Seite 4: Wie viel RAM braucht man? 8 GB vs. 16 GB vs. 32 GB in Spielen

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Andere RAM-Faktoren, die die Performance beeinflussen

Außer der Speichermenge können vor allem die folgenden drei Aspekte beim Arbeitsspeicher noch ein nennenswerter Faktor für die Performance in Spielen sein.

1. Zahl der RAM-Riegel beziehungsweise Single-, Dual- oder Quad-Channel

Wir empfehlen den Einsatz von mindestens zwei RAM-Modulen, um den Dual-Channel-Modus statt des Single-Channel-Modus nutzen zu können. Das sorgt erfahrungsgemäß häufig für eine bessere Performance in Spielen.

Achtet allerdings darauf, dass die Module dafür in der Regel nicht direkt nebeneinander auf dem Mainboard platziert werden müssen, sondern mit einer Slot-Reihe Abstand.

Ob das auch für euer Mainboard gilt, erfahrt ihr im entsprechenden Handbuch des Herstellers oder teils auch über eine passende Beschriftung auf dem Mainboard, wie im folgenden Bild zu sehen.

Um den Dual-Channel-Modus zu nutzen, müsst ihr die Speicher-Module meist wie hier zu sehen versetzt und nicht direkt nebeneinander platzieren. Um den Dual-Channel-Modus zu nutzen, müsst ihr die Speicher-Module meist wie hier zu sehen versetzt und nicht direkt nebeneinander platzieren.

Mit vier RAM-Modulen ist der nochmals schnellere Quad-Channel-Modus nutzbar, allerdings unterstützen bei AMD und Intel nur die teuren Highend-Plattformen wie der Sockel TR4/sTRX4 (AMD) und der Sockel 2066 (Intel) diesen Modus. Für die meisten Spieler ist Quad-Channel deshalb keine Option.

2. Höhe des Speichertaktes

Genau wie Grafikkarten oder Prozessoren arbeiten auch RAM-Module mit einer bestimmten Taktrate. Ein höherer Takt kann die Leistung verbessern. Wie stark das der Fall ist, hängt von der verwendeten CPU und der jeweiligen Anwendung ab.

So ist es bei AMDs aktuellen Ryzen-Prozessoren tendenziell wichtiger als bei Intel-CPUs, Speicher mit einer möglichst hohen Taktrate wie etwa 3.600 MHz zu verwenden.

Achtet allerdings darauf, dass entsprechende Speichertaktraten auch von eurem Mainboard unterstützt werden müssen und dass es bei besonders hohen Werten oder dem manuellen Übertakten tendenziell eher zu Kompatibilitätsproblemen kommt.

Das rechts zu sehende Mainboard MSI B450 Tomahawk Max unterstützt für Ryzen-3000-CPUs wie den links zu sehenden Ryzen 5 3600 Speichertaktraten von bis zu 4.133 MHz - offiziell zählt aber alles oberhalb von 3.200 MHz als Overclocking. Das rechts zu sehende Mainboard MSI B450 Tomahawk Max unterstützt für Ryzen-3000-CPUs wie den links zu sehenden Ryzen 5 3600 Speichertaktraten von bis zu 4.133 MHz - offiziell zählt aber alles oberhalb von 3.200 MHz als Overclocking.

3. Speicher-Timings

Neben der Taktrate sind zu guter Letzt die so genannten Timings des Speichers eine nennenswerte Größe. Sie geben in Werten wie beispielsweise »16-18-18-38« an, wie schnell der Speicher auf bestimmte Anforderungen reagiert.

Diese Werte zu senken oder RAM-Module zu kaufen, die von Haus aus über besonders niedrige Timings verfügen, kann sich ebenfalls positiv auf die Performance auswirken. Wie stark das gegeben ist, variiert aber erneut von Fall zu Fall.

Allzu große Performance-Sprünge solltet ihr von besonders niedrigen Speicher-Timings nicht erwarten. Für Tüftler ist es aber durchaus einen Versuch wert, sie zu optimieren.

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