Gaming hat in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen Wandel mitgemacht. Das sieht man heute besonders an Grafik, Umfang oder den vielen neuen technologischen Möglichkeiten. Vieles, was wir heute als Selbstverständlichkeit wahrnehmen, war früher höchstens ein Wunschtraum.
Auf der anderen Seite würden uns jüngere Generationen für manche Dinge, die wir damals einfach hingenommen haben, mit dem Sure-Grandma-Meme antworten. Aber manchmal ist ein Blick in die Vergangenheit einfach nur wohltuend.
Wir haben in der Redaktion einmal kollektiv in Erinnerungen geschwelgt und uns gegenseitig erzählt, welche skurrilen »Bräuche« vor etlichen Jahren im Gaming noch normal waren.
2:09:34
Von Atari bis PS5: Die besten & verrücktesten Controller aller Zeiten
Spieleberater und gedruckte Komplettlösungen
In Zeiten, in denen das Internet noch nicht verbreitet war, konnte es besonders frustrierend werden, in einem Spiel nicht weiterzukommen. Manchmal fehlte ein Key-Item oder man übersah einfach den alles entscheidenden Hebel. Einfach mal eben ein YouTube-Tutorial raussuchen oder im Netz eine Komplettlösung aufrufen, kam da noch nicht infrage.
Stattdessen griff man zu Spieleberatern sowie abgedruckten Walkthroughs und Tipps-Rubriken aus Magazinen, wie der GameStar (Hier ein Beispiel zu Tomb Raider 4).
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vom 09.08.2026, 12:00 Uhr
Könnte man auch mal eine Reihe machen, Spiele die früher richtig gut waren und man heute einfach vermisst. (Oder auch nicht :))
Hot Seat Kaiser II :) oder „gelebte Geschichte“.
vom 06.08.2026, 20:44 Uhr
Viele Spiele waren doch damals "Du musst alles auswendig lernen, um zum Ende zu gelangen" - meist noch kombiniert mit "übermenschlichen Reaktionsfähigkeiten".
Quasi alles Souls-Like...
vom 10.08.2026, 08:43 Uhr
@Agent_S Manche Games, gerade die, die auf Automaten basierten, sollten ja auch fast nicht zu schlagen sein, damit Kids noch mehr Münzen in den Automaten werfen. Erst mit den Portierungen für Heim-Computer und Konsolen blieb der Frust dann kostenfrei ;-)
vom 10.08.2026, 23:41 Uhr
@Raffiki
Kostenfrei? - Die Mülltonnen voller abgestorbener Nerven, Zähne (in den Joystick, Maus, Tastatur oder Tisch beißen), kaputte Monitore, Fensterscheiben, Joysticks (letzteres um diese gegen die Beiden ersten einzusetzen), ...
vom 06.08.2026, 09:49 Uhr
Ja, an viele dieser netten "Quirks" kann ich mich noch gut erinnnern ...
- Spieleberater: ja, früher auch einfach Tips & Tricks oder Komplettlösungen genannt, fand man in sehr vielen Spielezeitschriften bis Ende der 1990ger. Dazu auch immer die Hex-Cheats für unendliche Leben, Energie, usw. Hat sich mit dem Aufkommen von Internet in allen Haushalten und YouTube Videos irgendwann überholt.
- der analoge Kopierschutz war wohl die einfachste Art eine Spieleherstellers seine Erzeugnisse vor unerlaubter Vervielfältigung zu schützen. Teilweise war es wirklich etwas fummelig ... manchmal auch einfallsloses "Bitte geben Sie auf Seite 5, Abschnitt 3 das 5. Wort des 2. Satzes ein!" aus der Spieleanleitung. Aber ich fand immer, dass LucasArts da sehr kreativ vorgegangen war. Da war dieses Dial mit den Piratenköpfen bei Monkey Island. Ein Dial mit den Abbildungen der Steinkreise bei Indiana Jones and the fate of Atlantis. Oder die Symbolkarte von Zakk McKracken, gedruckt in schwarz auf dunkelbraunem Papier, damit man auch bloß nicht kopieren konnte :-D
- CD wechseln ging irgendwann ja nicht mehr anders, als Games so groß wurden, dass sie eine CD platztechnisch gesprengt hatten. Passte Rebel Assault noch auf eine Disc, waren es bei Wing Commander 3 schon 4 CDs ... Wing Commander 4 waren plötzlich 7 CDs ... und Phantasmagoria kam auch auf 7 CDs daher. Ging aber noch, weil sich der CD-Wechsel immer am Ablauf der Games orientiert hatte und linear war. Aber ich erinnere mich noch ganz früher, da kam ein Werbespiel namens "Vision" auf 3,5" Diskette für den Amiga. Ich glaube, das Game hatte entpackt so 14 Disketten belegt. Da gab es dann eine Startdiskette und 13 Datendisks und da wurden Dateien immer zwischen einer Datendisk und der Startdisk gewechselt. Und das zum Teil im Minutentakt. Wurde besser, als ich ein 2. Laufwerk bekam ... aber ideal war natürlich die damals noch immens teuren Festplatten für den Amiga.
