Welche Hobbys habt ihr so? Musik machen, Videospiele spielen oder vielleicht Malerei? Egal was, solange ihr noch keine Yacht selbst gebaut habt, kann euch Clyde Stires wahrscheinlich noch etwas beibringen.
Während Jeff Bezos und Mark Zuckerberg heute Millionen für ihre Luxusyachten ausgeben, ging der Mann aus Missouri bereits im Jahr 1987 Jahren einen ganz anderen Weg (via xataka.com).
Vom Spielzeugbastler zum Yacht-Bauer
Stires' ungewöhnliche Laufbahn begann früh. Als 12-Jähriger zog er mit seiner Familie von Missouri nach Kalifornien, wo ihm sein Vater den Umgang mit Werkzeugen beibrachte.
Was als Hobby mit selbstgebastelten Spielzeugen startete, entwickelte sich in den 70ern zu einem florierenden Geschäft mit maßgeschneiderten Fahrzeugen.
Nach dem Kauf seines ersten Boots in Taiwan war für Stires klar: Er wollte zurück ins Wasser – und das mit seinen eigenen Bedingungen. Also verkaufte er fast seinen gesamten Besitz und wagte 1987 das Projekt seines Lebens.
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Da ein Bau im Werft unbezahlbar gewesen wäre, suchte Stires nach Alternativen. Seine Wahl fiel auf Perris, eine alte Eisenbahnstadt in Kalifornien mit trockenem, sonnigem Klima – ideal für den Bootsbau.
Was folgte, war ein Haufen Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen:
- Unzählige Skizzen und maßstabsgetreue Modelle
- Perfektionierung sämtlicher Techniken vom Schweißen bis zur Elektrik
- Jahrelange Arbeit am 27,86 Meter langen Katamaran
Die Nachbarn staunten angeblich nicht schlecht, als das Boot täglich größer wurde – ohne eine große Wassermasse in der Nähe. Ein Anwohner erinnerte sich später: Plötzlich tauchte dieses riesige Boot auf und wurde jeden Tag größer. Das war schon verrückt anzusehen.
1994 war es soweit: Die Kaleidoscope
war fertig. Doch wie sollte ein 28-Meter-Schiff vom Binnenland ans Meer? Stires' Lösung war radikal – er zersägte sein Lebenswerk und ließ es in Teilen zum Ozean transportieren.
Dramatisches Ende in Mexiko?
Nachdem die eigens gebaute Yacht ihren Weg ins Meer gefunden hatte, nahm eine unerwartete Wendung: Während eines Aufenthalts in Puerto Vallarta wurde die Yacht von einem Kartell gestohlen. Obwohl die Behörden das Schiff später zurückholten, war der Rücktransport so kompliziert, dass Stires es lieber verkaufte.
In einem Interview mit seinem Neffen erzählt Stires von dem Diebstahl:
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Wie sieht es heute aus? Die Kaleidoscope
existiert noch heute als Charteryacht und wird als Limousine der Meere
vermarktet. Die Yacht wird von ihren Besitzern vermietet und soll vor allem während der Walbeobachtungssaison zu empfehlen sein.
Stires' Traum lebt also weiter – wenn auch nicht mehr in seinen Händen.
Seid ihr handwerklich begabt? Was habt ihr schon selbst gebaut? Verratet es uns gerne unten in den Kommentaren!
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