Die wunderbare Welt der Technik steckt voller Geschichten – und nicht jede davon führte zum Erfolg. Um genau eine solche geht es in diesem Artikel.
Über die gesuchte Technologie sagte Risikokapitalgeber John Doerr – hier sein Profil auf Forbes – im Jahr 2001:
Wenn [Dean, der Erfinder, Anm. d. Red.] seinen Willen bekommt, wird das Unternehmen schneller als jedes andere Unternehmen in der Geschichte einen Umsatz von 1 Milliarde Dollar erreichen und größer sein als das Internet.
Bevor wir euch verraten, um welche Technologie es sich handelt, ratet in der Umfrage doch gerne mit, worum es sich hier handeln könnte.
Die Auflösung folgt gleich, so viel sei vorher noch gesagt:
- Kaufen lässt sich die Technologie – oder das Gerät – heute nicht mehr. Die eigentliche Firma existiert allerdings noch.
- Bis 2009 durfte jene Technologie nicht in Deutschland verwendet werden und danach auch nur mit einer individuellen Zulassung. Erst 2019 erfolgte eine Regelung, die es grundsätzlich erlaubt.
Nun aber endlich zur Auflösung
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»Ohne Witz mein meist erwarteter Film des Jahres« - Beim neuen Trailer zu Coyote vs. ACME denkt so mancher Kino-Fan gar nicht mehr an Avengers oder Dune
Das ist die Technologie, die das Laufen revolutionieren sollte
Das eingangs erwähnte Zitat bezieht sich auf Segways, also die Zweiräder mit Lenker, die sich durch Nachvorneneigen steuern lassen.
Das Interessante an der Story ist, dass Doerr die Aussage traf, bevor Segways überhaupt der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Zum Zeitpunkt des Zitats war lediglich bekannt, dass es eine exotische neue Erfindung in der Tech-Welt gab, die als »Project Ginger« bekannt war.
Die LA Times mutmaßte in einem Artikel von 2001 darüber und zitierte darin den Erfinder Dean Kamen mit einigen wilden Aussagen:
- So würde Ginger »nicht nur auf gesellschaftliche Institutionen, sondern auch auf einige traditionsreiche Milliardenunternehmen erhebliche Auswirkungen haben.«
- Die Erfindung solle »unsere Umwelt und die Lebensweise der Menschen weltweit tiefgreifend beeinflussen. Es wird eine Alternative zu Produkten sein, die umweltschädlich, teuer, manchmal gefährlich und oft frustrierend sind – insbesondere für Menschen in den Städten.«
Aber Achtung, es wird noch wilder. Weitere Tech-Prominenz äußerte sich zu Ginger und nahm dabei den Mund nicht weniger voll.
Ginger ist ein Produkt, das so revolutionär ist, dass Sie es problemlos verkaufen können.
Wenn genug Menschen diese Maschine sehen, müssen Sie sie nicht davon überzeugen, Städte um sie herum zu gestalten. Das wird einfach von selbst geschehen.
Einer der größten Flops der Tech-Welt
25 Jahre später wissen wir, dass sich Segway weder in astronomischen Quantitäten absetzte, noch dass ganze Städte darum gebaut wurden.
- Gerade einmal 150.000 Einheiten wurden verkauft, bis die Firma hinter Segway die Produktion einstellte (via Techradar).
- In der EU gab es Streitigkeiten, wer denn nun für ein derlei neuartiges E-Fahrzeug verantwortlich war (Amtsblatt der Europäischen Union als PDF).
Heute dürfen Segways offiziell auf der Straße gefahren werden und gelten als E-Kleinstfahrzeug, so der ADAC. Im klassischen Design trifft man sie aber so gut wie gar nicht mehr.
Passend zum Thema:
- »Es gibt keinen Grund, warum jemand einen Computer zu Hause haben sollte« Dieser Satz kam 1977 ausgerechnet vom Chef der damals zweitgrößten Hardwarefirma
- Henry Ford: »Es ist besser wenn 20.000 Menschen zufrieden und gut ernährt sind, als dass ein paar Millionäre geschaffen werden.«
Der letzte Segway rollte 2020 vom Band. Segway, so auch der Name des Unternehmens, stellt heute immer noch motorisierte Vehikel her, allerdings in Form von Rollern, Scootern und Gokarts.
Die letzten Überbleibsel der Segways sind also eine Handvoll Touristen, die man immer mal wieder durch Innenstädte rollen sieht. Wann auch hier Räder wieder gegen Füße getauscht werden, ist wohl nur eine Frage der Zeit.
Und das Internet gibt’s übrigens immer noch.

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