- Was ich heute noch heftig finde und mir gerade erst wieder eingefallen ist, wie immersiv Games oft sein wollten und man sich komplette Auftragslisten auf dem realen Drucker ausdrucken konnte, zum Beispiel bei "Der Planer" ging das. Habe letztens noch Ausdrucke gefunden, die ich mit 13 gemacht hatte ... und empfand das heute als das Epitom von sinnbefreit :-D
- Und noch was, was mir gerade einfällt zum Thema Immersion: da damals die großen EU Boxen noch State-of-the-Art waren, hatte man auch viel mehr Platz für Goodies oder Casecandy für die Käufer. Bei Wing Commander lagen zum Beispiel Blaupausen für die Ingame-Fighter mit dabei und die Anleitungen sahen alle aus wie Pilotenhandbücher. Bei 1869 lagen Kopien originaler, zeitgenössischer Zeitungen dabei. Und bei Ultima 7 und Ultima 9 lagen in der Deluxe Edition Tarotkarten und eine Stoffkarte dabei. Man hat sich einfach mehr um die Aufmachen gekümmert ...
vom 06.08.2026, 07:27 Uhr
CD's wechseln?...süß..ich weiss noch wie ich seinerzeit 3,5 Zoll-Disketten im Minutentakt wechseln musste....und einer der besten Kopierschutze war bei Gothic 2, jeder der ne gecracte Version spielte kam über einen immer kleiner werdenden Tunnel nicht mehr ins Minental..war lustig wie sich viele damals beschwerten und sich dabei selbst outeten
vom 06.08.2026, 20:21 Uhr
@d74 Es gab da doch auch die Schweine in 'Die Siedler', die nicht verschwanden und somit alles blockierten.
vom 06.08.2026, 04:25 Uhr
Achja das waren noch Zeiten, vor allem wenn Computerbildspiele oder andere Gaming Zeitschriften auf die doppelten DVD´s dann ihre Sachen draufpumpten, auf der einen Seite alle möglichen Updates and News, auf der anderen Seite das Spiel samt Updates was sie damals anboten. Damals ist man an gute Games wie X Beyond the Frontier auf diesen Wege gekommen. Gamestar hat zwar weiterhin eine Monatliche Vollversion, aber die sind eher meh XD. Zudem das auch noch viele kleinere Spiele auf den Discs waren die mal mehr oder weniger unterhaltsam waren.
Man möchte meinen heute werden weit mehr Spiele entwicklet als damals, aber wenn ich daran denke das ich Kistensweise Minigames artige spiele hatte....sie sind die Tage einfach etwas mehr ausgereifter oder kompletter Müll, hat sich nix geändert XD.
Ich fühl mich schon wieder älter als ich sein sollte -.-
vom 06.08.2026, 04:23 Uhr
Ha! Mitgezeichnete Karten. Davon habe ich auch noch einige von damals.
Richtig toll war die von Fate-Gates of Dawn- die Karte von der ersten Stadt Larvin. Passte leider nicht auf ein Din A4-Kästchen-Blatt. Musste halt was dazu ausgeschnitten und angeklebt werden. Habe es leider nie durchgespielt, aber wenn man in dem Spiel eine der immer mal wieder kommenden Passwort-Abfragen nicht richtig beantwortet hat, soll es immer schwieriger geworden sein- ohne eine Rückmeldung. Und man konnte manche Aufgaben nicht mehr erfüllen. Relativ heimtückisch. Zum Glück hatte/habe ich ja aber das Original und nie das Problem.
Aufregende Zeiten. Nicht alles besser aber anders.
Wie gerne hätte ich wieder physische Datenträger und Spieleboxen mit lustigen Gimmicks. Jajaja...
