Jeden Monat 20 Euro sparen: Wer bei der Telekom einen Handy-Vertrag bucht, sollte auf eine Sache achten

Die Deutsche Telekom bietet Mobilfunktarife in Form von Laufzeit- sowie Prepaid-Verträgen an. Letztere sind vom Preis-Leistungs-Verhältnis attraktiv.

Wer sich einen Handy-Tarif bei der Telekom zulegt, muss je nach Vertragsart deutlich tiefer in die Tasche greifen. (Bildquelle: GameStar Tech) Wer sich einen Handy-Tarif bei der Telekom zulegt, muss je nach Vertragsart deutlich tiefer in die Tasche greifen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Vor rund vier Jahren bin ich von der Stadt aufs Land im Norden Deutschlands gezogen. Als langjähriger O2-Kunde hatte ich im urbanen Umfeld nie Probleme und meist guten Empfang – hier auf dem Dorf sieht das aber leider ganz anders aus. Sobald ich meinen Wohnort verlasse, erwarten mich Funklöcher und eine eher schwache Abdeckung.

Ich habe mich also bei den anderen Netzbetreibern umgeschaut, um mir testweise eine Prepaid-Karte zu bestellen. Entschieden habe ich mich für das der Deutschen Telekom, bei der ich vor rund 20 Jahren bereits mal war und damals gute Erfahrungen mit der Netzabdeckung gemacht habe.

Wer ins D1-Netz möchte, hat beim Netzbetreiber zwei Möglichkeiten: Laufzeitvertrag oder Prepaid. Und hier war ich von dem Preisunterschied wirklich erstaunt.

Ein aktuelles Beispiel:

  • Prepaid-Tarif mit 20 GB: 9,95 Euro alle 28 Tage
  • Laufzeit-Tarif mit 20 GB: 29,95 Euro im Monat

20 Euro Preisunterschied beim gleichen Tarif, kann das sein? Jein.

Die Telekom hat bei 24-Monats-Verträgen durchaus Vorteile: Nur in diesen Tarifen könnt ihr euch Multicards dazubuchen (für Smartwatch, Tablet und Co.), erhaltet ein bisschen jährliches Roaming-Guthaben für das Nicht-EU-Ausland und habt die Möglichkeit, ein Smartphone (gegen Aufpreis) zum Vertrag dazuzubuchen.

Der Punkt ist aber: Wer schon ein Handy hat und keine Multicards braucht, kann mit dem Prepaid-Tarif viel Geld sparen. Dass der Preisunterschied so groß ist, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.

Bei Vodafone sieht es im Übrigen ähnlich aus. Hier bekommt ihr 25 GB für 9,99 Euro pro vier Wochen, während der Laufzeitvertrag mit 20 Euro im Monat (aktuelles Angebot) zu Buche schlägt. Bei O2 unterscheiden sich Prepaid- und Laufzeit-Tarife stärker, aber auch hier ist Prepaid unterm Strich günstiger.


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Warum nicht einfach zu günstigeren Anbietern gehen?

Ihr habt immer die Option, zu anderen günstigeren Prepaid-Anbietern zu wechseln: Sämtliche Discounter, Drogerien und Co. bieten eigene Handytarife an, daneben gibt es fonic, klarmobil, fraenk und und und. Congstar zählt zu den bekanntesten D1-Anbietern im Budget-Bereich und ist eine direkte Telekom-Tochter.

Natürlich könnt ihr auch bei diesen Anbietern einen Tarif buchen. Die möglichen Nachteile sind übersichtlich:

  • Die Telekom gibt neue Netztechnologien wie 5G (bei LTE war es genauso) erst mit deutlicher Verzögerung an Wiederverkäufer weiter, während O2 das meist schon zeitnah nach dem Start macht.
  • Günstige Anbieter schränken die Internetgeschwindigkeit mitunter ein. Bei congstar erhaltet ihr in den meisten Prepaid-Tarifen im 5G-Netz nur bis zu 25 Mbit/s, während es bei der Telekom die maximale Geschwindigkeit (bis zu 300 Mbit/s) gibt. Im kleinsten Prepaid-Tarif fehlt 5G – hier gibt es nur LTE.
  • Wer wie ich schon einen Festnetzvertrag bei der Telekom (oder einem anderen großen Anbieter) hat, kann den Mobilfunktarif im gleichen Kundencenter verwalten – eine Kleinigkeit, aber ein minimaler Komfortgewinn.

