Es gibt erschöpfend viele Gründe dafür, sein Geld in ein gutes Audio-System zu investieren – und mindestens genau so viele dagegen. Eines der für mich wichtigsten Gegenargumente: Die schwarzen teilweise mannshohen Brüllwürfel sind einfach unsexy und nehmen viel Platz weg.
Da draußen existieren stylische Speaker wie von den Dänen von Davone (bitte den Preis mit dem Finger zuhalten), aber die benötigen Platz und wollen geschmeidig ins Ambiente eingebettet werden.
Wie wär’s denn stattdessen mit dem durchsichtigen Jetstream-Lautsprecher-System von Ferguson Hill?
Das schafft Durchsicht
Wieso sind Hersteller da nicht schon viel eher drauf gekommen? Bei Fernsehern hat man es schließlich auch geschafft. Durchsichtige Lautsprecher, die den Raum nicht erdrückend eng wirken lassen wie ihre Kollegen.
Das Jetstream-System besteht aus einem Paar Hornlautsprechern, einem Paar Basslautsprechern und einem Bass-Verstärker, die allesamt möglichst unsichtbar
gestaltet wurden.
Als Material kommt Acryl zum Einsatz. Klangtechnisch soll das keinen Unterschied zu anderen Materialien haben, was unabhängig zu testen und zu überprüfen bleibt.
Die Hornlautsprecher sind stattliche 1,65 Meter hoch und wiegen ordentliche 32 Kilogramm. Ach ja, und Jetstream heißt das Set deswegen:
Die Basslautsprecher messen 60 Zentimeter im Durchmesser, 30 davon nimmt der Treiber ein.
Ihr habt Blut geleckt? Dann schlachtet schon mal euer Sparschwein – oder am besten gleich alle: Das gesamte Audio-System berappt 105.200 britische Pfund, umgerechnet etwa 123.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Die schlägt mit weiteren 23.370 Euro zu Buche.
Eine längst überfällig Idee?
Lässt man den Preis mal völlig außer acht, frage ich mich, wieso durchsichtige Lautsprecher nicht sowieso zum Standard-Repertoire gehören.
Geschenkt, wer sich eine Anlage in dieser Preisklasse gönnt, der will, dass sie gesehen wird (Wortspiel beabsichtigt). Doch ein System, das man kaum sieht, ist doch das Totschlagargument, um es zu Hause unterzubringen.
Nicht nur muss es nicht perfekt stehen, es drängt sich optisch auch gar nicht erst auf. Gerade weil die Klötze oftmals, nun, genau wie solche aussehen, finde zumindest ich sie ziemlich unattraktiv – und viele Lebensabschnittspartnerinnen und -partner vermutlich genau so.
»Aber die fallen doch kaum auf« könnte die Universalantwort auf »Wozu brauchst du denn die Lautsprecher?« sein, würden sich nur mehr Hersteller trauen.
Problematisch wird’s erst, wenn ich versehentlich über meine transparenten Jetstream-Basslautsprecher stolpere und in meinen transparenten Fernseher falle.
Zum Glück gibt es auch am anderen Ende des Preisspektrums und bei Soundbars durchaus ordentlichen Sound, wenn man auf ein paar Aspekte achtet:
Die Welt des High-End-Audio ist verrückt und ganz schön teuer. Viele kleine Audioschmieden rund um den Globus stellen Lautsprecher in allen Formen und Farben her. Aber die Grundidee der Jetstream-Boxen hat es mir doch besonders angetan.
Habt ihr eine leistungsstarke Anlage zu Hause? Wenn ja, welcher Und womit bespielt ihr sie? Schreibt euer Setup gerne in die Kommentare.
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