Update 20.08.2024: Inzwischen sind Preis und Auslieferung bekannt. Der Handheld wird 849 Euro kosten und ab dem 12.09.2024 verfügbar sein. Ab heute könnt ihr ihn bei Alternate und Caseking vorbestellen.
Die gamescom steht an und mit ihr einer der für mich spannendsten Hardware-Launches des Jahres: der Zotac Zone.
Dabei handelt es sich um einen neuen Windows-Handheld, der schon zur Computex gezeigt wurde. Jetzt sind fast alle wichtigen Informationen zum neuen Steam Deck-Herausforderer bekannt und es gibt fünf Gründe, warum er vielleicht sogar meinen Lenovo Legion Go ablösen könnte.
Der womöglich beste Bildschirm
Das Panel besitzt eine Bildschirmdiagonale von sieben Zoll und eine Bildschirmwiederholrate von 120 Hz – ist also in diesen beiden Punkten identisch mit der Asus ROG Ally (X) und der MSI Claw.
Übrigens: Falls euch interessiert, ob sich die MSI Claw, fünf Monate nach Release sich lohnt, dann schaut den Test von meinem Kollegen Benedikt von MeinMMO rein:
Ist der MSI Claw 5 Monate nach Release endlich empfehlenswert? Ich habe den Gaming-Handheld getestet
Im Gegensatz zu den beiden kommt hier allerdings ein AMOLED-Bildschirm zum Einsatz. Der ist mit 800 Nits sogar ein gutes Stück heller als bei der Konkurrenz, die maximal 500 Nits schafft. Beim Spielen im Freien sollte der Bildschirm des Zotac Zone also deutlich lesbarer sein.
Darüber hinaus besitzt der Bildschirm eine sehr breite Farbraumabdeckung: 100 Prozent DCI-P3 und 150 Prozent sRGB.
Für mich persönlich ist es nur etwas schade, dass er nicht so groß ist wie der des Lenovo Legion Go.
Vielseitige Ausstattung mit Bedienelementen
Die Bedienelemente eines Handhelds sind extrem wichtig, weil sie definieren, welche Spiele ihr damit spielen könnt und ob das dann auch Spaß macht. Das scheint Zotac erkannt zu haben, denn deren Bedienelemente sind so gut durchdacht, wie ich es bei noch keinem Handheld gesehen habe.
Hair-Trigger: Wie von vielen Premium-Controllern gewohnt, ist es möglich, den Aktivierungsweg der Trigger-Tasten zu verkürzen. Das sorgt für eine schnellere Eingabe, die besonders für Shooter, Actionspiele und Fighting-Games wichtig ist. Es gibt bisher keinen Handheld-PC mit diesem Feature.
Hall-Effekt-Sticks und -Trigger: Die analogen Bedienelemente erkennen dank magnetischen Sensoren ihre Position, was den mechanischen Verschleiß auf ein Minimum reduziert. Das beugt Joystick-Drift vor und erlaubt es euch, mit besonders kleinen Deadzones zu spielen, was wiederum für höhere Präzision sorgt.
Hair-Trigger
Ein Hair-Trigger ist eine Einstellung bei Gamepads, die die Betätigungstiefe der Trigger-Tasten verringert, sodass sie schneller und mit weniger Kraftaufwand ausgelöst werden können.
Hall-Effekt
Der Hall-Effekt ist ein physikalisches Prinzip, das in Gamepads zur präzisen und verschleißfreien Erfassung von Joystick-Bewegungen durch magnetische Felder genutzt wird.
Deadzones
Deadzones sind Bereiche an den Rändern oder in der Mitte des Bewegungsbereichs eines Joysticks, in denen kleine Bewegungen nicht registriert werden, um ungewollte Eingaben zu vermeiden.
Drehschalter: Um die beiden Joysticks befinden sich drehbare Schalter, mit denen ihr verschiedene Einstellungen ändern könnt, ohne vorher ein Menü aufrufen zu müssen. Denkbar wäre das Ändern der Leistungsaufnahme oder der Lautstärke. Auch dieses Feature ist bisher einzigartig.
