Neben Tech, Tricking und Fotografie ist die Musik eine meiner größten Leidenschaften. Einerseits läuft bei mir tagtäglich Musik im Hintergrund, andererseits genieße ich es auch, aktiv ein Album durchzuhören und die Musik zu »erleben«.
Deswegen gehört ein Musikstreamingdienst dauerhaft zu meinen monatlichen Kosten dazu. Angefangen habe ich vor Jahren mit Google Play Music. Dann wurde dieser Dienst eingestellt und Nutzer wurden zu YouTube Music migriert. Zwischenzeitlich bin ich zu Spotify und Apple Music gewechselt.
Heute bin ich wieder bei YouTube Music und werde nicht mehr wechseln. Aus einem einfachen Grund: dieser phänomenale Algorithmus.
YouTube Music und der Google-Algorithmus
Bei keinem anderen Musikstreamingdienst habe ich so gute Musik-Empfehlungen erhalten, wie bei YouTube Music.
- Bei den meisten Diensten könnt ihr eine Auto-Play-Funktion aktivieren (standardmäßig ist sie das meistens schon), die automatisch weitere Songs abspielt, die euch gefallen könnten, wenn eine Playlist ihr Ende erreicht.
- Die Lieder, die der Google-Algorithmus für mich findet, passen fast immer perfekt auf meinen Geschmack oder auf die Stimmung der vorherigen Songs.
Weil YouTube Music nicht nur meine Vorlieben in der Musik-App kennt, sondern auch die von YouTube, also der Videostreaming-Plattform, stehen mehr Informationen für solche Empfehlungen zur Verfügung.
- Der Algorithmus bei YouTube Music ist geradezu magisch. Aus irgendeinem Grund weiß die App immer ganz genau, was ich hören möchte und was mir gefallen könnte. Ich schätze, das hat mit der Erfahrung des Unternehmens mit Such-Algorithmen zu tun. Oder es ist doch Magie?
- Ich bin vor allem ein großer Fan der persönlichen Supermix-Playlists. In diesen Listen befinden sich nicht nur Songs, von denen der Dienst weiß, dass ich sie rauf und runter höre, sondern auch welche, von denen Google glaubt, dass sie mir gefallen könnten – und das tun sie fast immer.
- Eine weitere Funktion, die lieben gelernt habe, sind die »Samples«. Das sind kurze Musikvideo-Clips im Stile von TikTok und YouTube Shorts. Ich bin kein großer Fan von diesen Kurzclips, aber bei YouTube Music sind sie äußerst nützlich, um neue Musik zu entdecken. Höre ich etwas, das mir gefällt, speichere ich mir den Song direkt in eine Playlist oder geben ihm einen Daumen hoch.
- Es gibt aber auch einen nervigen Nachteil: Weil YouTube Music mit eurem YouTube-Konto verbunden ist, tauchen eure Abos aus dem Musikstreamingdienst auch auf der Videoplattform auch. Dasselbe gilt für gespeicherte Playlists. Das kann schnell unübersichtlich werden.
Über YouTube Music habe ich schon viele meiner heutigen Lieblingskünstler und -künstlerinnen entdeckt. Ferner findet man hier auch Remixes, Covers und Songs von kleinen Indie-Künstlern, die ihre Musik auf YouTube hochladen.
Selbst nach mehreren Jahren bei Spotify habe ich nie so viele neue Interpreten kennengelernt, wie bei Googles Musikstreamingdienst. Außer der größeren Auswahl an Podcasts sehe ich für mich persönlich keinen Grund, wieder zu Spotify zu wechseln.
Für Apple Music spricht die bessere Wiedergabequalität im Lossless-Format. Ich bin nicht wirklich audiophil, lege aber durchaus Wert auf eine gute Qualität.
Letztendlich habe ich mich doch lieber für den besseren Algorithmus entschieden. Mehr Künstler und Künstlerinnen zu entdecken ist für mich dann doch wichtiger und die Musikqualität bei YouTube Music ist meinem Gehör nach gut genug.
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YouTube Music: Meine Tipps für bessere Musikempfehlungen
Natürlich kann der Dienst nicht einfach eure Gedanken lesen – auch wenn es mir manchmal so vorkommt. Ich habe deswegen ein paar Tipps für euch, damit ihr auf dem Dienst bessere Empfehlungen erhaltet.
- Gebt fleißig Daumen hoch und Daumen runter. Das lässt den Algorithmus wissen, welchen Musikgeschmack ihr habt und auch welche Songs weniger oder nicht mehr empfohlen werden sollen.
- Speichert Lieder, Alben und Playlists in eurer Mediathek. Diese sind praktisch eine dauerhafte Erinnerung an YouTube Music, welche Musik euch wirklich gefällt.
- Abonniert Künstler auf YouTube. Euer YouTube- und euer YouTube Music-Konto sind miteinander verbunden. Künstler, die ihr gerne auf YouTube hört, werden euch auch auf dem Musikstreamingdienst empfohlen.
- Löscht ungewünschte Musik aus eurem Verlauf. Manchmal klicke ich auf YouTube auf einen Song aus reiner Neugier. Und nicht selten schaue ich mir die Musikvideos im Ganzen an und entscheide erst dann, ob der Song etwas für mich ist oder nicht. Sollte er mir nicht gefallen haben, lösche ich ihn aus dem Verlauf, damit mir dieser oder ähnliche Songs nicht empfohlen werden.
- Mehr Lieblingskünstler- und -Künstlerinnen auswählen. Bei der ersten Einrichtung von YouTube Music fragt euch der Dienst nach fünf Lieblingsinterpreten. In den Einstellungen könnt ihr jedoch jederzeit weitere hinzufügen. Tippt dafür oben rechts auf euer Profilbild und dann auf »Einstellungen«. Tippt jetzt auf Empfehlungen und dann auf »Musikempfehlungen verbessern«.
Mit diesen Tipps sorgt ihr langfristig dafür, dass euch YouTube Music die Musik findet, die euch wirklich gefällt.
Ich für meinen Teil werde den Dienst wohl nie wieder kündigen können – es sei denn, ich steige um auf physische Musik, wie es mein Kollege Marinus gemacht hat. Mehr dazu könnt ihr in seinem Artikel darüber nachlesen:
Welchen Musikstreamingdienst nutzt ihr am liebsten? Verratet uns gerne auf was es für euch bei so einem Dienst ankommt und auf welche Features ihr den größten Wert legt. Oder hört ihr Musik lieber über CD, Schallplatten oder sogar Tapes? Schreibt uns gerne eure Meinung zu diesem Thema in die Kommentare unten!
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