Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich mir vornehme, meine Galerie direkt nach dem Aufnehmen neuer Fotos zu sortieren, es dann aber doch wieder vergesse.
Während ich die Bilder längst vergessen habe, müllt sich mein Smartphone im Hintergrund klammheimlich zu und ich habe eine tickende Zeitbombe, bevor mein Speicher voll ist.
Die größten Übeltäter in meiner Foto-Galerie sind Urlaubsbilder und vor allem Bilder und Memes aus Messenger-Apps wie WhatsApp. Hier könnte ich zwar einstellen, dass Medien nicht automatisch gespeichert werden, allerdings vergesse ich das manuelle Herunterladen wichtiger Bilder noch öfter als das Löschen.
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Wer sein Smartphone nicht aufräumt, hat irgendwann ein Speicherplatz-Problem.
Mein innerer Schweinehund hat die Aufgabe immer wieder verschoben, bis ich vor kurzem die Swipe & Delete
-App zum Ausmisten entdeckt habe.
Diese hat einen besonderen Twist, der mich überzeugt: Statt langweiligem Ausmisten, setzt die App auf einen spielerischen Ansatz, der stark an Dating-Apps wie Tinder erinnert.
Die Foto-Galerie sortieren, aber in spaßig: So funktioniert die Swipe & Delete
-App
Bevor ich die Ausmist-App im Tinder-Stil entdeckt habe, hatte ich schon mehrere Apps ausprobiert, um etwas Ordnung in das Bilderchaos zu bringen. Am Ende bin ich aber nur mit einer wirklich glücklich geworden: Swipe & Delete
.
Bei dieser Software ist der Name absolutes Programm und ich bin ehrlich gesagt begeistert, wie angenehm minimal eine App-Oberfläche im Jahr 2026 noch sein kann. Besonders in einer Zeit, in der viele Anwendungen mit KI-Features, überladenen Menüs und unnötigem Schnickschnack vollgestopft sind.
Die Bild-Sortier-App konzentriert sich auf das Wesentliche und zeigt mir nur meine Bilder an – sauber sortiert in Oberkategorien nach Monaten und Jahren.
Beim ersten Öffnen der App hat mich trotzdem der Schlag getroffen: Im Schnitt habe ich nämlich rund 200 Bilder im Monat zugesendet bekommen oder aufgenommen – was durchschnittlich sechs Fotos pro Tag entspricht.
Während der Ferien- und Urlaubszeit explodiert die Zahl sogar auf bis zu 700 Bilder im Monat, was im Schnitt immerhin rund 22 Bilder am Tag bedeutet. Vielleicht ist das auch gar nicht so viel, dennoch ist es nochmal was ganz anderes, die Zahlen vor den Augen zu haben.
Damit sollte ich mich jedoch nicht wundern, warum ich bisher beim Bilder sortieren so schnell die Lust verloren habe.
Dating für Urlaubsbilder, Erinnerungsfotos und endlose Memes
Das Geniale an der App ist für mich, dass ich nicht direkt von einer gewaltigen Lawine aus tausenden Bildern erschlagen werde – insbesondere, wenn ich bedenke, wie viele Memes ich teilweise über WhatsApp zugeschickt bekomme.
Ich wähle mir gezielt einen Monat zum Sortieren aus und kann dann mit einer Progressionsleiste verfolgen, wie ich Bild für Bild bewerte – genau wie bei Tinder:
- Swipe nach rechts: Das Bild darf bleiben.
- Swipe nach links: Ab in den digitalen Papierkorb.
Ich habe mir die App geschnappt, mich auf die Couch gefläzt und das Sortieren ganz gemütlich beim Serienschauen erledigt.
Dadurch hat sich der Fortschritt zu keinem Zeitpunkt erdrückend angefühlt – ganz im Gegenteil: Es hat sich sogar ein schöner Nebeneffekt eingestellt.
Nostalgie und spielerische Sortierung statt nerviger Arbeit
Beim Durchgehen der Bilder sind viele schöne Erinnerungen aufgekommen. Weil ich eben so lange nicht mehr aufgeräumt habe, konnte ich so zum Beispiel auch die Urlaubsbilder von 2024 noch einmal durchforsten.
Natürlich darf die dezente Gamification der App nicht vernachlässigt werden, die schließlich auch für das spaßige Aufräumen verantwortlich ist.
Mit einer Daily-Streak-Anzeige und positivem Feedback nach sortierten Monaten bleibt das Aufräumen spaßig.
So habe ich mich regelrecht dabei ertappt, wie ich nur noch schnell den nächsten Monat fertigmachen wollte – genau wie bei dem einen oder anderen Battle-Royale-Spiel.
Ein kleiner (vernachlässigbarer) Haken im Paradies:
Wie bei den meisten Apps gibt es auch bei Swipe & Delete Werbung, mit der sich das Entwickler-Team etwas dazuverdient.
Falls euch die Werbung stört, könnt ihr für eine Premium-Version zahlen – wobei ich während meines Tests generell kaum Werbung ausgespielt bekommen habe.
Eine klare Empfehlung von mir, wenn ihr mehr Handy-Speicher braucht
Für mich hat sich das Experiment komplett gelohnt. Das Tinder-Prinzip funktioniert einfach perfekt für unser Belohnungszentrum im Gehirn.
Am Ende meiner gemütlichen Lösch-Sessions habe ich stolze 10 Gigabyte an Daten ausgemistet. Darunter vor allem WhatsApp-Bilder, doppelte Fotos und endlose Screenshots.
Wer seine Galerie ebenfalls seit Jahren vor sich herschiebt oder einfach mal den Messenger-Ordner ausmisten will, sollte den Versuch mit diesem Dating-System unbedingt mal wagen.





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