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Fazit: The Night of the Rabbit im Test - Zum Einschlafen

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Fazit der Redaktion

Johannes Rohe: Lars, Werner und Rolf, so heißen die drei Staubmäuse, die unter meinem Tisch heimisch sind. Wir haben uns beim Test zu The Night of the Rabbit kennengelernt, weil die drei Flusenviecher mich des Öfteren laut schnarchend in ihrem Vorgarten gefunden haben. Die verworrene Story und die lahmen Dialoge des Adventures haben eine nahezu hypnotische Wirkung auf mich und führen zu permanentem Sekundenschlaf. Das liegt vor allem daran, dass The Night of the Rabbit mir einfach viel zu wenige Story-Brocken zuwirft, um mich als Spieler bei der Stange zu halten. Nachdem der gelungene Beginn und der erste Schock über einen der nervigsten Helden dieses Jahrhunderts abgeklungen sind, verliert sich die Handlung in geheimnisvollen Andeutungen, was darin endet, dass Daedalic den Löwenanteil der Story im Abspann nachliefern muss. So erzählt man einfach keine Geschichte!

Jochen Gebauer: The Night of the Rabbit hat ein fundamentales Problem: Es trifft nie den richtigen Ton. Das fängt schon beim Protagonisten an: Jerry Haselnuss klingt nicht wie ein Zwölfjähriger - er klingt wie ein Vierzigjähriger, der verzweifelt versucht, wie ein Zwölfjähriger zu klingen. Damit meine ich übrigens nicht den unpassenden, weil hörbar zu alten Sprecher, sondern die banal-dümmlichen Dialoge, denen jedes Gespür für Humor, Charme oder kindliche Naivität so gründlich abgeht, dass aus dem ach so abenteuerlustigen Jerry eine geradezu unerträgliche Nervensäge wird. Auch als Kinder- oder Familienspiel funktioniert Night of the Rabbit nicht - dazu sind die Rätsel zu anspruchsvoll und die Rahmenhandlung zu konfus. Was bleibt, ist ein seelenloses, aber handwerklich solides Adventure. Objektiv muss ich die guten Rätsel und die wunderschöne Inszenierung anerkennen. Subjektiv darf ich sagen, dass ich schon lange kein Adventure mehr gespielt habe, das sich so sehr bemühte, nicht gemocht zu werden.

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