Teure Grafikkarten - »Gamer sollen einfach selbst schürfen«

Ein Mining-Unternehmen rät Gamern, die sich über die hohen Preise von Grafikkarten ärgern, doch einfach selbst Krypto-Währungen zu schürfen.

von Georg Wieselsberger,
19.03.2018 08:15 Uhr

Auch die Geforce GTX 1080 Ti wird für Krypto-Mining eingesetzt.Auch die Geforce GTX 1080 Ti wird für Krypto-Mining eingesetzt.

Die hohen Grafikkarten-Preise, die zum Teil auch von den Käufen für Krypto-Mining verursacht werden, verärgern Gamer. Zwar spielen auch andere Faktoren wie teurerer Speicher und steigende Preise für Silizium-Wafer eine Rolle, doch der Aufkauf großer Mengen an Grafikkarten durch Krypto-Miner verstärkt diese Effekte zusätzlich.

Die Folgen des Minings für Gamer

Auf einer Krypto-Währungen-Show für Investoren in London hatte Josh Riddett, der Gründer eines Unternehmens, das spezielle Mining-Systeme herstellt, einen Rat für Gamer. Er wurde von Digitaltrends gefragt, wie er sich dabei fühlt, wenn er den Einfluss seines Geschäfts und der Branche auf die Grafikkarten-Preise und die Folgen für die Gamer beurteilt.

"Ich fühle total mit ihnen, ich verstehe das. Ich bin selbst ein begeisterter Gamer. Ich habe viel meines Lebens mit Spielen verbracht. Ich liebe es. Ich habe viele großartige Freunde in der Online-Welt getroffen. Aber die Realität ist, niemand reitet mit einem Pferd, wenn er ein Auto hat. Manchmal muss man mit der Zeit gehen. Letztlich ist mir natürlich bewusst, dass eine Grafikkarte nun doppelt so viel kostet wie vorher, ich verstehe das und es ist schlecht, aber es kann sich auch schon in einem Jahr bezahlt machen. Es geht also in beide Richtungen. Es ist sehr einfach, den Computer über Nacht schürfen zu lassen, wenn man ihn nicht nutzt, und die Grafikkarte bezahlt sich so praktisch selbst."

» Kryptowährungen und Mining - Was ist das und wie funktioniert es?

Der Trickle-Down-Effekt

Zumindest nutzt das Unternehmen von Riddett nur Nvidias Geforce GTX 1080 Ti und damit eine ohnehin schon teure Grafikkarte, die bei den meisten Gamern wohl nicht auf dem Einkaufszettel stehen dürfte. Doch wenn die Geforce GTX 1080 Ti schlecht erhältlich ist, greifen Käufer eben zu dem Modell darunter und so wirkt der nach wie vor vorhandene Mining-Boom sich auch auf kleinere Modelle aus, so Digitaltrends.

Der Rat von Riddett mag unter Umständen korrekt sein - aber auch nur, wenn die Stromkosten im Gegensatz zu Deutschland gering sind und der Krypto-Boom noch lange anhält.

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