Voigtländer 40mm F/1.2 an der Nikon ZF
Als ich mir vor knapp 18 Monaten die Nikon ZF gekauft habe, war klar: Das Voigtländer 40 mm f/1,2 muss folgen. Es geht nicht anders. Optisch passt es nämlich perfekt zum Retro-Design der leistungsstarken Kamera.
Aber nicht nur das: Das Objektiv erlaubt ausschließlich manuelles Fokussieren. Was zunächst wie ein Nachteil klingt, dreht bei mir ordentlich an der Spaßschraube. In Kombination mit den Drehreglern der Nikon fühlt sich das Fotografieren richtig entschleunigt und wunderbar haptisch an.
Sitzt der Fokus, dann sind die Bilder knackscharf. Selbst beim Zuschneiden (Crop) verlieren die Fotos kaum an Detailschärfe. Das Bokeh ist zudem schön weich und die Farben gefallen mir in Kombination mit der Nikon wunderbar.
Für Porträts scheint mir dieses Objektiv wie gemacht zu sein, und die Brennweite von 40 Millimetern ist meiner Meinung nach ein schöner Sweetspot, um einen bequemen Abstand zum Motiv zu bewahren. Es ist der ideale Kompromiss zwischen 35 und 50 Millimetern.
Beispielfotos mit dem Voigtländer 40mm F/1.2:
Das Objektiv zaubert zudem richtig spitze Sonnensterne aufs Bild und bietet damit kreativen Spielraum. Das Teil hat Charakter.
Aber lasst euch nicht täuschen. Auch wenn eine Offenblende von f/1,2 auf dem Papier beeindruckend klingt, kann die Realität ernüchternd sein. Bei Blende 1,2 büßt das Objektiv zunehmend an Schärfe ein und auf den Bildern ist eine deutliche Vignettierung zu sehen, die sich jedoch im Nachhinein korrigieren lässt.
Da ich jedoch vorrangig mit Blendenwerten zwischen f/2,0 und f/8,0 fotografiere, stört mich dieser Umstand zu keinem Zeitpunkt. Wenn ich eine Wertung vergeben müsste, würde das Voigtländer in Bezug auf Preis, Leistung, Haptik, Verarbeitung und Spaß eine klare 10/10 bekommen.
Auf der nächsten Seite erzählt euch Linh seine Erfahrung mit Voigtländer-Linsen – sowohl in der analogen als auch in der digitalen Fotografie.
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