Windows 10-Updates nur gegen Bezahlung: Was nach einer guten Option klingt, könnte zum Problem für die Umwelt werden

Das Ende von Windows 10 könnte Unmengen von Elektroschrott verursachen.

Viele Nutzer können aufgrund der Systemanforderungen nicht auf Windows 11 upgraden. (Bild: Erik Mclean über Unsplash) Viele Nutzer können aufgrund der Systemanforderungen nicht auf Windows 11 upgraden. (Bild: Erik Mclean über Unsplash)

Microsofts Plan, den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 einzustellen, könnte laut Canalys Research dazu führen, dass laut deren Schätzung etwa 240 Millionen PCs entsorgt werden. Das könnte zu einer Menge Elektronikschrott führen. 

Windows 10-Rechner könnten reihenweise im Müll landen

Euer Windows 10-PC oder -Laptop wird auch nach dem Ende des OS-Supports jahrelang funktionsfähig bleiben. Trotzdem werden sich viele Nutzer aufgrund der fehlenden Sicherheitsupdates wohl überlegen, auf Windows 11 umzusteigen. Das Problem dabei ist, dass sehr viele Geräte nicht kompatibel mit dem neuen Betriebssystem sind.

Windows 11 benötigt ein System mit TPM 2.0-Unterstützung für erhöhte Sicherheit. Das Problem dabei ist, dass viele ältere Systeme es nicht unterstützen und daher kein Update auf das neue Betriebssystem machen können. 

Was ist TPM 2.0? TPM 2.0 (Trusted Platform Module) ist ein Sicherheitschip, der in Computerhardware integriert ist, um kritische Informationen wie Verschlüsselungsschlüssel und Authentifizierungsdaten zu schützen. Es dient dazu, die Sicherheit von Systemen durch hardwarebasierte Sicherheitsfunktionen zu erhöhen.

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Die Home-Version reicht fürs Gaming.
Windows 11 Home ist das aktuelle Standardbetriebssystem für Gaming-PCs. Es unterstützt alle wichtigen Zocker-Features und wird noch lange mit Updates versorgt.
  • Kein PC-Spiel erfordert mehr als Windows 11 Home
  • Gegenüber Windows 10 verbesserter Support moderner CPU-Architekturen
  • Weniger Sicherheits- und Fernwartungsfunktionen als Windows 11 Pro
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Der generelle Funktionsumfang von Windows 11 Home ist natürlich auch bei der Pro-Version vorhanden. Zusätzlich gibt es aber mehr Sicherheitsfeatures wie die Festplattenverschlüsselung Bitlocker.
  • Festplattenverschlüsselung sowie weitere Sicherheits- und Fernwartungs-Funktionen
  • Die meisten Zusatzfunktionen braucht ein reiner Gaming-PC nicht
  • Gegenüber Windows 11 Home deutlich teurer

Wer nach dem offiziellen Support-Ende weiterhin bei Windows 10 bleiben möchte, kann weiterhin Updates erhalten, muss aber eine jährliche Gebühr bezahlen. Dieser verlängerte Support (bis zum 14. Oktober 2028) ist eigentlich kein schlechter Service, könnte aber Auswirkungen auf die Umwelt haben. 

Wenn die Preisstruktur für den erweiterten Windows 10-Support den bisherigen Trends entspricht, könnte der Umstieg auf neuere Computer kosteneffektiver sein. Dadurch wird die Anzahl älterer, zu verschrottenden, Geräte erhöht, so Canalys Reseach.

Wenn ihr von diesem Problem betroffen seid, könnte es lohnen, auf eurem alten Gerät ein anderes Betriebssystem zu installieren. Also eines, das weiterhin mit Updates versorgt wird. Beispiele dafür sind verschiedene Linux Distributionen wie Mint oder Ubuntu. Auch Chrome OS Flex könnte eine Option sein, wenn euch der Funktionsumfang von Google Chrome ausreicht. 

Was haltet ihr davon, dass Microsoft einen verlängerten OS-Support anbietet, den aber nur per Bezahlung möglich macht? Vollkommen verständlich oder doch eine schlechte Entscheidung? Habt ihr selbst ein System, das vom Ende des Update-Supports für Windows 10 betroffen ist? Oder nutzt ihr Windows nicht als Betriebssystem, seid den Neuerungen gegenüber deshalb indifferent gegenüber eingestellt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. 

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