Wer kennt es nicht: Man ist gerade auf dem Weg zur nächsten LAN-Party oder einer Tech-Messe, steckt im Stau fest und der extra große Kaffee zum Mitnehmen für die lange Fahrt meldet sich, um seinen Weg zurück in den Kreislauf der Natur zu finden.
Die chinesische Herstellermarke Seres (Partner von Huawei) hat für dieses Problem jetzt eine Lösung patentiert: eine in den Autositz integrierte Toilette.
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Diese Toilette kostet 11.500 Euro und hat Amazons Alexa eingebaut
Raststättenhalt überflüssig
Vergesst RGB-Beleuchtung, 4D-Massagesitze oder eingebaute Bildschirme für die Rückbank. Der neueste Trend in der Welt der Hightech-Autos ist … nun ja, ein stilles Örtchen.
Was wie ein arg verspäteter Aprilscherz klingt, ist ein offiziell eingetragenes Patent (CN224104011U), das erst vor wenigen Tagen in China bewilligt wurde.
Was viele bereits aus Wohnmobilen kennen, will Autohersteller Seres jetzt in besonderer Form in seine E-Autos bringen: Toiletten.
Doch in Fahrzeugen, die nicht explizit für das Reisen ausgelegt sind, gibt es ein Platzproblem, das Seres gelöst haben will: Da der Boden von E-Autos meistens mit massiven Akku-Paketen vollgestopft ist, wandert die Sanitäranlage kurzerhand unter den Sitz.
- Der Mechanismus: Die Toilette ist auf einem Schienensystem montiert und verschwindet bei Nichtgebrauch komplett unsichtbar unter dem Sitzpolster.
- Stimmkontrolle: Wer keine Lust auf die manuelle Betätigung hat, kann den Vorgang laut Patent per Sprachbefehl starten.
Hey Auto, Toilettenfunktion aktivieren!
– und schon schiebt sich die Toilette raus. - Entsorgung: Im Inneren des Klos befindet sich ein System mit Heizelementen, die Feststoffe wie Kot trocknen, während Flüssigkeiten wie Urin verdampft und über ein Abluftrohr nach draußen geleitet werden.
- Belüftung: Ein integrierter Lüfter soll verhindern, dass der Innenraum nach dem Boxenstopp wie eine Autobahnraststätte riecht.
In China ist der Markt für Elektroautos stark umkämpft. Hersteller wie Seres versuchen sich mit immer absurderen Komfort-Features zu überbieten. Während andere Marken bereits eingebaute Betten oder Kühlschränke für Champagner anbieten, geht Seres hier weiter.
Mehr zu Toiletten:
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Noch ist nichts in Stein gemeißelt: Nur weil ein Patent existiert, heißt das noch nicht, dass wir im nächsten Modell serienmäßig zur Toilette gehen können.
Die technischen Hürden – vor allem die Hygiene und die psychologische Barriere der Käuferinnen und Käufer – sind groß. Niemand möchte, dass sein 80.000-Euro-Auto nach drei Monaten riecht wie ein Festival-Dixie.
Jetzt seid ihr gefragt: Würdet ihr eine Toilette in eurem Auto benutzen oder überhaupt haben wollen? Erzählt es uns in den Kommentaren.

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