Laptops haben diverse Nachteile im Vergleich zu einem stationären Computer. Die vermutlich größten dürften die hohen Preise und die nur sehr überschaubaren Aufrüstmöglichkeiten sein. Abgesehen von RAM, SSD und vielleicht noch dem WLAN-Modul ist da nichts zu machen. Und selbst diese wenigen Komponenten werden immer häufiger direkt auf der Hauptplatine verlötet. So gibt der User dann unter Umständen sehr viel Geld für ein Gerät aus, das spätestens nach zwei Jahren zum alten Eisen gehört.
Ein komplett aufrüstbares Notebook ist daher ein Traum und wäre dazu auch noch deutlich nachhaltiger, da Display, Gehäuse etc. länger verwendet werden können. Außer schönen Konzepten, die der ein oder andere Hersteller gerne mal auf einer Messe zeigt, gibt es mit Framework aber aktuell nur ein Unternehmen, das ein solches Gerät zum Kauf anbietet. Tatsächlich hat der Hersteller mittlerweile sogar ein ganzes Laptop-Portfolio, das Modelle mit 12-, 13- und 16-Zoll-Display umfasst.
Bei diesen Geräten könnt ihr eigentlich alles austauschen, inklusive CPU und Grafikkarte (sofern nicht die IGPU genutzt wird). Natürlich ist die Auswahl an Prozessoren und Pixelbeschleunigern begrenzt, denn die Module sollen ja auch zu älteren Modellen des Herstellers kompatibel bleiben.
Der Ansatz gefällt mir sehr gut! Wann habt ihr zum letzten Mal eine austauschbare Nvidia-Grafikkarte in einem Laptop gesehen?
Kann sich noch jemand an den MXM-Standard erinnern? Das war ein guter Ansatz, der sich leider nie durchgesetzt hat und sich auch nie durchsetzen wird.
Der Grund ist relativ einfach: Warum sollte ein Hersteller auch viel Arbeit und Hirnschmalz in ein Kühlsystem investieren, das sich auch für künftige GPUs eignet, wenn man mit weniger Aufwand und einem deutlich höheren Gewinn dem Kunden auch gleich ein komplett neues Notebook verkaufen kann?
Framework goes Blackwell
Aber zurück zu Framework: Bei den Grafikkarten war bisher bedauerlicherweise nur ein Modul mit AMD Radeon 7700S verfügbar, mit dem anspruchsvolle Spieler aber nur bedingt glücklich wurden. Doch mit der neuesten Version des Framework 16 gibt es nun auch ein Grafikmodul mit Nvidia RTX 5070.
Klar, die mobile 5070 ist kaum schneller als die alte RTX 4070, aber dank DLSS 4 und Frame Generation, sollte der Chip auch anspruchsvolle Spiele mit adäquaten Frameraten auf den Bildschirm bringen.
Doch ich frage mich, warum Framework nicht noch einen Schritt weiter geht? Eine 5080 oder gar eine 5090 sind aufgrund ihrer hohen Verlustleistung utopisch, darauf spekuliere ich auch nicht. Aber warum nicht eine RTX 5070 Ti? Die normale 5070 kann offiziell mit einer TGP von 50 bis 100 Watt konfiguriert werden, bei der deutlich schnelleren 5070 Ti wären es 60 bis 115 Watt.
Wenn die 5070 im neuen Framework 16 nicht gerade mit mickrigen 50 Watt läuft, müsste rein von der Verlustleistung auch das stärkere Modell passen. Es sei denn, dass das Ti-Modell nach einer deutlich anspruchsvollen Stromversorgung verlangt.
Ich habe mal freundlich beim Hersteller angefragt, ob eine entsprechende Option im Bereich des Möglichen liegt, mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme.
Framework endlich auch für Spieler
Die 5070 Ti stellt für mich den Einstieg in das anspruchsvolle mobile Gaming dar. Der Chip ist deutlich schneller als die RTX 5070 und würde das Framework 16 für die Zielgruppe der Spieler erheblich interessanter machen.
Eine weitere Option könnte ein Framework 17 sein, das dann auch Platz für dicke Grafikkarten wie 5080 oder sogar 5090 bieten könnte. Dann müsste man sich im Idealfall nur noch einmal ein Notebook kaufen und könnte alle 2 oder 3 Jahre einfach ein Upgrade auf eine schnellere Grafikkarte durchführen. Eine schöne Vorstellung, oder?
Nur eines dürfte dabei sicher schon jetzt klar sein, billig würde der Spaß nicht. Bereits mit RTX 5070 kostet das Framework 16 schon mehr als 3.600 Euro. Eine RTX 5070 Ti dürfte den Preis vermutlich auf über 4.000 Euro treiben. Was ein fiktives Framework 17 mit RTX 5090 kosten würde, möchte ich mir dagegen nicht einmal ausmalen.
Aber träumen darf man doch, oder?
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