Dass Peter Jacksons Filme zu Der Herr der Ringe und zu Der Hobbit detailverliebt und voll von Hinweisen auf das Gesamtwerk des Autors sind, ist kein Geheimnis. J.R.R. Tolkien hat neben Büchern auch Gedichte geschrieben und diese finden sich in den Filmen wieder. Für nur einen kurzen Augenblick könnt ihr im ersten Teil der Hobbit-Verfilmung die Zeilen eines seiner Gedichte sehen.
Ein Gedicht über eine unerwartete Reise
Egal ob in der Kinofassung oder der Extended Edition, wenn ihr bei Minute 11:38 in Der Hobbit: Ein unerwartete Reise auf Stopp drückt, könnt ihr das Gedicht erspähen.
Auf Bilbos Schreibtisch in seinem Haus in Beutelsend ist kurz ein Stück Pergament zu sehen. Durch die verschörkelte Schrift ist es nur bei einem Standbild zu erkennen: Dort steht in englischer Sprache:
There was a merry passenger
a messenger, a mariner
he built a gilded gondola
to wander in, and had in her
a load of yellow oranges
and porridge for his provender
he perfumed her with marjoram
and cardamon and lavender
Dabei handelt es sich um die erste Strophe von Errantry oder Irrfahrt im Deutschen. Das Gedicht wurde 1933 von Tolkien veröffentlicht, also vor Der Hobbit im Jahr 1937. Da Tolkien das Buch aber Anfang der 1930er Jahre schrieb, fällt es wohl in dieselbe Schaffenszeit.
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Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Deutscher Kino-Trailer
Das Gedicht handelt von einem Abenteuerer, einem Ritter und Boten, der mit einem Schiff auf Reisen geht, sich in einem Schmetterling verliebt und gegen Insekten kämpft.
In der Welt von Mittelerde ist allerdings Bilbo Beutlin der Verfasser. Er schrieb das Gedicht kurz nach seiner Rückkehr vom einsamen Berg, inspiriert von seinem Abenteuer und seinen Begegnungen mit den Elben.
Das Gedicht wird später von Bilbo noch in das Lied von Eärendil umgewandelt, welches eine Kurzfassung der Geschichte von Eärendil dem Seefahrer, also Elronds Vater, ist. Es gibt mehrere Versionen dieses Gedichtes, aber eine davon rezitiert Bilbo selbst im Buch Die Gefährten, als sich Frodo im Bruchtal von seiner Verletzung durch die Nazgûl erholt.
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