Im März hatte Xiaomi mit dem F7 Pro und F7 Ultra zwei neue Mittelklassegeräte in den Handel gebracht. Knapp drei Monate später ergänzt der Hersteller die Poco F7-Serie nun mit einem neuen Basismodell, dem Poco F7.
Das Smartphone kommt mit dem neuen Snapdragon 8s Gen 4, zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher sowie einem großen 6.500-Milliamperestunden-Akku. Zum Marktstart gibt es bereits einen Rabatt über 50 Euro, sodass ihr das Poco F7 ab 400 Euro bekommt.
Klingt verlockend, doch hält das F7 auch, was es verspricht? Und wie schneidet es zum Pro-Modell ab, welches ich ebenfalls für euch getestet habe? Ich konnte das Smartphone nun bereits einige Tage ausgiebig testen und schildere euch nachfolgend meine Eindrücke.
Transparenzhinweis: Xiaomi hat mir das Poco F7 Pro für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Poco F7 fünf Tage im Alltag genutzt und habe das Gerät dabei so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Technische Daten des Poco F7 | |
| Display | AMOLED, 120 Hertz, 1.700 Nits Spitzenhelligkeit, 3.200 Nits (HDR), 1.280 x 2.772 Pixel, 447 ppi, 6,83 Zoll |
| Abmessungen | 163,1 x 77,9 x 8,2 Millimeter |
| Gewicht | 215,7 Gramm |
| OS-Version | Android 15 |
| Geplante Updates | 4 Android-Updates, 6 Jahre Sicherheits-Patches |
| Kamera | Hauptkamera: 50 Megapixel, f/1.5, optische Bildstabilisierung Ultraweitwinkel: 8 Megapixel, f/2.2 Frontkamera: 20 Megapixel |
| Prozessor / GPU | Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4, Adreno 825 |
| RAM / Speicher | 256 GB+12 GB RAM, 512 GB+12 GB RAM |
| Akku | 6.500 mAh |
| Display-Entsperrmethode | Fingerabrucksensor, Gesicht, PIN, Muster |
| Anschluss | USB-C |
| IP-Zertifizierung | IP68 |
| Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 6.0, NFC, 5G, GPS + 5 weitere Satellitenortungssysteme |
| Farben | Schwarz, Weiß, Silber |
| Preis (UVP) | 449,90 Euro / 499,90 Euro (50 Euro Rabatt bis zum 7. Juli 2025) |
Preis und Verfügbarkeit
Das Poco F7 ist in den Farben Schwarz, Weiß sowie Silber erhältlich. Während der »Early Bird«-Phase könnt ihr beim Kauf beider Ausstattungsvarianten bis zum 7. Juli 50 Euro sparen. Im Anschluss wird das Handy zur unverbindlichen Preisempfehlung von 449,90 beziehungsweise 499,90 Euro angeboten.
Lieferumfang
Xiaomi-typisch fällt der Lieferumfang des Poco F7 zwar überschaubar aus, dennoch bekommt ihr mehr als es etwa bei Herstellern wie Samsung oder Apple der Fall ist.
Im Paket befinden sich:
- Ein USB-A-auf-USB-C-Ladekabel mit einer Länge von einem Meter
- Ein SIM-Eject-Tool
- Eine Schutzhülle aus Silikon
- Eine Schnellstartanleitung sowie Sicherheitshinweise
Ab Werk hat der Hersteller auch eine Schutzfolie auf dem Display aufgebracht. So ist es geschützt gegen Kratzer. Da es sich jedoch um eine sehr dünne Kunststofffolie handelt, würde ich langfristig zu einer hochwertigen Panzerglasfolie raten. Diese schützt effektiver vor Kratzern, Stößen und Stürzen.
Meinem Testgerät liegt außerdem ein Handy-Ladegerät bei, dieses ist im Lieferumfang von EU-Modellen jedoch nicht enthalten. Wenn ihr die hohe Ladeleistung des Poco F7 voll ausnutzen möchtet, solltet ihr zu einem Modell mit mindestens 90 Watt greifen.