Ob meine ganzen Amiga-Disketten eigentlich noch funktionieren? Oder meine Memory-Card für GT2?
Weiß gar nicht, ob ich das wissen will.
vom 06.08.2026, 02:52 Uhr
Ich bevorzuge noch heute gedruckte Lösungen bzw Bücher. (Besonders die alten Lösungsbücher von Rollenspielen. Final Fantasy und Dragon Quest,aber auch Metal Gear. Soviel zusätzliche Informationen,Bilder. Ich muss das Spiel nicht mehrfach durchspielen. Kann lesen was ich verpasse und muss nicht zig Internetseiten durchsuchen. Wo nicht so schön und übersichtlich sind. Das fehlende Gefühl eine Seite umzublättern,mal abgesehen)
Und daher hol ich mir auch gern die Gamestar Zeitschriften, wenn sie für ein Spiel erscheinen, was für mich relevant ist.
Die Kingdom come, the Witcher, Cyberpunk Editionen zb.
Das Pusten. Egal.
CD einlegen? Egal. Zeigte nur, man ist dem Ende deutlich näher gekommen, es bleibt spannend.
Kopierschutz? Vielleicht zu Beginn nervig, aber nachvollziehbar.
vom 06.08.2026, 00:59 Uhr
Oh ja, das Meiste kommt mir noch SEHR bekannt vor. Vor allem diese Monkey-Island Scheibe. Habe ich heute noch hier liegen. :)
Polieren von CDs oder DVDs kam allerdings nur bei geliehenen Sachen vor. Meine eigenen waren nie verkratzt. Und selbst Freunde sind mit meinen Disks SEHR sorgfältig umgegangen weil sie genau wussten das ich auf Ersatz bestanden hätte, wenn sie sie beschädigt hätten. Und das hätten sie auch gemacht, denn auf meine Hilfe bei Problemen zu verzichten wäre noch schlimmer und gegebenenfalls teurer gewesen. ;)
Und da ich seit dem Atari 2600 nie wieder eine Konsole hatte, waren auch Probleme mit Modulen bei mir kein Thema. Die letzten Module hatte ich damals Anfang der 80er für meinen TI-99/4A Heimcomputer. Memory Cards hatte ich dementsprechend auch nur für Digitalkameras.
Lösungsbücher habe ich auch nie gekauft. Habe ich irgendwie nie gebraucht.
Gelegentlich haben Magazine geholfen, Angefangen mit Happy Computer über Power-Play bis PC-Player und GameStar. Zudem hatte ich zwar auch erst am PC Anfang der 90er über CompuServe Internet zu Hause, aber ich war schon zu Atari ST Zeiten in Mailboxen unterwegs. :)
Etwas anderes hingegen mache ich heute noch: Notizen - wenn nötig - mit Stift und Papier.
Im Mobiltelefon zu tippen ist lästig und Steam und ähnliche Overlays sind bei mir grundsätzlich deaktiviert, so das Stift und Papier meist viel einfacher sind als am PC für Notizen aus dem Spiel zu einem anderen Programm zu wechseln...
vom 06.08.2026, 02:55 Uhr
@Mav99 es gibt Spiele, da macht es doch Spaß und gehört dazu. Damals hab ich die Myst Reihe geliebt. Und mit meiner Mutter haben wir viele Seiten gefüllt und wehe es wurde vergessen etwas zu notieren.
Ein Spaß und gleichzeitig manchmal nervig wenn man nicht weiter kam. Wie heute das Netz nach antworten zu durchsuchen war nicht (bei weitem nicht so einfach und kostengünstig wie heute), bzw taten wir auch nicht, selbst wenn Gang und gäbe wäre. Etwas nachdenken und zur Not nocheinmal suchen.
vom 06.08.2026, 04:07 Uhr
@Jason89
Ich habe nie ganze Seiten vollgeschrieben, aber warum nicht, wenn es euch Spaß gemacht hat.
Bei mir waren es meist nur mal Codes oder Passwörter oder ähnliches im Spiel.
Aber erstmal selbst nachzudenken stand und steht auch bei mir immer (noch) im Vordergrund. Auch deshalb waren und sind Lösungen für mich selten interessant.
Nur wenn ich irgendetwas absolut gar nicht finde, z.B. irgendwelche Versteckten Dinge in einer großen Open World, suche ich vielleicht mal nach ein paar Tipps. :)
vom 05.08.2026, 23:20 Uhr
Herrlich! Vielen Dank für den nostalgischen Ausflug in die Vergangenheit, Marie. Ich musste wirklich schmunzeln.
