William Shatner erreichte durch seine Verkörperung von Captain Kirk einen Legendenstatus in der Sci-Fi-Welt. Das war aber noch nicht alles. Ende der 80er Jahre entwickelte er in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Autor Ron Goulart sogar ein eigenes Sci-Fi-Universum.
Das Franchise startete 1989 mit dem Roman TekWar, wobei Goulart als Ghostwriter der fungierte. Insgesamt erschienen neun Romane, eine Comicbuchreihe (1992), ein Sammelkartenspiel (1993), vier Filme (1992), 22 Episoden und zwei Staffeln einer Serie (1994 - 1996) und ein Videospiel (1995). Letzteres strotzte vor Ambitionen, ist heute aber beinahe in Vergessenheit geraten.
Was ist das für ein Spiel?
Bei William Shatner's TekWar handelt es sich um einen Cyberpunk-Ego-Shooter für den PC (MS-DOS). Die Entwicklung übernahm das Studio Capstone Software, das nur kurz darauf bankrottging und geschlossen wurde.
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Darum geht's: Es ist 2045 und ihr steuert einen ehemaligen Polizisten, der aufgrund einer Straftat im Kyroschlaf-Gefängnis gelandet ist. Er hat die Chance, früher freigelassen zu werden, wenn er etwas Unglaubliches schafft: Den Handel mit der neurologischen Droge Tek zu unterbinden. Dafür muss er sieben TekLords finden, ihre Drogenoperationen zerschlagen und in die Matrix eindringen, um die Bedeutung mysteriöser Symbole zu entschlüsseln.
Gameplay: TekWar ist ein klassischer 90er-Jahre Ego-Shooter in einer hal-boffenen Welt, der 1995 abseits von William Shatner als Sprecher durch zwei Besonderheiten hervorstach. Ihr könnt alle NPCs im Spiel erschießen, sogar Zivilisten. Zudem reagieren alle NPCs auf eure Handlungen. Zielt ihr etwa auf einen Polizisten, greift er euch an. Außerdem gibt es einen Hub, von dem aus ihr die unterschiedlichen Level betretet.
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Eine Enttäuschung
Auch wenn William Shatner's TekWar vielfach für die einzigartigen Spielansätze gelobt wurde, war das Fazit der internationalen Fachpresse weitgehend mittelmäßig bis schlecht. Gamespot kritisierte etwa das eintönige Missionsdesign, die unterdurchschnittliche KI, insbesondere die der Polizei, und die veraltete Grafik.
Bei der Grafik gibt es verschiedene Meinungen, vor allem unter den Fans waren viele Leute davon begeistert.
Am Ende konnte sich TekWar nicht gegen Konkurrenten wie Star Wars: Dark Forces, Duke Nukem 3D und Quake durchsetzen, weswegen es über die Jahrzehnte in der Versenkung verschwand.
Wo könnt ihr es spielen?
Einen umfassenden Spieldurchlauf von William Shatner's TekWar findet ihr bei World-of-Longplays auf YouTube. Solltet ihr das Spiel selbst spielen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn ihr noch einen alten Rechner zu Hause herumstehen habt, könnt ihr das Spiel gebraucht ergattern. Dafür werden aber gerne 25 Euro oder mehr fällig. Alternativ bleibt noch die 31 Jahre alte Demo, die ihr kostenlos über etablierten Archiv Seiten finden könnt.
Bei offiziellen Onlinestores sieht es aktuell düster aus. Und aufgrund fehlender Nachfrage solltet ihr trotz des Preservation-Programs von GOG nicht damit rechnen, dass sich das bald ändert.
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