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BLINDTEST: Dieses Smartphone macht die besten Fotos!
Design und Verarbeitung
Beim Design wagt Xiaomi beim Poco F7 etwas Neues, denn es erinnert so gar nicht an die beiden anderen Modelle der F7-Serie. Sie besitzen rückseitig auf eine große, runde Kamerainsel. Das Poco F7 hat hingegen eine pillenförmige Kamerainsel, die allerdings ähnlich wuchtig ausfällt.
Davon abgesehen setzt der Hersteller wieder auf ein zweigeteiltes Design der Glasrückseite. Beim schwarzen sowie weißen Modell arbeitet man dabei mit recht dezenten Farbabstufungen. Mein silbernes Testmuster hingegen ist da auffälliger.
Der obere Teil der Rückseite erinnert mich entfernt an den industriellen Look des Redmagic 10S Pro mit verschiedenen kleinen Elementen mit jeweils unterschiedlichem Muster. Der untere Teil hingegen ist in einem leicht milchigen Silber gehalten, welches das Licht auf eine tolle Weise bricht.
Optisch gefällt mir das Smartphone richtig gut, auch wenn die glatte Glasrückseite natürlich einen großen Nachteil hat: Sie ist sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Der Hersteller legt zwar eine Schutzhülle bei, die auch davor schützt. Allerdings ist sie leider grau und nicht durchsichtig, sodass man das schicke Design also nicht sieht.
Im Hinblick auf die Größe werden die eigentlich größeren Schwestermodelle nun zu kleineren. Der Bildschirm des Poco F7 ist nämlich von 6,67 auf 6,83 Zoll angewachsen. Das Handy ist etwas breiter und ein kleines Stück länger als F7 Pro und F7 Ultra.
Ich habe das Poco F7 Pro noch hier und muss sagen, dass man den Unterschied schon merkt, zumindest in der Breite. Beide Modelle sind nichts für kleine Hände und auch nicht für die Einhandbedienung geeignet. Allerdings fühlt sich das breitere F7 doch etwas mehr nach »Backstein« an als das Pro-Modell.
Material- und verarbeitungsseitig gibt es nichts zu beanstanden. Vorder- und Rückseite bestehen aus Glas, der Rahmen aus Aluminium. Die physischen Knöpfe sitzen stramm im Gehäuse und bieten einen guten Druckpunkt, insgesamt macht das Handy einen sehr wertigen Eindruck.
Zudem ist es dank IP68-Zertifizierung auch robust und gut geschützt gegen eindringenden Staub oder Wasser.
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Tasten und Schaltflächen:
- Auf der rechten Seite des Rahmens befinden sich die Lautstärkewippe und der Ein- / Ausschalter.
- An der Unterseite befinden sich Hauptlautsprecher, Hauptmikrofon, SIM-Karten-Fach sowie USB-C-Schnittstelle.
- Der zweite Lautsprecher ist zwischen Display und oberem Rahmen verbaut. Zudem sitzt auf der Seite ein weiteres Mikrofon für die Geräuschunterdrückung bei Telefonaten.
Prozessor und Speicher
Im Poco F7 kommt der neue Snapdragon 8s Gen 4 mit der Grafikeinheit Adreno 825 zum Einsatz. Der Oberklasse-Chipsatz kann es zwar nicht mit dem High-End-Modell Snapdragon 8 Elite aufnehmen, der etwa im Honor Magic7 Pro oder Samsung Galaxy S25 verbaut ist.
Dafür kann er jedoch mit dem Top-Chipsatz aus dem Vorjahr mithalten, dem Snapdragon 8 Gen 3, der unter anderem im Poco F7 Pro zum Einsatz kommt.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
In den Benchmarks von Geekbench 6 und AnTuTu Benchmark liegt das Poco F7 nur ein My hinter dem Pro-Modell – im Alltag merke ich keinerlei Leistungsunterschiede zwischen den Modellen.
