Endlich ist es soweit! Das Spiel, auf das ihr euch monatelang gefreut habt, dem ihr nachts eure Träume und tagsüber eure Gedanken gewidmet habt, statt auf der Arbeit oder in der Schule aufzupassen, ist endlich erschienen.
Ungeduldig legt ihr die CD in euer Laufwerk ein und beobachtet den Installationsprozess - ach, Pardon, wir leben ja im Jahr 2022, ich korrigiere: Ungeduldig beobachtet ihr den Downloadfortschritt im Launcher eurer Wahl. Dann klickt ihr auf Spielen
, wuselt euch durch das Hauptmenü, stürzt euch ins Geschehen und ... es ruckelt.
Es ruckelt - echt jetzt?
Wer von uns kennt dieses Gefühl nicht, dass einem den ganzen Tag gehörig vermiesen kann. Ich habe es schon so oft erlebt. Wie früher bei meiner Großmutter, als ich vor dem Fernseher ausharren musste, bis die Schlagerparade endlich vorbei ist, um Dragon Ball Z schauen zu können - grauenhaft!
Im Falle eines ruckelnden Spiels kann man aber immerhin etwas dagegen unternehmen! Verzagt also nicht, denn ihr habt ja uns. Wir haben euch einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die eurem Rechner ein paar FPS mehr entlocken dürften, und erklären euch im Detail, wie es funktioniert.
Doch Obacht!
Ihr kennt das Prozedere, ohne einen obligatorischen - aber dadurch nicht weniger wichtigen - Warnhinweis können wir nicht loslegen. Wenn ihr an eurem System Änderungen vornehmt, die in diesem Guide beschrieben werden, geschieht dies stets auf eigenes Risiko! Wir übernehmen keine Verantwortung für eventuelle Schäden an eurem Rechner, egal ob Hard- oder Software. Eine Risikoeinschätzung findet ihr am Ende eines jeden Tipps.
Tipp Nr. 1: Aktualisiert eure Treiber
Ja, ich weiß, was manche von euch nun denken werden. Boah, wie offensichtlich!
Aber ihr würdet euch wundern, auf wie vielen Gaming-Rechnern völlig vergreiste Treiber ihren Dienst verrichten, statt der vitalen Jugend Platz zu machen. Vor allem Grafikkarten sind dafür prädestiniert, mit zu alten Versionen betrieben zu werden.
Deshalb nehmt unseren Rat zu Herzen und prüft im Falle eines ruckelnden Spiels, ob auf der Website des Herstellers eine neue Treiberversion verfügbar ist. Anlaufstellen für die gängigsten Marken sind:
Was bringt's? Aktualisierte Gerätetreiber bringen nicht nur neue Features auf euer System, sondern haben auch Fehlerbehebungen und die in unserem speziellen Fall dringend benötigten Performance-Optimierungen im Gepäck. Vor allem ganz frisch erschienene Spiele profitieren oftmals vom neuesten Grafikkartentreiber.
Startet nach der Aktualisierung aller infrage kommenden Treiber euer Spiel und schaut, ob sich die Performance dadurch verbessert hat. Wenn nicht, geht es mit Tipp Nr. 2 weiter.
Tipp Nr. 2: Sucht nach versteckten Leistungsfressern
Auch der zweite Tipp dreht sich um ein Thema, das von Usern gerne unterschätzt wird. Denn Windows hat nicht nur viele bunte Fenster, kryptische Fehlermeldungen und seit neuestem auch Tabs im Explorer zu bieten, sondern erlaubt es auch Unmengen an Prozessen, still und leise im Hintergrund zu laufen.
Und die können Leistung fressen, aber so richtig! Denn es kommt gerne mal vor, dass ein Prozess aufgrund schlechter Programmierung oder eines Fehlers mehr und mehr Ressourcen für sich beansprucht und andere Dienste - auch euer heißgeliebtes Spiel - in die Röhre schauen. Und da euch niemand Bescheid sagt, wenn so etwas passiert, müsst ihr selbst tätig werden.
Dazu ruft ihr am besten den Task-Manager auf. Unter Windows 10 genügt ein Rechtsklick auf die Taskleiste, um im daraufhin erscheinenden Kontextmenü Task-Manager
auszuwählen. Windows 11 verlangt von euch hingegen etwas mehr Präzision, nämlich einen Rechtsklick auf das blaue Windows-Logo in der Taskleiste.
Seid ihr im Task-Manager angekommen, wechselt ihr auf den Reiter Prozesse
. Dort habt ihr nun die Möglichkeit, den oder die Übeltäter zu identifizieren. Am schnellsten gelingt das, indem ihr auf die jeweilige Hardware klickt (CPU
, Arbeitsspeicher
, Datenträger
, etc.). Daraufhin sortiert sich die Tabelle automatisch um und zeigt euch die größten Ressourcenfresser ganz oben an.
Mit einem Rechtsklick und der Wahl von Task beenden
schiebt ihr dem Treiben einen Riegel vor. Startet nun euer Spiel erneut und schaut, ob sich die freigewordenen Ressourcen positiv auf die Performance auswirken.
Tipp Nr. 3: Schaltet Hintergrunddienste ab
Kurios, aber sogar Microsoft höchstpersönlich hat bereits einige Tuning-Tipps für Gamer veröffentlicht! Einer davon betrifft das zeitweilige Abschalten zweier Hintergrunddienste von Windows, was für mehr Leistung sorgen soll. Offiziell bezieht Microsoft sich nur auf Windows 11, aber die Dienste lassen sich auch unter dem noch immer oft genutzten Windows 10 finden und deaktivieren.
Konkret geht es um die Dienste Speicherintegrität
und die VM-Plattform
(Virtuelle Maschine). In beiden Fällen handelt es sich um sicherheitsrelevante Prozesse, weshalb ihr sie nach der Spielesession schleunigst wieder aktivieren solltet.
Was bringt's? In unseren eigenen Messungen ergab sich zwar oftmals ein Zugewinn von nur
einigen FPS. Im Internet finden sich aber auch Erfahrungsberichte von Usern, die von einem größeren Performance-Plus sprechen. Wenn euer Spiel ruckelt, kann euch ein Versuch aber ohnehin nicht schaden, also probiert es einfach mal aus. Die detaillierte Anleitung findet ihr in folgendem Guide:
Das ist es noch lange nicht gewesen, auf Seite 2 findet ihr noch weitere Tuning-Tipps gegen ruckelnde Spiele!
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