Dual-Trackpads: Genau wie beim Steam Deck findet ihr auf beiden Seiten Trackpads. Damit sollte die Bedienung von Windows deutlich weniger umständlich werden und es öffnet die Tür für Spiele, die für Mausbedienung ausgelegt sind. Damit dürfte der Zotac Zone zu einem der besten Windows-Handhelds für Strategiespiele werden.
Taktiles, großes D-Pad: Der Zotac Zone könnte der beste Windows-Handheld für 2D-Spiele und Fighting-Games werden. Das D-Pad ist sehr groß, besitzt taktile Klicks und soll sich laut Zotac besonders gut für Fighting-Games eignen. Ich bin darauf sehr gespannt. Bisher konnte mich in dieser Hinsicht keines der heutigen Geräte vollständig überzeugen. Dazu kommt das symmetrische Design, das besonders ergonomisch für D-Pad-Spiele ist.
Nicht nur ein Gimmick: der Kickstand
Ich habe den Kickstand der Nintendo Switch OLED und des Lenovo Legion Go zu schätzen gelernt. Vor allem für lokale Multiplayer-Spiele ist er sehr praktisch, wie zum Beispiel für die eben erwähnten Fighting-Games. Deshalb freue ich mich, dass auch hier einer verbaut wurde.
Dual USB4-Ports
Dank zwei USB4-Anschlüssen ist das Gerät äußerst flexibel beim Anschließen von zusätzlicher Hardware. So ist es möglich, schnelle SSDs oder eine externe Grafikkarte zu verbinden. Im Gegensatz zur Asus ROG Ally X befinden sich die Anschlüsse nicht nebeneinander, sondern oben und unten, was ich besser finde. Manchmal ist es praktischer, das Ladekabel unten oder eben oben anzustecken.
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- CPU: AMD Ryzen 7 8840U, Hawk Point, 8 x Zen 4 bis zu 5,1 GHz
- GPU: RDNA3-Architektur, 12 CUs
- RAM: 16 GB LPDDR5X-7500
- Display: 7", 1920x1080, 120 Hz, 800 Nits, 100 Prozent DCI-P3, 150 Prozent sRGB, HDR
- Speicher: 512 GB SSD (PCIe4, M2. NVMe 2280), microSD-Kartenslot
- Maße: 310 x 135 x 40 mm
- Gewicht: 48,5 Wh
- Akku und Laden: 48,5 Wh mit 65 Watt Ladeleistung
- Betriebssystem: Windows 11
- Anschlüsse: 2x USB4
Eine durchdachte Docking-Station
Zotac hat für den Zone eine separat erhältliche Docking-Station entwickelt, die genau wie der Handheld äußerst durchdacht ist.
- Kompakt mit faltbarem Design
- PCIe Gen3 X2-Slot für eine M2. NVMe-SSD mit Lüftungsschlitzen
- Anschluss über den unteren USB-C-Port ohne Kabel
- 1x USB 3.0, 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-A, 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C, 1x Ethernet Anschluss, 1x USB-Typ-C PD Power Input für maximal 90 Watt
Zwei Dinge, die ich schade finde
Ich bin sehr gespannt auf das Gerät und kann es kaum erwarten, es selbst auszuprobieren. Neben meinem frühen Optimismus gibt es allerdings auch zwei Sachen, die mir etwas Sorgen bereiteten:
- Einerseits hat der Akku nur eine Kapazität von 48,5 Wh. Das ist sogar etwas kleiner als der des Steam Deck OLEDs (50 Wh) und deutlich kleiner als der in der Asus ROG Ally X (80Wh). Wahrscheinlich wird der Zotac Zone also eher nicht die beste Wahl für mobiles Spielen werden.
- Außerdem hat er nur 16 GByte RAM. Das ist etwas wenig, wenn man bedenkt, dass der auch als Videospeicher fungieren muss. Hier hätte ich mir 24 GByte wie bei der Asus ROG Ally X gewünscht.
Wie der Zotac Zone in der Praxis abschneiden wird, verrate ich euch dann in meinem Test. Das Gerät wird im Rahmen der gamescom erscheinen.
Ihr habt schon jetzt Fragen, die mein Test auf jeden Fall beantworten soll? Dann schreibt sie mir in die Kommentare!
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