Als damaliger Besitzer eines Amiga 500 mit zusätzlicher 512KB-Speicherweiterung (99 Mark!!) und eines zusätzlichen, externen Diskettenlaufwerks wurde natürlich auch das ein oder andere Spiel kopiert. Wir waren ja jung und hatten kein Geld. Kennt noch jemand das Programm X-COPY und dessen "Nibble"-Modus? Da hat das Kopieren immer am längsten gedauert, aber dabei wurden auch sämtliche Kopierschutzfunktionen ausgehebelt. Zumindest meiner Erinnerung nach.
Allerdings fanden auch einige Originalspiele den Weg in meine Obhut, so z.B. sämtliches Zeug von Psygnosis oder von den Bitmap Brothers. Hach.
vom 05.08.2026, 22:05 Uhr
Also Stift und Papier kann man heute auch noch gut gebrauchen. Immer dann wenn das spiel kein ingame Notizblock anbietet.
Ich habe vor ca 1 jahr nochmal eye of the beholder über gog gespielt. So viel spass beim collage block voll krizeln für die Karten hatte ich lange nicht mehr.
vom 05.08.2026, 22:06 Uhr
@BrockenBrain
Hachja Eye of the Beholder. Es gibt zu wenig moderne Titel dieses Genres.
vom 06.08.2026, 21:18 Uhr
@Scario da gibt es mehr als man denkt ;-) Das Problem ist nur die zu finden *ggg*
... und dann ist es natürlich immer noch die Sache, ob die Spiele mit deiner angestaubten Erinnerung mithalten können ;-)
vom 06.08.2026, 22:05 Uhr
@kordal
So angestaubt ist die Erinnerung nicht^^. Hast du denn Empfehlungen? Legends of Grimrock und Vaporum fand ich klasse.
vom 07.08.2026, 12:16 Uhr
@Scario Puuhhh ... Hunderte ... Naja fast ;-)
Ich bin der Master - Nerd of Old School and Ramsch RPG Games ;-)
Überlege grad, wie und wo ich anfangen soll ...
So, nur damit du weißt, was ich für Spiele auflisten werde:
Es werden Spiele sein, die ähnlich sind wie EOB, MM, Bards Tale oder Pool of Radiance:
Gloomgrave
Old School RPG
Dverghold
The Magic World
Labyrinth of Aetheria
Elminage ORIGINAL - Priestess of Darkness and The Ring of the Gods
Islands of the Caliph
Paper Sorcerer
A Kobold Story : Trenchcoat Adventurer
Monsters of Mican
Into The Inferno
Crossing The Sands
Navigating The Labyrinth
Legends of Amberland I
Legends of Amberland II
Legends of Amberland III
THYSIASTERY
Heroes of the Seven Islands
Dragon Ruins I
Dragon Ruins II
DUNGEONS OF CHAOS
The Black Grimoire: Cursebreaker
SKALD: Against the Black Priory
Next Run
Swordhaven: Iron Conspiracy
The Hand of Merlin
Ultimate ADOM - Kavernen des Chaos
Drova - Forsaken Kin
Tears of Adria
Valor of Man
Depths of Endor
Those Who Rule
Prelude Dark Pain
Cralon
Devil Spire
Dins Curse
Ember
Cryptmaster (evtl.)
The Fortress (evtl.)
SWORN
Thyria
Infinite Dungeon Crawler
Paths & Danger
Hier noch 2, die nicht ins Schema passen, ich aber toll finde ;-)
He is Coming
Luck & Loot
PS bin jetzt mal bei mir nur bis ca. Mitte 2025 zurück gegangen ...
vom 05.08.2026, 21:59 Uhr
Also bei fast allem gehe ich mit. Das waren die "guten" alten Zeiten.
Aber ich weiß nicht ob ich einfach alt bin oder woran es liegt, ich mache mir bei Spielen auch weiterhin händisch Notizen.
