Mit dem frisch veröffentlichten Windows-Update KB5094126 hält die Funktion Low Latency Profile
Einzug in das Betriebssystem von Microsoft (via Windows Latest).
Sie soll durch ein besonders schnelles (und kurz andauerndes) Hochtakten der CPU Verzögerungen beim Start von Windows-Elementen wie dem Startmenü und anderen Programmen minimieren.
Ich habe das im Vorfeld teils als Cheating
kritisierte neue Feature bereits ausprobiert und verrate euch, wie ihr es aktivieren könnt und was es im PC-Alltag meiner Erfahrung nach bringt.
4:00
Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?
Die Voraussetzungen für das neue Feature
Damit ihr von der neuen Windows-Funktion profitieren könnt, muss euer PC bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
- Das Windows-Update KB5094126 muss installiert sein
- Wer das Feature sofort nutzen will, muss es teils manuell mit dem Programm ViveTool aktivieren (dazu gleich mehr)
- Die Taktboost-Funktion der CPU muss aktiviert sein (ist standardmäßig der Fall)
Die manuelle Aktivierung ist nur dann notwendig, wenn ihr nicht warten wollt, bis das Feature von selbst in Windows eingeschaltet wird. Denn der Download des neuen Updates schafft zwar die nötigen Voraussetzungen zur Nutzung des Features, sofort aktiv ist es aber nicht zwingend.
Das liegt am sogenannten Controlled Feature Rollout
(CFR). Manche neuen Funktionen werden dadurch erst nach und nach auf allen PCs frei geschaltet, um größere Probleme im Fall der Fälle zu vermeiden und das Feature zunächst in einem kleineren Rahmen öffentlich zugänglich zu machen.
Manuelle Aktivierung per ViveTool
- Nachdem ihr das Programm bei Github heruntergeladen habt, entpackt ihr es in einen möglichst simplen Ordner wie etwa C:\Vive.
- Gebt
CMD
im Suchfeld des Windows-Startmenüs sein, klickt mit der rechten Taste auf die Verknüpfung zur Eingabeaufforderung und wähltAls Administrator ausführen
aus. - Gebt in der Eingabeaufforderung den Befehl
cd C:\Vive
ein, gefolgt vom Befehlvivetool /enable /id:58989092
(jeweils ohne Anführungszeichen).
Wie viel die neue Funktion bringt
Grundsätzlich gilt, dass das je nach PC und subjektiver Wahrnehmung variieren kann. Auf meinem Testsystem habe ich aber eine durchaus spürbare Beschleunigung festgestellt, etwa beim Öffnen vom Startmenü, den Audioeinstellungen oder der Suchfunktion in der Taskleiste.
Das war zwar vorher auch nicht wirklich langsam oder gravierend verzögert. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass sich die passenden Fenster sofort nach meinem Klick öffnen, was vorher nicht immer der Fall war.
Allerdings sprechen wir hier auch von einem seit Jahren durchaus stark beanspruchten System mit einer alten CPU (Intel Core i5 8600K von 2017). Auf einem PC mit frischer(er) Windows-Installation und aktueller CPU fällt der Unterschied möglicherweise geringer aus.
Nachteile wie hörbar aufdrehende Lüfter oder ein nennenswert höherer Energieverbrauch sind mir übrigens erwartungsgemäß nicht aufgefallen, weil das Zeitfenster für den Takt-Boost sehr gering ist.
Nehmt gerne an der obigen Umfrage teil, um eure Erfahrungen mit dem neuen Windows-Feature mit der GameStar-Community zu teilen. Bedenkt aber, dass wie oben beschrieben die manuelle Aktivierung nötig sein kann, um die Funktion wirklich zu nutzen.
So oder so gilt: Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht dazu von euch!

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