Geekbench CPU Single Core
Poco F7
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Apps öffnen sich zügig, es ruckelt nichts. Anspruchsvolle Spiele wie »Genshin Impact« sehen auf dem Poco F7 genauso gut aus wie auf einem iPhone 16. Die Grafik wird hier also nicht zugunsten der Leistung heruntergeregelt.
Auf den Benchmarks erkennt man den deutlichen Unterschied zu Flaggschiff-Handys, doch merkt man diesen auch im Alltag? Ich muss gestehen, dass das bei meiner Nutzung nicht der Fall ist.
Ja, teilweise öffnen sich Apps vielleicht noch etwas schneller. Aber beim Surfen, Streamen, Social Media und anderen einfachen Tätigkeiten reicht die Leistung des Poco F7 völlig aus.
Das Poco F7 Pro hatte ich seinerzeit zusammen mit dem Razer Kishi Ultra-Controller zum Testen bekommen. Dieser eignet sich natürlich auch mit dem F7 für gelegentliches Zocken – die Leistung reicht dafür vollkommen aus.
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Wer auf dem Handy spielt, sollte sich ein Gadget genauer ansehen – im Video zeige ich, warum
Unterschiede würde man vor allem bei leistungshungrigen Anwendungen bemerken, etwa beim Exportieren eines bearbeiteten Videos. Zudem bieten die Flaggschiff-Chips noch mehr Power für KI-Tools. Hierbei hängt jedoch auch viel von der Herstellerumsetzung ab, wie mein Vergleich der KI-Objektradierer zeigte.
Wer das nicht macht, kommt mit dem F7 sehr gut zurecht, zumal das Handy in beiden Speicherausstattungen üppige zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher besitzt und so auch für App-Multitasking bestens geeignet ist.
Beim Gerätespeicher habt ihr die Wahl: Das Poco F7 ist mit 256 sowie 512 Gigabyte erhältlich, eine nachträgliche Erweiterung über microSD ist indes nicht möglich. Überlegt also im Vorfeld, wie viel Speicher ihr benötigt.
Display
Das 6,83 Zoll große AMOLED-Display des Poco F7 begeistert mich gleichermaßen wie das des Pro-Modells. Mit 1.280 x 2.772 Pixel und 447 ppi (pixel per inch) löst es so hoch auf, dass einzelne Pixel nicht mit bloßem Auge zu sehen sind. Die Bildschirmränder sind sehr dünn, sodass das Display nochmals größer wirkt.
Zudem erreicht der 120-Hertz-Bildschirm eine maximale Helligkeit von 1.700 Nits, was selbst bei hellem Sonnenschein mehr als genug ist, um Inhalte vernünftig ablesen zu können.
Zum Vergleich: Mein iPhone 13 Pro kommt auf 1.000 Nits und selbst das lässt sich an Sommertagen problemlos verwenden.
Im Vergleich zum Poco F7 Pro gibt es beim F7 minimale Abstriche. Das Pro-Modell kommt sogar auf 1.800 Nits, zudem bietet es eine etwas höhere Display-Auflösung (1.440 x 3.200 Pixel). Die Unterschiede bemerke ich im Alltag ohne A-und-B-Vergleich aber nicht.
Der Fingerabdrucksensor liegt auch beim Poco F7 unterhalb des Displays. Der optische Sensor entsperrt das Gerät zuverlässig im Bruchteil einer Sekunde – selbst mit feuchten Fingern. Schneller schaffen es Smartphones mit Ultraschallsensor auch nicht.
Akkulaufzeit
Akkuseitig hat sich beim Poco F7 etwas getan. Der Hersteller hat die Kapazität gegenüber dem Pro-Modell erhöht – von 6.000 auf 6.500 Milliamperestunden.