Die Sache mit dem Abrechnungszeitraum

Vor einigen Jahren haben sich die Anbieter etwas Schlaues überlegt: Sie wechselten bei den Prepaid-Tarifen von der monatlichen Abrechnung zur 4-Wochen-Abrechnung.

Was bedeutet das? Durch den kürzeren Rhythmus von 28 Tagen ergeben sich pro Jahr statt 12 dann 13 Abrechnungen. Die Anbieter können also einmal mehr abbuchen. Auf den Monat gerechnet kosten die betroffenen Prepaid-Tarife damit also etwas mehr. Kostet ein Prepaid-Tarif 9,95 pro Monat, zahlt ihr effektiv 10,80 Euro.

Bei Laufzeitverträgen hingegen erfolgt die Abrechnung weiterhin einmal pro Monat, es bleibt bei 12 Abbuchungen im Jahr.

Samsung Galaxy A17 4G
Samsung Galaxy A17 4G
Dreifach-Kamera, NFC und erweiterbarer Speicher – zu einem Preis von unter 150 Euro ist das Galaxy A17 eine interessante Wahl für alle, die ein einfaches und günstiges Alltags-Handy suchen.
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Das Galaxy A26 punktet mit seinem 120-OLED-Display und einem großen Akku. Zudem lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern.
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Das Galaxy A36 5G überzeugt mit einer guten Mischung aus Funktionalität und Design. Es bietet ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display und eine lange Akkulaufzeit.

Laufzeit oder Prepaid? Für wen sich was lohnt?

Im Prinzip hatte ich bereits die kleinen Nachteile von Prepaid erwähnt. Wer in seinem Vertrag Multicards für andere Geräte benötigt, muss zumindest bei der Telekom zum Laufzeitvertrag greifen.

Wer ein neues Smartphone zum Vertrag möchte, muss in der Regel zu einem 2-Jahres-Tarif greifen.

Und: Wer schon einen Festnetzanschluss beim Anbieter hat und diesen mit einem oder mehr Laufzeittarifen kombiniert, kann im Monat sparen. Hier bietet die Telekom sowie andere Anbieter Kombi-Vorteile an, sodass sich der monatliche Preis je Vertrag drücken lässt – je mehr Tarife, desto günstiger.

Wer allerdings nur einen Tarif braucht, der möglichst günstig sein soll, für den lohnt sich der Blick auf das Prepaid-Angebot. Hierbei sollte man allerdings immer die Tarifdetails studieren und schauen, ob es mögliche Einschränkungen gibt.

Was als Versuch startete, wird wohl meine Tarifzukunft

Derzeit habe ich den Prepaid-Tarif der Telekom nur in einem Zweithandy – es war vor allem ein Experiment für die Netzabdeckung unterwegs. In meinem O2-Vertrag habe ich aktuell noch einige Multicards, daher hänge ich noch etwas daran.

Allerdings kostet mein Vertrag 20 Euro im Monat, der Prepaid-Tarif der Telekom die Hälfte – bei in meinem Fall deutlich besserem Netzempfang.

Auf meine Multicards kann ich mittlerweile prinzipiell verzichten, da ich meine Apple Watch nicht mehr trage und mein iPad sehr selten mal unterwegs verwendet – hier kann ich auch einen Hotspot mit dem Handy aufmachen.

Daher werde ich wohl bald ganz und gar rüber in den Prepaid-Bereich wechseln.


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Wusstet ihr um die mitunter großen Preisunterschiede zwischen Prepaid- und Laufzeittarifen bei den großen Netzbetreibern? Nutzt ist vielleicht selbst so ein Angebot oder habt euch wegen Multicards, Kombi-Rabatten oder einem Smartphone für den Laufzeitvertrag entschieden? Oder seit ihr vielleicht bei einem der günstigen Discounter-Anbieter und dort zufrieden? Teilt mir eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.

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