Das Xiaomi 15T Pro hat mich im letzten Jahr umgehauen! Nicht nur die Kamera war spitze – es gab einfach keine nennenswerte Patzer.
Nun liefert der Hersteller mit der Xiaomi 17T-Reihe die Neuauflage für 2026 und setzt dabei weiterhin auf die Kooperation mit Leica.
Und was soll ich sagen: Die zahlt sich aus, selbst beim Nicht-Pro-Modell, um das es in diesem Test gehen soll.
Transparenzhinweis: Xiaomi hat mir das 17T für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt Xiaomi-typisch etwas großzügiger aus als beispielsweise bei Samsung oder Sony.
Im Karton liegen neben dem Handy selbst:
- USB-A-auf-USB-C-Kabel
- Schutzhülle aus Silikon
- SIM-Werkzeug
- Kurzanleitung
Auf dem Display ist außerdem ab Werk eine Schutzfolie angebracht. Auf ein Netzteil verzichtet Xiaomi wie viele andere Hersteller auch.
Da das Handy Fast Charging mit bis zu 67 Watt unterstützt, solltet ihr ein entsprechend leistungsstarkes Ladegerät verwenden – sofern euch das schnelle Laden wichtig ist.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Xiaomi 17T über einen Zeitraum von fünf Tagen so vielseitig wie möglich im Alltag verwendet. Ganz ersetzen konnte ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Xiaomi 17T | |
|---|---|
| Display | 6,59 Zoll AMOLED, 2.756 × 1.268 Pixel, 120 Hz, bis 3.500 Nits, Dolby Vision, HDR10+ |
| Prozessor | MediaTek Dimensity 8500 Ultra (4 nm) |
| Arbeitsspeicher | 12 GB LPDDR5X RAM |
| Speicher | 256 oder 512 GB UFS 4.1, keine microSD-Erweiterung |
| Hauptkamera | 50 MP, f/1.7, OIS, Leica-Tuning |
| Telezoom | 50 MP, f/3.0, 5-fach Periskop-Tele, OIS |
| Ultraweitwinkel | 12 MP, f/2.2 |
| Frontkamera | 32 MP, f/2.2 |
| Akku | 6.500 mAh, 67-Watt-Laden, 22,5-Watt-Reverse-Charging |
| Betriebssystem | Android 16, HyperOS 3 |
| Schutz | IP68 |
| Konnektivität | 5G, Wi-Fi 6E/7, Bluetooth 6.0, NFC, Infrarot, eSIM |
| Anschlüsse | USB-C, kein 3,5-mm-Klinkenanschluss |
| Gewicht | ca. 200 Gramm |
| Dicke | ca. 8,2 mm |
Preis und Verfügbarkeit
Das Xiaomi 17T ist in Deutschland in zwei Varianten erhältlich:
- 12 GB RAM / 256 GB Speicher: 750 Euro
- 12 GB RAM / 512 GB Speicher: 800 Euro
Bei den Farben habt ihr die Wahl zwischen Violet, Black, Opal White und Blue.
Design und Verarbeitung
Optisch schlägt Xiaomi beim 17T eine sehr ähnliche Richtung ein wie beim 15T Pro. Das Smartphone besitzt einen leicht abgerundeten Kunststoffrahmen, wodurch das Handy trotz 6,59 Zoll großem Display gut in der Hand liegt.
Kunststoff bei einem 750-Euro-Handy? Das hat mich tatsächlich auch gewundert, war aber bereits beim vorherigen Basismodell so. Fairerweise muss ich sagen, dass mir der Unterschied nicht aufgefallen wäre, hätte ich es nicht auf dem Datenblatt gesehen.
Die Rückseite besteht wie beim Poco X8 Pro Max aus glasfaserverstärktem Kunststoff – Glasrückseite und Aluminiumrahmen gibt es nur beim teureren Pro-Modell. Ich habe gar nichts gegen den Einsatz von Kunststoff, dennoch hätte ich bei dem Startpreis höherwertige Materialien erwartet.
Nichtsdestotrotz hinterlässt das Xiaomi 17T einen wertigen Eindruck, die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau. Es gibt keine unschönen Spaltmaße oder scharfen Kanten, auch die Tasten sitzen stramm im Gehäuse.