Trotz der gestiegenen Kapazität habe ich im Benchmark von PCMark keinen Unterschied zwischen beiden Modellen festgestellt. Im Gegenteil: Kurioserweise kommen beide Modelle auf die exakt gleiche Laufzeit von 18 Stunden und 9 Minuten.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Ein gutes Ergebnis, das sich auch im Vergleich mit Top-Geräten sehen lassen kann. Hier verspielt Poco aber trotzdem seine Chance, denn eigentlich hätte man eine längere Laufzeit erwarten dürfen.
PCMark Akku-Benchmark
Poco F7
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Am Ende des Tages ist die Gesamtlaufzeit dennoch sehr gut. Das Poco F7 sollte euch problemlos durch den Tag bringen, in meinem Test musste ich es sogar erst nach zwei Tagen aufladen.
Aufgeladen wird beim F7 mit bis zu 90 Watt. Damit ist es genauso schnell wie das Pro und nur etwas langsamer als das Ultra mit 120 Watt. Ein vollständig leerer Akku ist in rund 40 Minuten vollständig geladen.
Wireless Charging fehlt jedoch auch diesem Modell, das hat ausschließlich das F7 Ultra. Dafür gibt es nun ein schnelleres Reverse Charging. Solltet ihr das Handy nutzen, um Kopfhörer oder andere Geräte zu laden, könnt ihr das mit bis zu 22,5 Watt tun. Sonst sind eher 5 Watt üblich.
Kamera
Die Hauptkamera des Poco F7 bietet eine Auflösung von 50 Megapixeln und eine Blende von f/1.5. Einen optischen Zoom verbaut der Hersteller nicht (nur beim F7 Ultra). Allerdings bietet die Kamera-App insgesamt drei Brennweiten für die Hauptlinse: 26, 35 sowie 52 Millimeter. Somit habt ihr etwas Spielraum beim Fotografieren.
Gegenüber dem F7 Pro hat das F7 einen etwas kleineren Kamerasensor (1/1.55" vs. 1/1.95"), wodurch das Pro-Modell bei schlechteren Lichtverhältnissen theoretisch die bessere Bildqualität liefert. In meinen Beispielaufnahmen muss ich jedoch gestehen, dass ich keinen spürbaren Unterschied feststelle.
Die zweite Optik ist eine Ultraweitwinkelkamera mit acht Megapixeln Auflösung und einer Blende von f/2.2.
Beim Kamerasystem sind sich beide Modelle sehr ähnlich:
- Die Aufnahmen des Ultraweitwinkels sind auf dem kleinen Handybildschirm noch in Ordnung, wenn das Licht gut ist. Sie werden jedoch ziemlich stark nachgeschärft und bieten insgesamt eine eher schlechte Qualität.
- Die Hauptkamera liefert gute Ergebnisse mit vielen Details und schönen Kontrasten. Allerdings habe ich die gleiche Kritik wie schon bei F7 Pro: Die Aufnahmen sind mir stellenweise zu stark gesättigt. Dadurch wirken sie sehr knallig und weniger natürlich. Wer jedoch poppige Fotos mag, sollte Gefallen daran finden.
Die folgenden Beispielaufnahmen zeigen, dass sich das Poco F7 im Hinblick auf die Kamera durchaus sehen lassen kann – ob nun für Schnappschüsse oder Urlaubsfotos.
Auch bei weniger Licht am Abend gelingen noch ansehnliche Bilder. Der Ultraweitwinkel ist hier weniger zu gebrauchen, die Bilder sind dunkel und wenig detailliert (das Problem haben aktuell noch viele Handys). Auch der digitale Zoom fällt im Gegensatz zum Tageslichteinsatz deutlich ab.
Die Aufnahmen der Hauptkamera sind jedoch brauchbar, auch wenn Flaggschiffmodelle wie das Honor Magic7 Pro oder Samsung Galaxy S25 im Nachtmodus noch einmal deutlich mehr aus den Aufnahmen herausholen.
Die Frontkamera löst mit 20 Megapixeln auf. Die Qualität ist nicht überragend, bei Tageslicht jedoch auf alle Fälle brauchbar. Hier gelingen ordentliche Selfies.