Ohne das hätte ich Blue Prince nie und nimmer durchgespielt. Auch Hell is us letztes Jahr hat bei mir massiv von meinen Notizen profitiert. Es gibt also auch durchaus neue, digitale Games, wo mein Stift und Papier zum Einsatz kommen.
vom 04.08.2026, 20:29 Uhr
Bis auf den konsolenspezifischen Kram kenne ich das noch alles. Aber zur Ehrenrettung des physischen Kopierschutzes muss man sagen, dass so auch Büro-Väter mal echt cool wirken konnten, denn sie brachten modernste Technik ins Spiel: Die Fotokopie! So verbrachte der ein oder andere Vater die ein oder andere späte Überstunde am Kopierer, um seinen Kindern und deren Freunden eine Freude zu machen. Mit dem richtigen Büromaterial ließen sich auch die Code-Räder zerlegen und replizieren. ;)
vom 04.08.2026, 23:28 Uhr
@Moros Ich finde auch, Nummer 7 fehlt: der Copyshop, in dem wir Stunden verbracht haben, um ganze Handbücher zu kopieren, weil das Spiel das x. Wort der y. Zeile auf der z. Seite abgefragt hat.
Ich weiß nicht mehr, welches Spiel es war. Ich glaube Indiana Jones 4. Die Kopierer waren so justiert, dass sie ein ganz bestimmtes Hellblau nicht in s/w übertragen konnten. Und genau in diesem Hellblau waren die Zugangscodes gedruckt. Seitenweise. Und die Handbücher hatten oft ein Format, dass eine Seite genau nicht auf eine DIN-A-4-Seite passte.
Aber wir waren ja schlau: zu der Zeit gab es die allerersten Farbkopierer, damit ging es. Allerdings war eine einzelne Seite so teuer, dass wir am Schluss an der Kasse feststellten, dass uns der Kauf des Spiels billiger gekommen wäre als die Kopien :D
vom 05.08.2026, 21:33 Uhr
@IchBaueAlles ich weiß nicht, ob das auch für die Kopierer Anfang der 90er galt, aber die Schwarzweiß-Kopierer, die ich später (2006 und aufwärts) kennengelernt hatte, hatten nur die Standard-Helligkeitseinstellung so, dass sehr helle Bereiche nicht mitkopiert wurden (der Haupteinsatzzweck war schwarzer Text auf beliebigfarbigem Papier). Man konnte sie aber im Menü umstellen und das Gesamtbild so verdunkeln, dass die ganz hellen Muster doch sichtbar wurden (so wie auch alle möglichen Falten und andere Verunreinigungen).
Die Anekdote mit dem Farbkopierer ist dennoch sehr lehrreich. :D
vom 05.08.2026, 22:09 Uhr
@IchBaueAlles
"weil das Spiel das x. Wort der y. Zeile auf der z. Seite abgefragt hat."
Ich hab mir meist nur 1-2 Lösungen gemerkt und dann einfach solange neu gestartet bis die passende Frage erschienen ist.
vom 05.08.2026, 23:10 Uhr
@Scario: Smart! Vom Zeitaufwand her dürfte das auch in etwa dem Kopieren eines Handbuchs entsprechen :-D
vom 04.08.2026, 18:09 Uhr
Danke, jetzt fühle ich mich irgendwie alt :D
vom 05.08.2026, 21:36 Uhr
@Palas Psst, wenn Du alles noch kennst, BIST Du alt :-)
Ich aber auch :-/
vom 04.08.2026, 17:06 Uhr
Bei den guten alten SNES Games, lag die Komplettlösung auch ab und zu dabei. Ich erinnere mich da an Super Metriod, Secret of Mana und Secret of Evermoore. Beim letzten waren aber seltsamer Weise nur die ersten zwei Kapitel drin. Ab Kapitel 3 musste man ohne Lösung weitermachen. Hätte es nicht eh beigelegen, hätte man glatt von Betrug sprechen können.^^
Was es auch noch gab: Speichern über ein Passwort. Die konnte man dann auch immer gut mit Freunden teilen.
K3CH - war das Passwort bei Blackhawk, um direkt zum Endboss zu kommen. Habe ich so oft benutzt, dass weiß ich bis heute :D
vom 06.08.2026, 02:58 Uhr
@jack81 bei den CDs gab es die Texte und bei manchen Spielen, ein kleines Heftchen mit Tips oder sogar Lösungen für schwierige Stellen. Fand ich ganz nett. Hab mir nicht gedacht, die halten die Spieler für doof, sondern, danke, für den Fall der Fälle, fals mir die Geduld ausgeht
vom 04.08.2026, 16:36 Uhr
Etwas, was die älteren Jahrgänge mit dem Brotkasten (C64) verbinden dürften: Lochen von 5 1/4 Disketten um beide Seiten beschreiben zu können. Die 2x vorgelochten waren viel teurer, als die mit nur einer Kerbe. Also griff man beherzt zum Locher und machte sich die 2te Kerbe selber, damit das Floppylaufwerk auch die andere Seite als beschreibbar erkannte.