Mein Testgerät in der Farbe »Opal White« gefällt mir wirklich gut. Die Rückseite hat eine leichte Perlmuttoptik und schimmert bei Leichteinfall – das sieht schon schick aus. Die große Kamerainsel auf der Rückseite trägt ganz schön auf, aber das ist mittlerweile ja bei vielen Smartphones der Fall.
Wie das Xiaomi 17T Pro bietet auch das Basismodell eine IP68-Zertifizierung, wodurch es vollständig wasser- und staubgeschützt ist.
Display
Das 6,59-Zoll-AMOLED-Panel mit 1,5K-Auflösung und 120 Hertz ist spitze. Es ist somit schön scharf und bietet eine hervorragende Bildqualität.
Wer auf dem Handy viele Videos schaut, bekommt zudem eine Unterstützung für Dolby Vision sowie HDR10+.
Die Spitzenhelligkeit bewirbt Xiaomi mit bis zu 3.500 Nits. Dabei dürfte es sich jedoch um die lokale Spitzenhelligkeit im HDR-Modus handeln, bei der nur kleine Teile des Bildschirms hell aufleuchten.
Allerdings ist der OLED-Bildschirm in der Praxis wirklich hell und auch bei direkter Sonneneintrahlung problemlos ablesbar.
Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display entsperrt das Gerät schnell und zuverlässig, auch bei leicht feuchten oder schmutzigen Fingern. Er reagiert allerdings nicht ganz so pfeilschnell, wie man es von den Ultraschallsensoren in anderen Oberklasse-Handys kennt.
11:55
Xiaomi 17T im Test: So viel Plastik für 750 Euro? Ich war sehr skeptisch, aber dann hat mich ein Feature vollkommen überzeugt
Prozessor und Speicher
Im Inneren arbeitet der MediaTek Dimensity 8500 Ultra, unterstützt von 12 GB LPDDR5X-RAM und in meinem Testgerät 512-GB-UFS-4.1-Speicher.
In meinen Benchmark-Messungen erreicht das 17T:
- Geekbench 6 Single Core: 1.748 Punkte
- Geekbench 6 Multi Core: 6.899 Punkte
- AnTuTu: 2.161.084 Punkte
Im reinen CPU-Benchmark ordnet sich das 17T damit weit unter dem Spitzenreiter Redmagic 11S Pro ein und liegt in etwa auf dem Niveau des Poco F7 aus der Mittelklasse.
Geekbench CPU Single Core
Xiaomi 17T
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Bei der Gesamtperformance schneidet das Smartphone allerdings deutlich besser ab, hier spielen unter anderem auch Grafikeinheit, Arbeits- und Gerätespeicher mit rein. Hier ordnet sich das Xiaomi 17T klar in der Oberklasse ein und ist vergleichbar mit einem Sony Xperia 1 VII oder Nothing Phone 3.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Was bedeutet das im Alltag? Hier ist die Leistung für reguläre Apps wie WhatsApp, Netflix, YouTube, Chrome und Co. völlig ausreichend. Programme starten zügig und auch Multitasking funktioniert dank zwölf Gigabyte RAM reibungslos.
Anspruchsvollere Spiele wie »Where Winds Meet« brauchen etwas länger zum Starten als bei aktuellen High-End-Smartphones, laufen dann aber auf oberer Detailstufe flüssig mit 25 FPS.
Erhältlich ist das Xiaomi 17T mit 256 oder 512 Gigabyte Gerätespeicher. Beide Varianten kommen mit 12 Gigabyte RAM. Da sich der Speicher nicht erweitern lässt, solltet ihr euch im Vorfeld überlegen, wie viel Speicherplatz ihr benötigt.
Akkulaufzeit
Der große 6.500-Milliamperestunden-Akku ist auf dem Papier ein großer Pluspunkt des 17T. Im Akku-Benchmark kommt das 17T allerdings nur auf 17 Stunden und 35 Minuten.
Das ist weniger als die 20:08 Stunden, die das 15T Pro in meinem damaligen Test erreicht hat und liegt hinter vielen aktuellen Mittel- und Oberklassemodellen.
