3,5 Milliarden WhatsApp-Nummern abgerufen: Für den größten Datenabfluss der Geschichte reicht ein einfacher Trick

Österreichischen Forschern gelang es, alle Telefonnummern und weitere Profildaten von WhatsApp-Nutzern herunterzuladen.

Mit einer einfachen Methode gelang es Forschern, alle Whatsapp-Nummern zu identifizieren.(Bildquelle: WhatsApp) Mit einer einfachen Methode gelang es Forschern, alle Whatsapp-Nummern zu identifizieren.(Bildquelle: WhatsApp)

WhatsApp ist eine der populärsten Apps, um Nachrichten, Bilder und Videos zu versenden. Anfang des Jahres gab der Mutterkonzern Meta an, dass im Durchschnitt 46,8 Millionen Nutzer in Europa auf WhatsApp zugreifen würden.

Das ist passiert: Forscher haben mit einer einfachen Methode alle 3,5 Milliarden WhatsApp-Telefonnummern identifiziert und dabei auch weitere Profildaten heruntergeladen.

Für den Abruf der Daten benutzten die Forscher eine Methode, die WhatsApp auch einsetzt. Nutzer können WhatsApp Zugriff auf das Telefonbuch geben, um herauszufinden, ob Kontakte den Messenger ebenfalls nutzen. WhatsApp überprüft dann, ob eine Telefonnummer registriert ist.

Die Forscher aus Wien stellten fest, dass WhatsApp diese Anfragen nicht limitiert. So kamen sie mit nur fünf WhatsApp-Accounts und Open-Source-Programmen auf 7.000 überprüfte Telefonnummern in der Sekunde.

Damit gelang es den Forschern, alle 3,5 Milliarden WhatsApp-Telefonnummern zu identifizieren und Ländern zuzuordnen.

Allein diese Information kann für Nutzer in bestimmten Ländern zu einem Problem werden. So ist WhatsApp etwa in China verboten, was für die 2,3 Millionen aktiven Konten ein Problem werden könnte.

Auch andere Daten abrufbar

Rund 30 Prozent aller Nutzer von WhatsApp haben Informationen in das Feld Info des Profils eingetragen. So gaben die Forscher an, dass Nutzer hier auch politische Einstellungen, ihre sexuelle Orientierung oder ihre Religion verraten haben. Auch Links zu Profilen auf anderen Webseiten und E-Mail-Adressen waren zu finden.

Daneben konnten die Forscher auch auf alle öffentlichen Profilbilder zugreifen. Zu Demonstrationszwecken luden sie alle 77 Millionen öffentliche Profilbilder von Nutzern aus Nordamerika herunter. Diese Fotos wurden stichprobenartig in eine Software zur Erkennung von Gesichtern geladen. Laut den Forschern wurde so in rund zwei Dritteln der Fälle ein menschliches Gesicht identifiziert.

Für WhatsApp-Nutzer haben die Forscher nur einen Rat: Über die öffentlich zugänglichen Informationen nachdenken und diese gegebenenfalls anpassen oder löschen.

Laut Heise Online soll Meta mittlerweile Sicherheitsmaßnahmen eingeführt haben, um die Abfrage großer Datenmengen einzuschränken. So soll es pro Telefonnummer mittlerweile ein lebenslanges Limit geben, welches die Abrufe nach Nummern einschränkt. Nun ist eure Meinung gefragt.

Nutzt ihr WhatsApp und habt das Feld Info oder ein Profilbild ausgewählt? Plant ihr dies in Zukunft zu ändern? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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