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Trump im Bett mit Satan: South Park nimmt in der neuen Folge kein Blatt vor den Mund und verärgert das Weiße Haus

So eine Kontroverse hat South Park schon lange nicht mehr ausgelöst. Die langjährige Satireshow hat US-Präsident Trump so richtig aufs Korn genommen.

Donald Trump wird in der neuen South Park Folge unschmeichelhaft dargestellt. Das Weiße Haus reagiert. Bildrechte: Paramount. Foto: Official White House Photo. Donald Trump wird in der neuen South Park Folge unschmeichelhaft dargestellt. Das Weiße Haus reagiert. Bildrechte: Paramount. Foto: Official White House Photo.

South Park ist als eine der provokantesten Animationsserien aller Zeiten schon lange in die Geschichtsbücher eingegangen. Allerdings sorgte die Satire-Sendung rund um Stan, Kyle, Cartman und Kenny schon länger nicht mehr für größere Furore – bis jetzt.

Am 24. Juli wurde die erste Folge der nun mehr 27. Staffel ausgestrahlt und sie trägt den Titel: Sermon on the Mount. Diese Folge hat es in sich, denn die Schöpfer Trey Parker und Matt Stone schießen darin heftig gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Die Darstellung ist derart vulgär, dass das Weiße Haus in einem Statement sogar zurückschießt.

So wird Donald Trump in South Park dargestellt

In der Vergangenheit wurde in South Park statt einer persiflierten Version von Donal Trump der ehemalige Grundschullehrer Mr. Garrison als eine alternative Version des Präsidenten in Szene gesetzt. In der neuen Staffel hält sich South Park nicht mehr zurück und zeigt Trump als Cartoonfigur mit dessen realem Gesicht. Ähnlich, wie etwa in der Vergangenheit auch den ehemalige irakische Diktator Saddam Hussein.

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Der Vergleich mit South Parks Version des Diktators drängt sich auf, weil die Show Trump eine nahezu identische Rolle gibt. Diesmal ist es Donald Trump, der mit Satan ins Bett springt. Das ist aber noch nicht alles. Donald Trump wird alles andere als schmeichelhaft dargestellt:

  • Es wird mehrmals darauf eingegangen, dass Donald Trump einen winzigen Penis haben soll.
  • Trump ist in der gesamten Folge laut, egoistisch und größenwahnsinnig.
  • Trump droht bei dem kleinsten Widerspruch damit, alles und jeden zu verklagen.
  • Trump droht darüber hinaus Kanada zu bombardieren und verwechselt den Iran mit dem Irak.
  • Auch die Auswirkung von Trump auf die Gesellschaft wird dargestellt und hat zur Folge, dass die Menschen zunehmend rassistisch und hasserfüllt werden – zum Dilemma von Cartman, der damit nicht mehr hervorsticht.

Ganz nebenbei spielt South Park in der Folge auch auf diverse Kontroversen rund um Donald Trump an. An einer Stelle fragt Satan seinen Bettpartner etwa danach, ob sein Name wirklich in den Epstein Akten zu finden ist und wieso er diese Angelegenheit jedes Mal runterspielt.

So reagiert das Weiße Haus

Diese Darstellung des Präsidenten sorgt offenbar im Weißen Haus für Unmut. Trump selbst hat sich bislang nicht persönlich zu der Folge geäußert. Allerdings erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers, noch am Donnerstag in einem Statement, dass South Park seit 20 Jahren nicht mehr relevant wäre. So sagt sie:

Genau wie die Macher von South Park haben auch die Linken keine authentischen oder originellen Inhalte, weshalb ihre Popularität weiterhin Rekordtiefstände erreicht. Diese Show ist seit über 20 Jahren nicht mehr relevant und hängt mit uninspirierten Ideen in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen, am seidenen Faden. Präsident Trump hat in nur sechs Monaten mehr Versprechen erfüllt als jeder andere Präsident in der Geschichte unseres Landes – und keine viertklassige Show kann Präsident Trumps Erfolgsserie aus der Bahn werfen.

- Taylor Rogers, Sprecherin des Weißen Hauses

Hinter all dem steckt noch mehr

Damit nicht genug. Dass gerade jetzt South Park mit einer derartigen Episode für Furore sorgt, gießt weiteres Öl ins Feuer einer anhaltenden Debatte rund um Donald Trump und der Mediengruppe Paramount.

So hatte der US-Präsident noch Ende letzten Jahres das Unternehmen aufgrund eines ausgestrahlten Interviews auf dem zu Paramount gehörigen Fernsehsender CBS verklagt. Doch obwohl viele dem Unternehmen gute Chancen zusprachen, den Fall zu gewinnen, wurde die Klage außergerichtlich beigelegt. Paramount zahlte dem US-Präsidenten 16 Millionen US-Dollar.

Es wird vermutet, dass Paramount klein beigab, da das Unternehmen auf eine staatliche Genehmigung für die Fusion mit Skydance Media hoffte. Kurz später wurde außerdem verkündet, dass CBS die The Late Show mit Stephen Colbert im Mai 2026 absetzt. Colbert gilt als scharfer Kritiker des Präsidenten und kritisierte auch die Einigung mit Paramount. Offiziell wird die Show aus rein finanziellen Gründen abgesetzt. In den sozialen Medien hat Trump die »Entlassung von Colbert« gefeiert.

Kurz vor der Ausstrahlung der neuen South-Park-Folge wurde bekannt, dass Paramount die exklusiven Streaming-Rechte für die Animationsserie erworben hat und dafür satte 1,5 Milliarden US-Dollar zahlte. Dass South Park jetzt direkt wieder gegen Trump austeilt und Paramount damit erneut in Erklärungsnot bringt, hätte so wohl niemand kommen sehen.

Zumal in der Folge selbst an Paramount und der Absetzung der The Late Show kein gutes Haar gelassen wird.

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