PCMark Akku-Benchmark
Xiaomi 17T
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Das Ergebnis überrascht angesichts des großen Akkus. Es zeigt, dass Kapazität eben nicht alles ist. Die Chip-Effizienz und Software-Optimierung spielen eine ebenso große Rolle.
In meinem Testalltag bin ich bei gemischter Nutzung trotzdem gute anderthalb Tage ausgekommen, bevor das Handy an die Steckdose musste. Wer viel Zeit am Handy verbringt, muss aber wohl täglich nachladen.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Geladen wird mit bis zu 67 Watt per Kabel, damit ist ein leerer Akku in etwas über einer Stunde vollständig geladen. Wireless Charging fehlt – das sollte bei dem Preispunkt eigentlich ein Teil der Ausstattung sein.
Dafür ist immerhin Reverse Charging mit 22,5 Watt an Bord. Darüber könnt ihr das Handy als Powerbank nutzen und Geräte wie Kopfhörer recht zügig aufladen.
Kamera
Xiaomi positioniert das 17T stark über die Leica-Kameras. Das Kamera-Setup ist dem des Pro-Modells sehr ähnlich, lediglich die Hauptkamera fällt mit kleinerer Blende und kleinerem Sensor etwas abgespeckt aus.
Das System im Überblick:
- 50-MP-Hauptkamera, f/1.7, OIS
- 50-MP-Periskop-Tele, f/3.0, 5-fach optischer Zoom, OIS
- 12-MP-Ultraweitwinkel, f/2.2
- 32-MP-Frontkamera
Die Hauptkamera liefert scharfe, detailreiche Fotos mit kräftigen, aber nicht übersättigten Farben. Ihr fotografiert standardmäßig mit zwei hinterlegten Leica-Filtern, »Leica Authentic« oder » Leica Vibrant«.
Hier seht ihr den direkten Vergleich beider Filter:
Leica Authentic wirkt etwas dramatischer als Leica Vibrant. (Bildquelle: GameStar Tech)
Das Leica-Tuning sorgt für einen charakteristischen Look mit schönen Kontrasten und Farben. Neben den beiden Standard-Filtern gibt es in der Kamera-App noch weitere, darunter sechs zusätzliche von Leica – unter anderem Schwarz-Weiß- und Sepia-Filter.
Der 5-fach-Telezoom ist super: Er liefert eine sehr gute Bildqualität und das sogar beim 10-fach-Zoom per Sensor-Zuschnitt. Und auch der Ultraweitwinkel kann überzeugen. Landschaftsaufnahmen und Co. sehen wirklich gut aus.
Beispielaufnahmen am Tag:
Am Abend bei wenig Licht fallen die Ergebnisse erstaunlich gut aus. Nicht nur der Hauptkamera gelingen noch gut Aufnahmen, auch der Zoom inklusive Sensor-Crop können durchaus überzeugen.
Der Ultraweitwinkel fällt sichtbar ab, aber selbst die Weitwinkelaufnahmen sind aus meiner Sicht noch brauchbar. Wer also gerne am Abend auf Fototour geht, kann mit dem Xiaomi 17T schöne Aufnahmen machen.
Beispielaufnahmen nach Einbruch der Dämmerung:
Die 32-Megapixel-Frontkamera liefert bei Tageslicht gute Selfies mit ordentlicher Dynamik. Bei weniger Licht im Innenraum sinkt der Detailgrad allerdings deutlich. Dennoch ist die Qualität insgesamt solide.
Die Qualität der Frontkamera reicht für gute Selfies, wenn das Licht stimmt. Für Videocalls und Co. ist sie auch bei weniger Licht allemal ausreichend. (Bildquelle: GameStar Tech)
Kurzfazit zur Kamera
Schon das Kamerasystem des Xiaomi 15T Pro hat mich begeistert und auch beim 17T muss ich sagen: Damit gelingen wirklich tolle Bilder. Durch die verschiedenen Zoomstufen seid ihr außerdem sehr flexibel aufgestellt.
Wer das Maximum bei wenig Licht herausholen will, kann zum Pro-Modell greifen. Das hat einen etwas größeren Sensor und eine leicht größere Blende. Aber selbst mit dem Basismodell gelingen am Abend vor allem mit Hauptkamera und Zoom schöne Fotos.