Bei weniger Licht im Innenraum zeichnet die Kamerasoftware die Bilder etwas weich, um ein starkes Rauschen zu verhindern. Hierdurch gehen Details unter, allerdings reicht die Qualität noch für Videotelefonate und Co. – für gute Selbstporträts eher nicht.
Bei direktem Tageslicht sehen die Selfies gut aus, bei weniger Licht gehen jedoch Details verloren. (Bildquelle: GameStar Tech)
Wollt ihr mit dem Handy auch filmen, dann gibt es zwischen Poco F7 und dem Pro / Ultra einen nennenswerten Unterschied:
- Das Poco F7 kann mit maximal 4K und 60 Bildern pro Sekunde filmen.
- Pro und Ultra schaffen hingegen sogar 8K mit 30 Bildern pro Sekunde.
Fazit zur Kamera:
Für ambitionierte »Handyknipser« ist das F7 nichts. Die Fotos sind weniger natürlich, die Qualität des Ultraweitwinkels nur OK – und es fehlt ein optischer Zoom. Allerdings reicht das Kamerasystem aus meiner Sicht aus, um damit Schnappschüsse zu machen.
Wer keine sehr hohen Ansprüche an die Kamera hat, wird mit dem F7 glücklich – und vielleicht mögt ihr ja auch die kontrastreichen, knalligen Bilder.
Lautsprecher
Das Smartphone besitzt zwei Lautsprecher und bietet somit Stereosound bei der Wiedergabe von Musik, Podcasts oder Videos. Die maximale Lautstärke ist dabei ziemlich hoch, dann übersteuert es allerdings auch der Sound verzerrt.
Für gelegentliches Hören von Podcasts oder dem Anschauen von TikToks auf der Couch ist die Qualität in Ordnung, es ist aber kein Ersatz für einen Bluetooth-Lautsprecher.
Den Handylautsprechern fehlt es an Bass, sie klingen insgesamt ziemlich dünn. Immerhin sind sie jedoch gut ausbalanciert, sodass die Soundbühne in der Mitte liegt. Beim Poco M7 Pro war das nicht der Fall, was mich etwas gestört hat.
Konnektivität
Bei der Konnektivität müsst ihr mittlerweile selbst bei Smartphones unter 500 Euro kaum Abstriche machen.
Die Ausstattung im Überblick:
- 5G
- WiFi 7
- Bluetooth 6
- NFC
- Infrarotblaster – verwandelt das Handy in eine Fernbedienung für Fernseher, DVD-Player und andere Geräte.
- Dual-SIM
- GPS, GLONASS, BDS, GALILEO, QZSS, NavIC
- USB-C
Einen Nachteil gegenüber teureren Modellen gibt es aber, und zwar das Fehlen von eSIM-Support. Ihr könnt also nur physische SIM-Karten verwenden, nicht aber digitale.
Der Hersteller bewirbt das F7 unter anderem mit dem »Surge T1s Signal-Tuner«, der die Mobilfunkleistung und die Stabilität von WiFi sowie Bluetooth optimiert. Im Alltag konnte ich ehrlicherweise jedoch keinen Unterschied feststellen.
Betriebssystem und Updates
Das Poco F7 wird mit Android 15 und der herstellereigenen Oberfläche HyperOS 2 ausgeliefert, die ein bisschen an Apples iOS erinnert. Im Einrichtungsprozess könnt ihr euch entscheiden, ob ihr den klassischen App Drawer verwendet, bei dem alle installierten Apps durch vertikales Scrollen vom unteren Bildschirmrad erreicht werden.
Alternativ bietet HyperOS aber auch die Option, dass alle Apps auf dem Homescreen abgelegt werden – wie bei iOS.
Davon abgesehen liegt HyperOS 2 nahe an Stock Android, der unveränderten, von Google bereitgestellten Android-Version. Im Hinblick auf Bloatware gibt es bei Poco jedoch Grund zur Kritik. Als Bloatware bezeichnet man vorinstallierte Apps von Drittherstellern.
