Es mag für den einen oder die andere schwer zu glauben sein, aber vor genau 40 Jahren kam das Nintendo Entertainment System auf den Markt. Damals noch unter dem Namen Famicom.
Von legendären Spiele-Franchises wie Super Mario oder Zelda bis hin zu technischen Standards, die auch heute noch aktuell sind. Man könnte behaupten, dass das NES den Grundstein für das moderne (Konsolen-)Gaming gelegt hat - und wir tun es auch.
Ihr fragt euch, was die NES so besonders gemacht hat? Wir zeigen es euch.
1. Rettung des Videospielmarktes
Das Jahr 1983 ist bekannt für den sogenannten »Video Game Crash«, der viele Unternehmen in den Ruin getrieben hat. Der Markt war zu der Zeit komplett übersättigt mit diversen Spielekonsolen und minderwertigen Spielen.
Nach dem berüchtigten Zusammenbruch der Videospielindustrie brachte Nintendo 1985 das NES in den USA auf den Markt und legte damit den Grundstein für den Wiederaufstieg. Durch kluge strategische Maßnahmen wie die Einführung von Qualitätskontrollen, das Nintendo Seal of Quality und ein geschicktes Marketing konnte sich Nintendo das Vertrauen der Verbraucher sichern.
Das lag natürlich auch an den hervorragenden Spielen. »Super Mario Bros.« als Starttitel hat für einen sensationellen Erfolg gesorgt und dadurch einen wahren Gaming-Boom ausgelöst.
Doch nicht nur Mario war wichtig für Nintendo und die Spielebranche.
2. Marken, die wir bis heute lieben
Das NES hat wohl die meisten Gaming-Franchises hervorgebracht, die wir heute wohl alle kennen und lieben. Nicht jede Spielemarke des NES hat es in die Gegenwart geschafft, doch die, die es getan haben, gehören zu den erfolgreichsten aller Zeiten.
Super Mario, The Legend of Zelda oder Metroid sind hervorragende Beispiele für Franchises, die mit diversen Spielen pro Generation immer wieder überzeugen können. Im Falle von Super Maria gibt es bisher sogar über 200 Spiele.
Zelda wiederum hat vor kurzem mal wieder an der absoluten Bestwertung gekratzt. Mehr dazu erfahrt ihr im Test von Kollege Sören:
3. Das Steuerkreuz
Für die Jüngeren unter uns ist es kaum vorstellbar, aber das bekannte Steuerkreuz, mit dem heute fast jeder Controller auf der Welt ausgestattet ist, war nicht immer Standard in der Videospielbranche.
In der Vergangenheit, d.h. in den 70er, 80er und teilweise auch noch in den 90er Jahren, waren die Entwürfe für Controller noch sehr unterschiedlich und hatten kaum festgelegte Standards.
Bis Nintendos frühe Game & Watch-Handhelds ein Steuersystem gebraucht haben, das in die Hosentasche passte. Ein winziger Joystick war allerdings unpraktisch und das Unternehmen wollte etwas Zuverlässigeres als die vier Richtungstasten, mit denen einige Systeme experimentiert hatten. Kurze Zeit später wurde das ikonische Steuerkreuz geboren.
4. Bessere Spiele von Drittanbietern
Wie unter dem Punkt »Rettung des Videospielmarktes« schon kurz angesprochen, hat Nintendo beim NES Maßnahmen implementiert, um sicherzustellen, dass nicht mehr so viele schlechte Spiele veröffentlicht wurden. Eine strenge Qualitätskontrolle wurde eingeführt, um sicherzustellen, dass nur hochwertige Spiele für das NES freigegeben wurden.
Das »Nintendo Seal of Quality« wurde als Siegel auf den Verpackungen angebracht, um den Verbrauchern zu signalisieren, dass die Spiele den hohen Standards von Nintendo entsprachen.
Darüber hinaus hat Nintendo ein lizenziertes Entwicklerprogramm eingeführt, bei dem Entwickler eine Lizenz erwerben mussten, um Spiele für das NES zu veröffentlichen. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, minderwertige Spiele einzudämmen und das Vertrauen der Spieler in die Spieleauswahl für das NES zu stärken - mit Erfolg.
5. Spielstände auf Konsolen
Ein Leben ohne Spielstände können sich heute wahrscheinlich die wenigsten vorstellen, selbst wenn man es noch miterlebt hat, wie es früher war. Statt den Spielstand zu laden, mussten auf Konsolen früher Codes oder Passwörter eingeben werden, um an einen bestimmten Punkt des Spiels zu gelangen. Das hieß auch, dass zum Beispiel individuelle Ausrüstung nicht gespeichert werden konnte.
Während Spiele auf diskettenbasierten Computern schon seit ein paar Jahren Spielstände speichern konnten, hatten Konsolen keinen internen Speicher.
Das war beispielsweise in Jump & Runs kaum ein Problem, da man selten individuelle Ausrüstung hatte, die man hätte speichern wollen. Spiele wie Final Fantasy oder andere RPGs hingegen waren auf etwas »Neues« angewiesen.
Mit »The Legend of Zelda« kam dann das entscheidende Feature: Spielstände. Möglich gemacht durch einen integrierten Batteriespeicher in jedem Spielmodul. Somit war es endlich möglich, auch lange und komplexe Spiele zu beenden, ohne Angst davor zu haben, wieder von vorne anfangen zu müssen.
Nintendo hat also schon vor 40 Jahren viel für die Spielebranche getan. Sogar einiges davon, wovon wir heute noch profitieren. Haben wir etwas vergessen? Welche Standards hat Nintendo noch eingeführt? Was war euer Lieblingsspiel auf dem NES? Gibt es eines, das ihr heute noch öfter auspackt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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