vom 05.08.2026, 10:36 Uhr
Gab ja sogar Speziallocher dafür. Und die ganz mutigen haben eine Nagelschere benutzt!
vom 05.08.2026, 21:21 Uhr
@percmob1 Dann gehöre ich zu den Mutigen. Ich habe immer eine Schere benutzt. Sah zwar nicht so ordentlich aus... war aber Ok. 5 1/4 Disketten habe ich damals bei meinem C-64 und Amiga benutzt.Es gab ja genug Amiga Spiele, die auch auf die ollen Floppy Disketten passten.
vom 06.08.2026, 11:02 Uhr
@Sir Hurl Ja, ich habe auch lange Zeit die Nagelschere benutzt. Irgendwann hatte ich dann so einen Locher. Damit war es auch einfacher, das Loch wieder mit Tesafilm zuzukleben, wenn man einen Kopierschutz brauchte 😅 Hab das meistens für meinen C64 benutzt. Die 16-bit-Generation habe ich übersprungen (war schon schwer genug, meinen Eltern die Notwendigkeit des Brotkastens zu erklären). Aber ab 1992 hatte ich einen PC, auch noch mit 5 1/4-Laufwerk.
vom 06.08.2026, 21:32 Uhr
@Hrocks
Ich habe die 4541 aufgeschraubt und an den Optokoppler zwei Kabel für einen Schalter angelötet.
Dann habe ich das Gehäuse wieder zugemacht, vorne neben der roten Betriebs-LED ein Löchlein
für einen Kippschalter gebohrt, den Schalter eingebaut und die Kabel daran angelötet.
Dann musste ich nur den Schalter umlegen, wenn ich die Rückseite einer Floppy beschreiben
wollte um den Optokoppler zu überbrücken und musste NIE WIEDER an einer Floppy
herumschnippeln oder lochen :-)
vom 04.08.2026, 14:58 Uhr
Wie viel mehr Spaß Pirates! machte als man die Liste hatte und nicht gleich sofort zu Anfang alles verliert weil man keine Chance im Schwertkampf hat. Hachja :D
vom 04.08.2026, 14:44 Uhr
Was es heute i. A. nicht mehr gibt: Die damaligen Überbleibsel von Arcade-Spielen.
* Punktezähler ohne tieferen Sinn
* Zeitlimits
* Lebenszähler
* Game-Over-Screens
vom 04.08.2026, 15:11 Uhr
@dabba mit dem Game-Over könntest den ein oder anderen heutzutage gehörig überfordern 😁
vom 04.08.2026, 20:40 Uhr
@dabba
Die Kombo für lange Bindung:
*erheblicher Lernaufwand, um gut zu werden und
*sich ins unermessliche steigender Schwierigkeitsgrad
*High Score-Liste
Quasi die '80er-Variante unseres "Wal-Melkens" mit Lootboxen, anderem Glücksspiel, Boostern, Pay-to-Win, Cosmetics usw. Heute lassen sich die Wale die Kreditkarten leersaugen, damals schütteten sie ihr ganzes Taschengeld in ihre Lieblingsautomaten, um den öffentlichen High Score oder zumindest den der eigenen Freunde zu knacken. ;)
vom 05.08.2026, 12:05 Uhr
@RainerD In aller Regel möchte man den letzten Spielstand laden, wenn man stirbt. Das kann ruhig direkt und kommentarlos gehen.
Ich mein: Man erinnere sich andererseits an "Castlevania - Symphony of the Night" auf der PS1. Wenn die Lebenspunkte auf 0 sinken, passiert folgendes
a) Alucard sprotzt recht aufwendig auseinander
b) Der Bildschirm geht in einer Animation in den Game-Over-Bildschirm über
c) Der Game-Over-Bildschirm bleibt 10 Sekunden stehen und lässt sich nicht wegdrücken
d) Schwarzblende
e) Ladezeit
f) Titelbildschirm, man muss Start drücken
g) Hauptmenü, man muss "Spiel laden" wählen
h) Man wählt sein aktuelles Savegame von der Memory-Card
i) Nochmal Ladezeit
j) Es geht - endlich - weiter :o
vom 05.08.2026, 21:44 Uhr
@RainerD Limitierte Lebensanzahl und sogar limitierte Continues waren meiner Meinung nach schlimmer als jedes im Hauptartikel genannte Relikt. Keine Karten und kein Questlog sind zwar nah dran, aber damit kann man sich noch arrangieren, indem man halt mitschreibt. Aber wenn man das Spiel nach einer bestimmten Anzahl an Versuchen wieder ganz von vorne beginnen muss statt im letzten gespielten Level, passe ich.