Davon sind auf dem Poco F7 einige vorinstalliert, unter anderem Booking.com, LinkedIn oder auch AliExpress. Wer bei der Einrichtung nicht aufpasst, installiert mit einem Klick im Übrigen auch noch zahlreiche Spiele mit – hier solltet ihr also genau hinschauen. Immerhin lassen sich die Applikationen bei Bedarf schnell deinstallieren.
Das Poco F7 bietet wie Pro und Ultra wieder die »Xiaomi HyperAI«-Features, eine Sammlung von KI-Funktionen. Zu diesen zählen unter anderem KI-Schreibwerkzeuge (Texte zusammenfassen, umformulieren und Co.) oder auch ein Tool, das animierte Wallpaper aus Fotos generiert.
Daneben gibt es auch einige KI-Werkzeuge in der Fotos-App, unter anderem einen Objektradierer, den wir von vielen anderen Herstellern kennen. Er funktioniert zwar nicht auf dem Niveau aktueller Flaggschiff-Modelle, aber dennoch besser, als ich erwartet habe.
Neben den herstellereigenen KI-Tools habt ihr auch Zugriff auf Google Gemini und könnt dessen Funktionen nutzen.
Im Hinblick auf den Update-Support stellt sich das Smartphone in seiner Preisklasse ordentlich auf. Versprochen werden vier große Android-Updates sowie sechs Jahre Sicherheits-Patches.
Zwar liefern Hersteller wie Samsung ihre Geräte inzwischen bis zu sieben OS-Updates. Ich empfinde die Zeitspanne von Poco aber trotzdem als sehr ordentlich und ausreichend.
Solltet ihr euch das Poco F7 kaufen?
Das Poco F7 lohnt sich für euch, wenn...
- ihr ein leistungsstarkes Smartphone mit tollem Display zu einem fairen Preis sucht.
- euch eine lange Akkulaufzeit und eine IP68-Zertifizierung wichtig sind.
- ihr auf der Suche nach einem runden Gesamtpaket ohne große Patzer unter 500 Euro seid.
Mögliche Alternativen zum Poco F7
Poco F7 Pro: Das Pro-Modell bietet einen etwas kleineren Bildschirm (6,67 Zoll), dafür aber eine höhere Display-Auflösung (2K). Mit 6.000 Milliamperestunden ist der Akku etwas kleiner als beim Basismodell, bietet aber die gleiche Laufzeit wie das F7. Zudem ist das Kamerasystem zumindest in der Theorie etwas besser. Aktuell ist es für rund 445 Euro zu haben.
Samsung Galaxy A56: Das Mittelklasse-Smartphone von Samsung bietet ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit 120 Hertz, eine gute Hauptkamera und sechs Jahre Update-Support inklusive großen Android-Updates. Mit dem Exynos 1480 ist es leistungstechnisch jedoch deutlich schwächer als das Poco F7. Preislich ist es mit einem aktuellen Straßenpreis ab etwa 330 Euro jedoch auch günstiger.
Zu einem Preis von 450 Euro (zum Marktstart sogar nur 400 Euro) ist das Poco F7 eine echte Kampfansage an die Premium-Modelle. Zwar gibt es gerade bei der Kamera Abstriche gegenüber aktuellen Flaggschiffen – doch das kümmert nicht jeden, schließlich reicht sie für Schnappschüsse mehr als aus.
Leistungstechnisch stellt sich das Mittelklasse-Handy stark auf und bietet bis auf den fehlenden eSIM-Support und Wireless Charging prinzipiell alles, was man im Alltag braucht.
F7 oder F7 Pro? Die Unterschiede muss man wirklich mit der Lupe suchen. Bei einem ähnlichen Preis würde ich aufgrund des leicht besseren Displays und der Kamera zum Pro greifen – ansonsten bedenkenlos zum F7.





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