Bald steht wieder Weihnachten vor der Tür und vielleicht möchtet ihr euch oder jemand anderen mit einem neuen Laptop beschenken.
Aber die Suche nach einem guten
Laptop kann mühsam sein. Der Markt ist regelrecht überfüllt mit unzähligen Modellen. Doch was macht eigentlich einen guten Laptop aus?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ein guter Laptop ist der, der perfekt zu euren individuellen Anforderungen passt.
Der Office- und Alltags-Laptop
Für die meisten Nutzer, die hauptsächlich im Internet surfen, E-Mails schreiben, Dokumente bearbeiten und Medien streamen, steht die rohe
Leistung nicht an erster Stelle. Hier zählen andere Qualitäten.
Ein guter Office-Laptop zeichnet sich vor allem durch seine Effizienz und häufig auch durch den günstigen Preis aus. Bei den Komponenten ist ein ausgewogenes Verhältnis wichtig.
Ein Prozessor der mittleren Leistungsklasse, wie ein Intel Core i5 oder ein AMD Ryzen 5, ist meist schon völlig ausreichend. Viel wichtiger für ein flüssiges Bedienerlebnis im Alltag ist der Arbeitsspeicher.
Weniger als 16 GB sollten es nicht mehr sein, um auch bei vielen geöffneten Browser-Tabs und Programmen keine Verzögerungen zu spüren. Wenn es aber wirklich auf jeden Euro ankommt und eure Anforderungen sehr gering sind, können auch 8 GB noch ausreichen, empfehlen würde ich das allerdings nicht.
Absolut unverzichtbar ist eine SSD. Sie sorgt dafür, dass der Laptop in Sekunden hochfährt und Programme blitzschnell starten. Um Geräte mit herkömmlicher HDD-Festplatte solltet ihr im Jahr 2025 einen Bogen machen.
Ebenfalls relevant ist die emittierte Lautstärke, hier gibt es zwischen den einzelnen Modellen zum Teil sehr große Unterschiede.
Auch das Display ist entscheidend: Hier solltet ihr nicht weniger als eine Full-HD-Auflösung (1920x1080) wählen. Dazu muss das Panel hell genug sein, um auch in helleren Umgebungen gut ablesbar zu sein. Ein mattes Display ist oft angenehmer für die Augen, da es Reflexionen reduziert. Speziell bei günstigeren Laptops werdet ihr hier die größten Abstriche machen müssen.
Hochwertige Mini-LED- oder OLED-Panels bieten bei der Darstellungsqualität einen handfesten Vorteil, sind aber teureren Geräten vorbehalten. Besonders günstige TN-Panels solltet ihr aber nicht kaufen, da die Farben recht schnell verfälschen, wenn ihr nicht gerade im genau richtigen Blickwinkel vor dem Rechner sitzt.
Nicht zu vergessen sind auch die Eingabegeräte. Eine komfortable Tastatur mit gutem Druckpunkt und ein präzises Trackpad sind Gold wert, wenn man täglich viele Stunden damit arbeitet. Nicht ist nervender als ein bei jedem Anschlag klapperndes Keyboard, das beim geringsten Druck bereits deutlich nachfedert.
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Der mobile Begleiter
Eine spezielle Untergruppe, die über den Standard-Office-Laptop hinausgeht, sind Geräte, die für maximale Mobilität konzipiert sind. Diese Laptops, oft als Ultrabooks oder 2-in-1-Convertibles bezeichnet, richten sich an Nutzer, die häufig unterwegs sind, im Zug arbeiten oder nur minimales Gepäck dabeihaben möchten.
Das Gewicht ist bei einem solchen Rechner der entscheidende Faktor, viele dieser Geräte wiegen kaum mehr als ein Kilogramm. Erreicht wird dies durch kompakte Bauformen (oft 13 oder 14 Zoll) und leichte, aber stabile Materialien wie Aluminium, Magnesium oder Carbon.
Überhaupt ist Qualität ein wichtiger Punkt. Der Rechner muss schon eine gewisse Widerstandsfähigkeit haben, wenn er ständig mit auf Reisen genommen wird. An einem instabilen Modell mit Kunststoffgehäuse werdet ihr da nicht lange Freude haben.
Die absolute Priorität bei diesen Geräten ist die Akkulaufzeit. Ziel ist es, einen vollen Arbeitstag oder eine lange Reise ohne Zugang zu einer Steckdose zu überstehen.
Die Prozessoren sind daher auf extreme Effizienz getrimmt, was zwar für Alltagsaufgaben mehr als ausreicht, bei dauerhafter Höchstleistung aber zu Drosselungen führen kann.
Sehr gut für unterwegs eignen sich auch die kleineren MacBooks, die dank ihrer effizienten ARM-CPUs lange Akkulaufzeiten bieten. Eine Windows-Alternative können Geräte mit Snapdragon X Elite Chips sein, die ebenfalls auf der ARM-Architektur basieren.