vom 04.08.2026, 14:42 Uhr
Einige Spiele haben bestimmte Wörter (Seite 3, Zeile 6, Wort 7) aus dem gedruckten Handbuch abgefragt. Allerdings kannten die Spiele nicht alle Wörter im Handbuch, sondern oft nur so 20 bis 50 willkürlich gewählte.
Wer etwas Zeit und das Handbuch vorübergehend zur Verfügung hatte, konnte sich eine Liste zusammzusammenschreiben:
* Spiel starten
* bei der Handbuch-Abfrage den richtigen Code aus dem Handbuch raussuchen - aber *nicht* eingeben, sondern inkl. Parameter auf eine Liste schreiben
* dann absichtlich die Handbuch-Abfrage falsch beantworten, damit ein weiteres Wort abgefragt wird (oft hat man drei Versuche)
* Nach dem dritten Versuch das Spiel neu starten, damit andere drei Wörter abgefragt werden.
So hatte man nach einiger Zeit bereits eine Liste mit 20 oder 30 abgefragten Wörtern zusammen, was i. A. ausreichte, um das Spiel dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Handbuch starten zu können. So für den Fall, dass der Hund irgendwann vom Handbuch gefressen wird...
vom 04.08.2026, 13:36 Uhr
Oh Gott Phantasmagoria, dazu noch die Gabriel Knight-Games und 1995 ging gleich viel schneller vorbei
vom 04.08.2026, 13:55 Uhr
@Canijo Ich musste es einfach unterbringen.
vom 04.08.2026, 13:29 Uhr
- QuestLog! (Konsolen)
- Minimaps (besonders von MMOs (Everquest)
- Speichern vor den zwischen Bossen/Endbossen/New Game (FF7+ ?? Reihe auf Konsolen) Hurraa!! Nicht mehr das Spiel komplett von Vorne Spielen!
-Cash Shop von früher (auf Konsolen). Datei waren auf der Disk drauf, aber man musste den "Code/Schlüssel" Kaufen. Da gab es ein Aufschreien in der Gaming branche. Erst das Internet hat es langsam verändert mit dem separaten Herunterladen
oder ob es an:
Web Seiten lagen, die einen "Complet Unlocked!" und Extras Spielständen (die man auf Speicherkarten hochladen konnte) anboten?
"Import Spiele Verbote" Die zum Glück nicht lange gehalten haben auf Konsolen. Musste einmal zum Zollamt fahren dafür...
und und und..
:)
vom 05.08.2026, 21:25 Uhr
@Seska1973 das verbot betraf nur beschlagnahmte Medien, das hat mit dem Zoll nix zu tun erstmal. Die dürfen auch dein Paket vorher nicht öffnen (außer in Ausnahmefällen). War zu meinen Hochzeiten, als ich sehr viel aus USA bzw Asien bestellt hatte, fast jede Woche dort. Da geht's um Steuern und natürlich Kontrolle was du ins Land bringst.
Bei speziellen Sachen haben die damals aber eh nie nen peil gehabt bei uns. Ihnen zu erklären das eine Sammelfigur keine Puppe ist und versuchen ihnen zu erklären was ein visual novel ist war jedesmal anstrengend xD richtig teuer wurde es mit meiner japanischen xbox360 + games.
Hab aber in meiner Zeit dort viele schräge andere Kunden miterlebt.
vom 05.08.2026, 23:42 Uhr
@Seska1973 "Cash Shop von früher (auf Konsolen). Datei waren auf der Disk drauf, aber man musste den "Code/Schlüssel" Kaufen. Da gab es ein Aufschreien in der Gaming branche. Erst das Internet hat es langsam verändert mit dem separaten Herunterladen"
Das ist jetzt exakt genauso. Alle DLCs werden meist bei Erscheinen mit einem Update des Spiels auf deine Platte heruntergeladen. Das Kaufen eines DLCs schaltet die Inhalte nur im Spiel frei.
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