Lautsprecher
Die Stereo-Lautsprecher bieten eine sehr hohe Maximallautstärke, klingen dann allerdings recht dünn und verzerrt. Zudem sind die Speaker nicht hunderprozentig ausbalanciert, der untere Hauptlautsprecher ist etwas lauter.
Bei mittlerer Lautstärke ist der Klang weiterhin recht dünn, aber ausreichend für YouTube, TikTok, Podcasts und Co.
Konnektivität
Bei der Konnektivität ist das 17T gut aufgestellt und unterstützt fast alle modernen Verbindungsstandards:
- 5G
- Wi-Fi 6E
- Bluetooth 6.0
- NFC
- Infrarot-Blaster (damit wird das Handy zur Fernbedienung)
- Dual-SIM (NanoSIM und / oder eSIM)
- USB-C 2.0
Was fehlt, sind die Unterstützung für WiFi 7 und ein schneller USB-Anschluss.
Betriebssystem und Updates
Das Xiaomi 17T läuft mit Android 16 und HyperOS 3. Xiaomi verspricht vier große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheits-Patches. Das ist ordentlich, aber beispielsweise Samsung oder Google bieten bei der Update-Dauer weiterhin deutlich mehr.
Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, vieles erinnert noch immer an iOS, vor allem die klare Trennung von Homescreen und App-Übersicht. Wer mag, kann die klassische App-Drawer-Ansicht nutzen und gelangt dann per Wischgeste schnell zu allen installierten Apps.
Wie bei Xiaomi üblich, sind auch beim 17T einige Drittanbieter-Apps vorinstalliert. Das hält sich aber in Grenzen und lässt sich größtenteils wieder entfernen. Bei 17T gibt es zudem hin und wieder Werbeeinblendungen, die sich in den Einstellungen aber immerhin einschränken lassen.
Bei den KI-Funktionen bietet das 17T das Übliche, was man in dieser Klasse erwarten darf: Zugriff auf Google Gemini, dazu Xiaomis eigene Werkzeuge für Schreiben, Übersetzen und Bildbearbeitung.
Für wen lohnt sich das Xiaomi 17T?
Das Xiaomi 17T lohnt sich für euch, wenn …
- ihr ein kompaktes Android-Smartphone mit tollem OLED-Display sucht.
- ihr ein Handy mit tollem Kamerasystem wollt, ohne dafür Flaggschiff-Preise zu bezahlen.
- ihr ein rundes Gesamtpaket sucht, bei dem es keine großen Makel gibt.
Weniger gut passt das Gerät, wenn …
- ihr kabelloses Laden als Standard voraussetzt.
- euch ein möglichst sauberes Android ohne Hersteller-Apps wichtig ist.
- ihr absolute Spitzenleistung wollt.
Mögliche Alternativen
- Xiaomi 15T Pro: Größeres Display, mehr Leistung, 90-Watt-Laden und kabelloses Laden. Wer mehr Flaggschiff-Feeling will, ist hier besser aufgehoben.
- Xiaomi 17T Pro: Mehr Leistung, größerer Akku, 100-Watt-Laden samt Wireless Charging – und etwas besserem Kamera-Setup.
- Samsung Galaxy S26 Ultra: Bessere Update-Garantie, Wireless Charging und runderes Gesamtpaket – aber teurer.
Fazit
Das Xiaomi 17T trifft den Punkt, den ich mir von einem Nicht-Pro-Modell wünsche: Es übernimmt die wichtigsten Stärken der Serie, fühlt sich aber nicht wie eine Light-Version an. Vor allem das Leica-Kamerasystem mit 5-fach-Tele und das helle OLED-Display machen im Alltag richtig Spaß.
Gleichzeitig muss ich aber auch sagen: Ganz an das letztjährige 15T Pro kommt das 17T nicht heran. Dafür fehlen ihm etwa das kabellose Laden und schnellere Aufladen. Auch die Akkulaufzeit ist im Hinblick auf die Kapazität nur mittelmäßig.
Unterm Strich bleibt ein rundes Gesamtpaket. Wer kein Pro-Modell braucht, sondern einfach ein gut ausgestattetes Android-Handy sucht, bekommt mit dem Xiaomi 17T genau das.


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