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Mit Tears of the Kingdom schlägt Zelda einen kreativen, aber für mich falschen Weg ein

Alex wünschte sich, dass er die bisherigen Trailer zu Tears of the Kingdom mehr genießen könnte. Aber seine Vorstellung eines Zelda-Spiels ist eine andere.

Ich wünschte, ich würde wirklich so lächeln, wenn ich mir Trailer zu Zelda: Tears of the Kingdom ansehe. Ich wünschte, ich würde wirklich so lächeln, wenn ich mir Trailer zu Zelda: Tears of the Kingdom ansehe.

Was macht ein Zelda-Spiel zu einem richtigen The Legend of Zelda? Wenn ich heute hundert Fans der Reihe fragen würde, bekäme ich vermutlich hundert verschiedene Antworten. Reicht die grüne Zipfelmütze? Sind Dungeons wichtig? Open World oder doch lieber einzelne Level? Für manche Spieler sieht Tears of the Kingdom wie der wahrgewordene Zelda-Traum aus. Für mich nicht.

Alexander Bernhardt
Alexander Bernhardt

Alex hat vielleicht nicht alle 19 Zelda-Titel gespielt, hat aber dennoch starke Gefühle zur Reihe. Besonders mit Ocarina of Time und Wind Waker verbindet er einige herzerwärmende Kindheitserinnerungen. So schön die auch sind, machen sie ihm aktuell die Vorfreude auf Tears of the Kingdom kaputt.

Explizit stört mich eine neue Mechanik, die so genial aussieht, dass ich wünschte, ich würde sie lieben: Das Crafting. Jegliche Gegenstände können wir mir nichts, dir nichts aneinanderkleben. Coole Vehikel lassen sich zusammenbasteln, egal ob Land, Wasser oder Luftfahrzeug. Selbst die Waffen können wir fusionieren und uns somit einen Vorteil verschaffen. Ich sag, wie es ist: Im Trailer sieht das einfach großartig aus – und trotzdem stört es mich!

Video starten 13:45 Zelda-Spiel Tears of the Kingdom zeigt im Trailer schier endlose Crafting-Möglichkeiten

Ich verbinde mit Zelda nämlich etwas völlig anderes als Crafting. Ich denke an große Kisten, die mit theatralischer Musik untermalen, was für einen genialen Gegenstand ich doch nun gefunden habe. Ich will so einen Sound hören. Ich will nicht nur einen öden Stein aufsammeln, den ich mit etwas Kleber dann an einen Stock dranklatsche.

Es war abzusehen

Ihr könnt es euch vermutlich schon denken, mit Breath of the Wild hatte ich auch meine Startschwierigkeiten. Die zerstörbaren Waffen waren nicht nur nervig, sondern haben mir auch den Wow-Effekt geraubt, neue Items zu finden. Ich war damals völlig aus dem Kokiri-Wäldchen, als ich den Bumerang in Ocarina of Time gefunden habe. In Breath of the Wild bekam ich vielleicht noch ein müdes Lächeln für einen Bumerang raus.

Tears of the Kingdom geht nun einen weiteren Schritt weg von meiner perfekten Zelda-Vorstellung. Man kann es ihnen nicht verdenken, so gut wie Breath of the Wild funktioniert hat. Und obwohl mir Breath of the Wild am Ende auch gefiel, kann ich den Zwiespalt in mir trotzdem noch spüren.

Der Versuch einer Selbstreflexion

So, jetzt kommt der (für mich) unangenehme Teil dieses Artikels: Ich muss über mein eigenes Denken nachdenken. Denn sind wir mal ehrlich - das Problem hier ist nicht das Crafting, sondern ich selbst.

Meine idealisierte Vorstellung und Erinnerung von Ocarina of Time, Majoras Mask und Wind Waker nehmen mir den Spaß und die Vorfreude auf ein Spiel, das an und für sich wirklich toll werden könnte. Nur weil The Legend of Zelda draufsteht, bin ich also enttäuscht? Das sollte nun wirklich nicht sein.

Spiele entwickeln sich weiter und müssen sich immer wieder neu erfinden. Das ist nicht nur bei Zelda so, sondern auch bei anderen großen Reihen wie Assassin’s Creed, Resident Evil oder Final Fantasy. Jeder neue Ableger lässt die einen Jubeln, die anderen Grummeln.

Mein innerer Drang nach Beständigkeit wird vermutlich immer da sein - aber ich kann mich zumindest bemühen, dass es nicht überhand nimmt.

Ergeht es euch wie mir und ihr verbindet mit The Legend of Zelda andere Gameplay-Mechaniken als Breath of the Wild und wohl auch Tears of the Kingdom bieten? Oderfreut ihr euch schon uneingeschränkt auf den neuen Ableger samt Crafting-Mechanik? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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