaten gemacht werden müssen.

Datenschutz

Suunto speichert die personenbezogenen Daten in der Regel auf Servern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), sofern ihr euch nicht auf dem chinesischen Festland befindet.

Daten können jedoch weitergegeben werden. Und zwar an China oder andere Länder außerhalb der EU/des EWR, beispielsweise an Tochtergesellschaften oder Dienstleister. Geht also davon aus, dass vereinzelte Daten den Kontinent verlassen.

Grundsätzlich werden die Daten so lange gespeichert, wie ein Nutzerkonto besteht, und danach noch bis zu einem Jahr. Anonymisierte Daten werden laut dem Hersteller mitunter permanent gespeichert.

Solltet ihr die Suunto Vertical 2 kaufen?

Die Suunto Vertical lohnt sich für euch, wenn ihr …

  • … eine Smartwatch mit herausragender Akkulaufzeit sucht.
  • … gerne mit der Smartwatch wandern geht.
  • … vorrangig Sport treibt und euch möglichst genaue Daten zur Herzfrequenz wichtig sind.
  • … hohen Tragekomfort bevorzugt.
  • … auf einen vielfältigen App-Store und Bezahlmöglichkeiten getrost verzichten könnt.

Mögliche Alternativen zur Suunto Vertical

Die Garmin Fenix 8 ähnelt der Suunto Vertical 2 sehr und überzeugt mit einem großartigen Funktionsumfang. Allerdings kostet die Fenix 8 mehr und für sämtliche Features wird eine monatliche Abo-Gebühr von 10 Euro fällig. Garmin bietet aber auch ohne Abonnement einen großartigen Funktionsumfang, der für viele Nutzer ausreichend ist.

Eine günstige Alternative bietet Amazfit mit der T-Rex Pro 3. Die Uhr befindet sich aktuell noch in meinem Test, überzeugt aber schon jetzt mit einer sehr guten Akkulaufzeit, vielen Funktionen und präzisen Daten in Bezug auf die Herzfrequenzmessung. Die Smartwatch unterstützt zudem Offline-Karten und hat eine integrierte LED-Taschenlampe.

Wenn euch ein vielfältiger App Store und Bezahlmöglichkeiten enorm wichtig sind, sind die Apple Watch 3 sowie die Galaxy Watch Ultra eine Alternative, entsprechend für iOS oder Android. Bei diesen beiden Modellen müsst ihr allerdings auf beachtliche Akkulaufzeiten verzichten. Wenn ihr die Uhr aber ohnehin jeden Abend an den Strom hängt, wird dieser Umstand wohl weniger ins Gewicht fallen.

Suunto Vertical 2: Fazit

Trotz kleiner Schwächen ist die Suunto Vertical definitiv empfehlenswert. Der Hersteller legt den Fokus voll und ganz auf Outdoor und Sport – und das gelingt vollends! Die Verarbeitung ist zudem auf höchstem Niveau und die Akkulaufzeit muss erst einmal übertroffen werden. Die seltsame Steuerung und die unpräzise Schnittmessung passen jedoch nicht ins Bild. Hier muss der Hersteller noch einige Stellschrauben justieren, um der Vertical 2 den letzten Feinschliff zu verleihen.

Aufgrund der herausragenden Akkulaufzeit erhält die Suunto Vertical 2 von uns den Award »Akku-Tipp«.

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