Wird Hardware bald noch teurer? Erster Hersteller hebt Preise für Grafikkarten und Mainboards

Asus hat angekündigt, die Preise für Grafikkarten und Mainboards vorerst generell zu erhöhen. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Gründe.

von Alexander Köpf,
05.01.2021 11:44 Uhr

Die treibende Kraft hinter den angekündigten Preissteigerungen von Asus dürften die Folgen der Corona-Pandemie sein. Die treibende Kraft hinter den angekündigten Preissteigerungen von Asus dürften die Folgen der Corona-Pandemie sein.

Wird Computer-Hardware bald noch teurer? Das zumindest deutet ein Facebook-Beitrag des Technical Product Marketing Managers bei Asus Juan Jose Guerrero III an.

Demnach wird Asus schon Anfang des Jahres die unverbindlich empfohlenen Preise für Grafikkarten und Mainboards erhöhen. Konkret heißt es in einem Update bezüglich der UVP-Preisgestaltung für Asus-Komponenten im Jahr 2021:

"Wir haben eine Ankündigung bezüglich der MSRP-Preisänderungen [UVP-Preise], die ab Anfang 2021 für unsere preisgekrönte Serie von Grafikkarten und Mainboards wirksam sind. Unser neuer MSRP spiegelt Kostensteigerungen für Komponenten wider, Betriebskosten und logistische Aktivitäten plus Fortsetzung der Importzölle.

Wir haben eng mit unseren Liefer- und Logistikpartnern zusammengearbeitet, um die Preissteigerungen zu minimieren. ASUS schätzt ihre kontinuierliche Arbeit und ihre Unterstützung sehr, während wir durch diese Zeit des beispiellosen Marktwechsels navigieren."

Darüber hinaus könnten auch noch andere Produkte Preiserhöhung erfahren, je weiter das erste Quartal fortschreite, so Guerrero.

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Was sind die Gründe für die Preissteigerung?

Wenig überraschend dürfte der Hauptgrund wohl die Corona-Pandemie sein. Die hatte zu einem wochenlangen Stillstand der Fließbänder in den Frühjahrsmonaten 2020 geführt. Die Folgen sehen wir unter anderem mit Blick auf die Verfügbarkeit der neuen Grafikkarten von Nvidia und AMD:

Sowohl die Geforces RTX 3090, RTX 3080, RTX 3070, RTX 3060 Ti, als auch die Radeons RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 sind weiterhin so gut wie nicht verfügbar oder nur zu Preisen weit oberhalb der UVP der Founders Editions beziehungsweise Referenzdesigns. Lediglich von den neuen Ryzen-Prozessoren sind größere Stückzahlen auf Lager - abgesehen vom Ryzen 9 5900X.

Was heißt die Preiserhöhung für andere Hersteller?

Noch gibt es keine vergleichbaren Ankündigungen anderer Hersteller. Der Schritt von Asus könnte aber schon bald beispielhaft für die Branche stehen. Preissteigerungen ohne offizielle Ankündigungen sind natürlich ebenfalls denkbar.

Gleichzeitig stellt sich vor allem mit Blick auf die neuen Komponenten wie Nvidias RTX-3000-Modelle oder AMDs RX-6000-Reihe die Frage, inwiefern Änderungen der UVP in der Praxis überhaupt eine Rolle spielen werden. Schließlich ist diese Hardware aktuell ohnehin meist nur deutlich teurer zu haben.

Wie es in Sachen Leistung beim Duell zwischen RTX 3000 und RX 6000 aussieht, erfahrt ihr in unserem GameStar-Talk:

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