Update vom 12. August:
Unter dem Facebook-Post zu unserer News hat sich inzwischen Stefan Marcinek, CEO und Gründer von Assemble Entertainment und GermanDevDays, geäußert. Und er blick offenbar mit einer Mischung aus Nostalgie und Grauen auf das Spiel zu Der Schuh des Manitu zurück, an dem er selbst beteiligt war.
Erstaunliches Detail: Die Verkaufszahlen waren wohl gar nicht so übel! Marcinek schreibt:
Und ich war damals teilweise für das Spiel beim Publisher mitverantwortlich (ich war jung, angestellt und brauchte das Geld). Der Deal kam kurzfristig zu Stande, innerhalb kürzester Zeit wurde das Mini-Spiel-Albtraum-Gedöns zu Stande gebracht und hat sich sogar ordentlich verkauft. Und das Game war wirklich ein mega Haufen Biberkacke.
Original-Meldung vom 8. August:
Hänno ist bekannt dafür, immer wieder illustre Gäste in seinen Streams willkommen zu heißen. So war kürzlich auch der deutsche Komiker und Filmemacher Michael »Bully« Herbig zu Besuch, um ein wenig über Das Kanu des Manitu zu quatschen und gemütlich Spiele zu daddeln.
Voll im Thema Gaming landet das Gespräch irgendwann bei Spieleklassikern wie Frogger und Galaga, aber das weckt noch eine andere, schmerzliche Erinnerung bei Bully.
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Der Trailer zu das Das Kanu des Manitu zeigt: So sehen Bullys Kultfiguren 24 Jahre nach Teil 1 aus
»Das war mir so peinlich«
Denn als die Kult-Komödie Der Schuh des Manitu 2001 zum Kassenschlager in den Lichtspielhäusern wurde, versuchte man die Welle des Erfolgs auch noch mit einem weiteren Surfbrett mitzunehmen - den Videospielen. Im Stream erklärt der Komiker, wie sich das damals für ihn angefühlt hat (im Video bei etwa 2:06:15):
Da hab ich mich damals breitschlagen lassen. Oh mein Gott, das war furchtbar. Als der Film so erfolgreich im Kino war, kam auf die Schnelle einer, der wollte ein Schuh-des-Manitu-Spiel machen. [...] Zu Recht gibt es das nicht mehr. [...] Das war mir so peinlich.
Link zum YouTube-Inhalt
Auf Hännos Aufruf an die Community, das Spiel ausfindig zu machen, reagiert Bully beschämt: »Bitte nicht, tut's nicht.« Aber wer wären wir, wenn wir so eine Vorlage einfach so liegen lassen? Wie es der Zufall will, wurde GameStar bereits im fernen Jahre 2001 auf diese Spieleperle aufmerksam - der Test von damals spricht für sich. Bully hat nicht zu viel (oder zu wenig?) versprochen.
Wilder Westen zum Abgewöhnen
Das ist einer der großen Vorteile, wenn man nichts wegschmeißt. Man kann sich Jahre später noch über alte Zeiten und Totalausfälle amüsieren. Im GameStar-Test hat das Spiel zu Der Schuh des Manitu in so ziemlich jeder Kategorie versagt.
In der Gesamtwertung konnte das 30-Mark-teure Computerspiel 8 Prozent zusammenkratzen. Spieltester Mick Schnelle verstand hier absolut keinen Spaß:
Das als ›Computerspiel zum Film‹ angepriesene Machwerk würde nicht mal als kostenloses Werbespiel durchgehen. [...], die dafür Verantwortlichen sollte man dazu verdonnern, ihr Machwerk mindestens eine Stunde lang selber zu spielen. Dann bliebe uns solcher Mist in Zukunft vielleicht erspart.
Spielerisch gestaltete sich das Spiel simpel. Als Abahachi oder Ranger oblag es der Spielerin oder dem Spieler, bekannte Gesichter aus dem Film vom Marterpfahl zu befreien.
Mit Flinte und Tomahawk bewaffnet donnerte man auf Schurken, um die Fesseln mittels Klappstuhl zu lösen. Das war's. Einen visuellen Eindruck bekommt ihr auf dem Youtube-Kanal MythosOfPlaying.
Immerhin war dem Spiel damals noch ein schlecht aufgelöster Filmtrailer und ein einzelner Bildschirmschoner beigelegt. Man sollte ja was kriegen für sein Geld.
Wir können gut verstehen, warum Bully nicht gern an dieses Begleitprodukt zurückdenkt. Zu Traumschiff Surprise hat es damals auch ein Spiel gegeben, das sei aber gar nicht mal so schlecht gewesen. Als Point&Click-Adventure konnte man hier zumindest seinen Grips etwas anstrengen. Das Test-Video dazu haben wir euch oben auch gleich noch verlinkt.
Bald seht ihr Abahachi (Michael Herbig), Ranger (Christian Tramitz) und Dimitri (Rick Kavanian) aber auch in der (hoffentlich) gewohnten Qualität wieder. Das Kanu des Manitu kommt am 14. August 2025 in die deutschen Kinos.
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