WoW Burning Crusade Classic: Wie viel bringt Raytracing in einem 14 Jahre alten Spiel?

Mit The Burning Crusade erhält nun auch World of Warcraft Classic Raytracing-Unterstützung. Wie sieht das aus und wie viel Performance kostet es?

von Alexander Köpf,
24.05.2021 12:30 Uhr

Anfang 2007 erschien mit The Burning Crusade die erste Erweiterung für World of Warcraft. Fast 15 Jahre danach steht Burning Crusade für die Classic-Server in den Startlöchern. Neben generellen Verbesserungen der Grafik steht dabei die Implementierung der Echtzeitstrahlenberechnung Raytracing im Fokus.

Wir sehen uns die Betaversion von Burning Crusade Classic mit Blick auf Raytracing daher einmal genauer an. Macht es wirklich einen Unterschied und wie wirkt es sich auf die Performance aus?

Wie sieht Burning Crusade Classic mit Raytracing aus?

Wie in WoW: Shadowlands stehen auch in Burning Crusade Classic nur Raytracing-Schatten zur Auswahl. Schatten sind dabei sehr anspruchsvoll zu berechnen, bieten oft jedoch nur wenig auf den ersten Blick offensichtliche Verbesserungen.

Der Schatten mit deaktiviertem Raytracing ist im linken Bild sehr diffus, während er mit den beiden Raytracing-Modi detaillierter ausfällt.

Raytracing Hoch Raytracing Hoch
Raytracing Aus Raytracing Aus

Viel deutlicher wird der Effekt von Raytracing im zweiten Vergleichsbild. Ohne die Echtzeitverschattung im Bild links werden die Schatten der Blätter gleichmäßig scharf abgebildet, obwohl die Baumkronen relativ weit vom Boden entfernt sind.

Im Bild rechts dagegen werden Schatten, deren Abstand zum Objekte groß ausfällt, physikalisch korrekt diffus dargestellt. Umgekehrt werden Schatten in geringem Abstand zum Objekt scharf gerendert. So zu sehen an den Bäumen weiter hinten im Bild.

Bildergalerie: Falls euch die Bilder zu klein sind, könnt ihr sie euch in der Bildergalerie noch einmal genauer und in Originalgröße ansehen:

WoW Burning Crusade Classic: Wie viel bringt Raytracing in einem 15 Jahre alten Spiel? - Screenshots ansehen

Wie viel Performance kostet Raytracing?

Wir messen die Performance an den Klippen südlich der Ruinen des blutenden Auges. Zum Einsatz kommt eine Nvidia Geforce RTX 2060. Sie ist im Moment die leistungsschwächste Grafikkarte mit hardwareseitiger Unterstützung für Raytracing. Zusammen mit einem AMD Ryzen 9 5950X unter 4K-Auflösung samt höchster Detailstufe erreichen wir folgende Werte:

WoW: The Burning Crusade Classic
Performance mit Raytracing

  • 4K
Raytracing Aus
116,7
Raytracing Gut
81,4
Raytracing Hoch
60,1
  • 0,0
  • 24,0
  • 48,0
  • 72,0
  • 96,0
  • 120,0

Was ist mit AMD-Grafikkarten? Raytracing in Burning Crusade Classic setzt eine GPU mit Unterstützung für DirectX Raytracing (DXR) voraus. Das beinhaltet von Nvidia die Reihen RTX 2000 und RTX 3000, sowie von AMD RX 6000.

Lohnt sich Raytracing in Burning Crusade Classic?

Raytracing in Burning Crusade Classic kostet richtig viel Performance. Der optische Nutzen fällt dagegen beinahe verschwindend gering aus. Um überhaupt Schatten zu finden, müssen wir lange suchen, zudem fallen die Unterschiede nur auf, wenn man weiß, worauf es zu achten gilt.

Zumindest lässt es sich auch mit aktiviertem Raytracing flüssig spielen, sodass es nicht schaden kann, die Funktion einmal zu testen. In diesem Fall schlägt die Bildrate aber ganz klar den Nutzen.

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