420 Stunden Spielzeit auf einen Schlag verloren: Macht nicht denselben Fehler wie ich, wenn ihr Windows neu installiert

Ich hätte es besser wissen müssen. Doch vielleicht schützt meine Warnung den ein oder anderen davor, dasselbe Schicksal wie ich zu erleiden.

Tech-Autor Nils hätte es so leicht besser machen können. Doch wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man, selbst wenn man sie bereits im Vorfeld leicht hätte verhindern können. Tech-Autor Nils hätte es so leicht besser machen können. Doch wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man, selbst wenn man sie bereits im Vorfeld leicht hätte verhindern können.

Ich habe kürzlich nach langer Zeit Windows neu installiert. Über die Hintergründe erfahrt ihr in einem separaten Artikel mehr (Früher gab es für mich einen sicheren Weg, meinen Windows-PC wieder schneller zu machen, der mich jetzt nach vielen Jahren doch wieder einholt).

Doch diese Entscheidung hat mich aufgrund meiner Unachtsamkeit 420 Stunden Spielfortschritt in einem meiner absoluten Lieblingstitel gekostet. Genauer gesagt geht es um das rundenbasierte Taktik-Roguelite The Last Spell im düsteren Pixel-Look (sehr empfehlenswert!).

Das wäre äußerst leicht zu verhindern gewesen, etwa durch das manuelle Sichern meiner Spieldatei oder durch die Nutzung von Steams Cloud-Save-Funktion. Doch ich habe den Fehler gemacht, zu denken, dass Speicherstände zu meinen Persönlichen Dateien von Windows gehören.


Video starten 1:07 »Es war ein Fehler«: Wäre es nach Bill Gates gegangen, gäbe es eine berühmte Tastenkombination nicht


Ein Klick mit schwerwiegenden Folgen

Um Windows neu zu installieren, habe ich mich für den schnellen Weg aus dem aktuellen Betriebssystem heraus entschieden. Ihr erreicht ihn über die Funktion Diesen PC zurücksetzen in den Systemeinstellungen von Windows unter dem Punkt Wiederherstellung.

Dabei könnt ihr direkt zu Beginn auswählen, ob ihr eure persönlichen Dateien behalten möchtet oder nicht. Doch was das genau bedeutet, erklärt Microsoft nicht an dieser Stelle.

Meiner schmerzlichen Erfahrung nach gilt: Sichert wichtige Dateien unbedingt vorab manuell, statt darauf zu setzen, dass sie zu euren Persönlichen Dateien gehören.

Ich weiß, dass mir dieser simple Fehler nicht hätte passieren dürfen und dass ein manuelles Sichern davon generell eine sehr empfehlenswerte Idee ist. Aber immerhin lautet die gute Nachricht, dass dank rascher Hilfe der Entwickler und der Community des Spiels am Ende alles halb so wild ist.

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Das Problem mit Speicherständen in Spielen

Ein Teil des Problems: Wo die Savegames von Spielen gesichert werden, variiert extrem.

Mal sind sie unter Dokumente\My Games, mal unter Users\[Benutzername]\Saved Games, mal in einem der Unterordner des versteckten AppData-Ordners im Benutzerverzeichnis – und das Ende der Fahnenstange ist damit noch lange nicht erreicht.

Im Falle von The Last Spell findet ihr sie übrigens im Verzeichnis C:\Users\[Benutzername]\AppData\LocalLow\Ishtar Games\The Last Spell\Save.

Dieser Dateipfad zählt meiner Erfahrung nach nicht zu den Ordnern, die Windows 11 bei der Neuinstallation aus dem Betriebssystem heraus unangetastet lässt.

Die Community und die Entwickler eilen zur Hilfe

Doch wie gesagt hatte ich Glück im Unglück: Meine Frage nach einem weit fortgeschrittenen Savegame aus der Community wurde im Steam-Forum von The Last Spell prompt beantwortet.

Auf dem Discord-Server von Ishtar Games habe ich so innerhalb kürzester Zeit die nötigen Dateien bekommen, um nicht wieder ganz von vorne beginnen zu müssen.

Ich liebe The Last Spell, aber mir die gesamte (und sehr wichtige) Meta-Progression neu erspielen zu müssen, wäre dann wohl doch zu viel des Guten gewesen.

Dass ich noch mehr Zeit in den Titel stecken will, liegt übrigens an zwei neuen DLCs, die ich bislang noch nicht gespielt habe.

Es fühlt sich zwar etwas falsch an, das jetzt mit dem Savegame einer anderen Person zu tun. Aber an meiner Spielerfahrung ändert das letztlich nichts.

Denkt also daran, eure Speicherstände stets manuell zu sichern oder die Cloud-Save-Funktion von Steam und vergleichbaren Clients zu nutzen, wenn ihr nach der Neuinstallation von Windows nicht den gleichen Schock erleben wollt wie ich.

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