Beim RAM sollten es auch hier mindestens 16 GB sein. Wenn ihr unterwegs mit vielen Excel-Tabellen jonglieren müsst oder mit Photoshop Bilder bearbeiten wollt, können auch 32 GB nicht schaden.
Beim Display ergibt es Sinn, ein Gerät mit mattem oder entspiegeltem Panel zu kaufen, um Reflexionen auf ein Minimum zu reduzieren. Auch hier gilt die Devise: Wer mehr bezahlt, bekommt auch ein besseres Display.
Wie bereits erwähnt, sollte eine SSD verbaut sein. Diese ist nicht nur erheblich schneller als mechanische Datenträger, sie ist auch resistent gegenüber Erschütterungen. Bei einem Notebook, das primär für unterwegs gedacht ist, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Der größte Kompromiss bei diesen ultra-mobilen Geräten liegt oft bei den Anschlüssen. Um die meist dünne Bauform zu realisieren, verzichten Hersteller mittlerweile immer öfter auf traditionelle USB-A- oder HDMI-Ports und setzen ausschließlich auf USB-C (oft mit Thunderbolt).
Das bedeutet, dass man für den Anschluss eines Monitors oder USB-Sticks häufig einen Adapter benötigt. Auch die Tastaturen haben aufgrund der flachen Bauweise meist einen geringeren Hubweg, was gewöhnungsbedürftig sein kann.
Laptops für professionelle Workloads und Gamer
Ganz anders sieht die Prioritätenliste bei mobilen Workstations oder Gaming-Laptops aus. Hier wird Mobilität oft der reinen Leistung geopfert. Das wichtigste Bauteil ist hier ohne Zweifel die dedizierte Grafikkarte.
Während Office-Laptops meist mit dem im Prozessor integrierten Grafikchip auskommen, benötigen Spieler und Profis eine leistungsstarke GPU von Herstellern wie Nvidia (Gerorce RTX) oder AMD (Radeon), um moderne Spiele flüssig und in hohen Details darstellen zu können.
Für professionelle Anwender gibt es spezielle Grafikkarten von Nvidia (z.B. Quadro) und AMD (Radeon Pro), die sich die Hersteller aber auch fürstlich bezahlen lassen.
Passend dazu muss auch der Prozessor stark sein, oft ein Core i7/i9 (Intel) oder Ryzen 7/9 (AMD), um die Grafikkarte nicht auszubremsen. Je mehr Leistung, desto besser, entsprechende CPUs besitzen oft 16 oder mehr Kerne und sind für alle anfallenden Aufgaben gerüstet.
Die Leistung eines solchen Notebooks steht der eines Desktop-PCs in fast nichts mehr nach.
Beim Arbeitsspeicher sind mittlerweile 32 GB das Minimum, Enthusiasten können direkt zu 64 GB greifen. Bei professionellen Tätigkeiten können aber auch durchaus 128 GB Sinn machen.
Ein Aspekt, der bei solchen Laptops gerne übersehen wird, ist das Display. Es geht nicht nur um die Auflösung, sondern vor allem um die Bildwiederholrate. Ein 144-Hz-Display (oder schneller) sorgt für eine extrem flüssige Darstellung von schnellen Bewegungen, was in Wettkampfspielen ein echter Vorteil ist.
Wenn ihr schon für das neue Notebook richtig tief in die Tasche greift, nehmt in jedem Fall ein Mini-LED- oder OLED-Panel. Glaubt mir, ihr werdet den Unterschied deutlich sehen. Wenn ihr kein Vermögen opfern möchtet, tut es aber auch ein guter IPS-Bildschirm.
Die größte Herausforderung für Gaming-Laptops und mobile Workstations ist die Kühlung. All diese Hochleistungskomponenten produzieren enorm viel Wärme auf engstem Raum.
Ein gutes Kühlsystem ist entscheidend, damit der Laptop unter Last nicht überhitzt und seine Leistung drosseln muss. Rechnet in jedem Fall damit, dass ein solches Hochleistungs-Notebook unter Last niemals leise sein wird.
Fazit der Redaktion
Am Ende macht einen guten Laptop nicht einfach die teuerste Komponente aus. Es ist vielmehr das Gesamtpaket. Was nutzt die stärkste GPU und der schnellste Prozessor, wenn die Kühlung nicht ausreichend dimensioniert ist und das System ständig drosselt?
Aber auch schlechte Eingabegeräte oder ein mieses Display können euch schnell den Spaß am neuen Rechner verderben.
Ein Notebook ist erst dann gut, wenn es euren Anforderungen genügt. Ich gebe euch hier auch in regelmäßigen Abständen Empfehlungen, wie etwa 3 Laptops für Studenten unter 1.000 Euro. Nehmt euch beim Kauf ausreichend Zeit und schätzt euren Bedarf richtig ein.
Nur für Office braucht es keine dedizierte Grafikkarte, und wenn ihr das Gerät eh nur stationär an einem externen Monitor betreiben möchtet, könnt ihr euch das Geld für ein Mini-LED- oder OLED-Panel sparen.

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