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Erst Augenrollen, jetzt Staunen: Ubisofts XDefiant wird zur Shooter-Überraschung

Meinung: XDefiant könnte ein ziemlich starker Shooter werden, auch wenn es lediglich eine Mischung aus bekannten Zutaten ist.

XDefiant hat Tom Clancy inzwischen aus seinem Namen getilgt. XDefiant hat Tom Clancy inzwischen aus seinem Namen getilgt.

XDefiant? War das nicht dieser generisch wirkende Shooter im Tom-Clancy-Universum? So etwas in der Art denke ich mir, als ich darum gebeten werde, für die Redaktion an einem Anspiel-Event teilzunehmen. Ich sage natürlich trotzdem zu, mehr aus Pflichtbewusstsein als aus Neugier.

Am Tag des Events warte ich dann allein in der Lobby von XDefiant auf Mitspieler; die zwei Kollegen, die mit mir teilnehmen sollten, fielen kurzfristig aus. Dazu kommt noch ein Haufen technischer Probleme und ich fliege immer wieder vom Server. Keine perfekten Voraussetzungen. Aber trotzdem möchte ich mich zwei Stunden später eigentlich gar nicht ausloggen und spiele bis zum Ende des Events durch.

Huch, das macht ja Spaß

Ich hatte zugegebenermaßen kaum Erwartungen an den Free2Play-Multiplayer-Shooter aus dem Hause Ubisoft, was es dem Spiel natürlich einfacher machte, mich zu überraschen. Trotzdem ist XDefiant ein Kunststück gelungen: Ausgerechnet mich neugierig auf mehr zu machen, der einerseits ein Taktik- und 6v6-Muffel ist und andererseits ein Fan epischer Battlefield-Schlachten. Nach dem Event freue ich mich tatsächlich auf die geschlossene Beta und den Release!

Tillmann Bier
Tillmann Bier

Tillmann spielt schon seit vielen Jahren gerne Shooter, im Multiplayer-Bereich ist er aber lange Zeit fast ausschließlich der Battlefield-Reihe treu geblieben. Da er aber inzwischen deutlich offener für neue Erfahrungen geworden ist, gibt er fast allen Genre-Vertretern eine Chance. XDefiant hat ihm nun überraschenderweise richtig gut gefallen.

Aber was ist das denn überhaupt für ein Shooter? XDefiant schickt euch in 6v6-Gefechte und lässt euch dort als eine von bisher fünf Klassen mit verschiedenen Spezialfähigkeiten und Gadgets kämpfen. Gespielt werden insgesamt fünf Modi, die viel Teamplay verlangen, darunter Klassiker wie Domination oder Hardpoint. Erste, inzwischen schon ältere Gameplay-Eindrücke liefert der Trailer:

Video starten 3:31 XDefiant - Ubisofts neuer Shooter zeigt erstes Gameplay

Origineller Shooter oder seelenlose Mixtur?

Das alles klingt nicht unglaublich innovativ und XDefiant mischt auch in erster Linie bekannte Features aus anderen Spielen zusammen. Dabei kommt aber anscheinend genau die Mischung aus mächtigen Spezialfähigkeiten und schnörkellosem Shooter-Gameplay - mit Schwerpunkt auf Letzterem - heraus, die von den Entwicklern beworben wurde.

Beim Anspielen gefielen mir eigentlich fast alle Elemente, die mir bei Shootern wichtig sind:

  • Waffen: Die Schießeisen fühlen sich mächtig an, haben ordentlichen, aber kontrollierbaren Rückstoß und unterscheiden sich deutlich. Mit einer reichhaltigen Auswahl an Mods lassen sie sich nach Bedarf anpassen.
  • Maps: Zwar hat Ubisoft Szenarien aus vorherigen Spielen wie Ghost Recon, The Division und Rainbow Six wiederverwendet, doch die Karten sind trotzdem ziemlich kreativ und spielen sich gut. Wir kämpfen etwa in einem Filmstudio, einem Einkaufszentrum, im postapokalyptischen New York oder auf einer Drogenplantage in Südamerika. Die Schlachtfelder sind gut designt und spielen sich fair und abwechslungsreich.
  • Spezialfähigkeiten: Jede Klasse verfügt über mächtige Spezialfähigkeiten, die einiges bewirken können, euch aber nicht vollkommen unbesiegbar machen. Sie laden sich durch erfolgreiche Aktionen langsam auf und sind nur selten verfügbar. Das zwingt uns, sie wohlüberlegt einzusetzen.
  • Klassen: Die fünf Klassen verlangen verschiedene Spielstile und sind für bestimmte Situationen am besten geeignet. Gerade wenn ein Team gut zusammenspielt, ergänzen sie sich hervorragend mit ihren verschiedenen Fähigkeiten.

Die Klassen unterscheiden sich deutlich: Cleaner setzen ganze Areale in Brand, Echelon-Agenten machen sich unsichtbar. Die Klassen unterscheiden sich deutlich: Cleaner setzen ganze Areale in Brand, Echelon-Agenten machen sich unsichtbar.

Das alles kommt zusammen, als ich in der letzten Runde den Modus Eskorte spiele, bei dem mein Team innerhalb eines Zeitlimits einen Roboter quer über die Karte laufen lassen muss. Kurz vor dem Ziel am hell erleuchteten Times Square kommt unser Vorstoß ins Stocken. Noch etwa 20 Sekunden bleiben uns, als meine Spezialfähigkeit aufleuchtet, die endlich bereit ist.

Kurz entschlossen aktiviere ich einen mich umgebenden Energieschild und bekomme gleichzeitig eine futuristische Waffe in die Hand gedrückt. Ich stürme vorwärts und mein Team folgt mir: Unser getarnter Agent schaltet die verschanzten Scharfschützen aus, der Rest des Teams nutzt mich als Deckung und folgt mir zum Roboter. Wenige Sekunden vor dem Ende der Partie schaffen wir es so noch ans Ziel. Was für ein Spaß!

Im Eskorte-Modus muss euer Team immer zusammen spielen, um Erfolg zu haben. Im Eskorte-Modus muss euer Team immer zusammen spielen, um Erfolg zu haben.

Kann XDefiant Erfolg haben?

Obwohl ich viel Spaß mit XDefiant hatte, bleiben natürlich noch einige Fragezeichen: Kann der Shooter überhaupt eine Nische zwischen Call of Duty, Apex Legends und Overwatch finden? Wird es nach dem Release regelmäßig spannende neue Inhalte geben? Macht die Technik beim Launch mit? Das alles muss sich erst noch zeigen. Wer sich aber auch nur ansatzweise für Shooter begeistert, sollte XDefiant meiner Meinung nach im Auge behalten.

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